Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat in der Vorrunde mit insgesamt 4.644.549 Stadionbesuchern den bisherigen Zuschauerrekord der WM 1994 übertroffen.
Nach FIFA-Angaben besuchten die 72 Spiele in der Vorrunde in den Stadien insgesamt 4.644.549 Zuschauer. Damit knackte das Turnier schon vor Beginn der K.o.-Phase den Zuschauerrekord der WM 1994 in den USA mit rund 3,6 Millionen Zuschauern. Allerdings wurden in Katar ebenso wie bei allen Turnieren seit 1998 auch nur insgesamt jeweils 64 Spiele ausgetragen.
Rekord absolut, aber nicht im Schnitt
Beim Blick auf den Schnitt relativiert sich der Rekord allerdings: Mit einem bisherigen Zuschauerschnitt von 64.508 Zuschauern pro Spiel kommt diese Weltmeisterschaft bislang nicht an jene von 1994 heran. Die durchschnittliche Auslastung der größeren Stadien in den drei Ausrichterländern fällt damit niedriger aus als bei der US-Ausgabe vor 32 Jahren.
Sportlich verlief die erste Turnierphase torreich. Die in der ersten Turnierphase erzielten 215 Tore – also im Schnitt etwa drei pro Partie – markierten nach FIFA-Angaben einen Rekord. Bei der ganzen WM 2022 fielen 172 Treffer; schon vor der K.o.-Runde liegt die Ausgabe 2026 also klar über dem Wert der vorigen Endrunde in Katar.
215 Tore und der 1000. Spieler
Ein Novum war zudem die Zahl der eingesetzten Spieler: In der Vorrunde kamen 999 Spieler zum Einsatz. Kanadas Bayern-Star Alphonso Davies wurde dann im ersten Sechzehntelfinale gegen Südafrika (1:0) der 1000. Akteur, der bei dieser WM auflief. Das erste Achtelfinaltor fiel damit ausgerechnet in einer Partie, die allein schon statistisch in Erinnerung bleibt.
Auch abseits des Rasens lieferte die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko ungewöhnliche Zahlen. FIFA registrierte in der Gruppenphase fast eine Million verkaufte Flaschen Wasser. Zudem wurden 300.000 Hotdogs gekauft – ein Wert, der die Dimension des Turniers mit 48 teilnehmenden Mannschaften und 72 Vorrundenspielen unterstreicht.
Catering-Bilanz: Wasser und Hotdogs
Der Andrang in den Arenen und an den Verpflegungsständen spiegelt das gewachsene Interesse an einer WM mit neuem Format. Die gestiegenen absoluten Zuschauerzahlen gehen vor allem auf die deutlich höhere Zahl von Spielen und Spielorten zurück. Pro Partie bleiben die Stadien aber weniger voll als bei manchen früheren Endrunden.
Ausblick auf die K.o.-Phase
Mit Blick auf die K.o.-Runde dürften die Rekorde weiter wachsen: Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale stehen noch aus und ziehen erfahrungsgemäß mehr Zuschauer an als die Gruppenphase. Sollte das Interesse anhalten, könnte die WM 2026 am Ende auch die Gesamtbilanz der WM 1994 deutlich übertreffen.
Die Zahlen stammen aus einer dpa-Infocom-Meldung vom 29. Juni 2026 und beruhen auf Angaben der FIFA. Die Endrunde dauert noch an; eine endgültige Bilanz wird erst nach dem Finale möglich sein.
