PSG Champions-League-Sieger 2026: Enrique gewinnt dritten | sportnachrichten
PSG verteidigt Champions-League-Titel: Enrique schreibt mit drittem Triumph Geschichte
Budapest, 31. Mai 2026
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Kurzfassung
Paris Saint-Germain hat zum zweiten Mal in Folge die Champions League gewonnen. Im Finale in Budapest besiegte das Team von Luis Enrique den FC Arsenal mit 4:3 im Elfmeterschießen, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 gestanden hatte.
Paris Saint-Germain hat in der Puskás Aréna in Budapest durch ein 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den FC Arsenal den Champions-League-Titel erfolgreich verteidigt.
Havertz bringt Arsenal früh in Front
Vor 61.400 Zuschauern brachte der deutsche Nationalspieler Kai Havertz Arsenal bereits in der 6. Minute in Führung. Es war sein zweites Tor in einem Champions-League-Finale, nachdem er 2021 den Siegtreffer für den FC Chelsea erzielt hatte. Havertz ist damit der erste deutsche Fußballer, dem dies gelang.
Paris Saint-Germain fand nur schwer ins Spiel, steigerte sich aber im Laufe der ersten Halbzeit. Der Ausgleich fiel in der 65. Minute, als der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert nach einem Foul an Bradley Barcola auf Elfmeter entschied. Ousmane Dembélé, der amtierende Weltfußballer des Jahres, verwandelte den Strafstoß sicher.
In der Folge entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel mit wenigen klaren Torchancen auf beiden Seiten. Auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung, sodass das Finale vom Punkt entschieden werden musste.
Drama vom Punkt: Gabriel wird zum Pechvogel
Im Elfmeterschießen avancierte der russische PSG-Torhüter Safonow zum Helden. Er parierte die Versuche von Eberechi Eze und Gabriel, während für Paris lediglich Nuno Mendes scheiterte. Den entscheidenden Fehlschuss leistete sich der Brasilianer Gabriel, der die Kugel über das Tor jagte.
Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei den Franzosen keine Grenzen. PSG ist das erste Team seit Real Madrid (2016 bis 2018), das den wichtigsten europäischen Vereinspokal verteidigen konnte. In der 1992 eingeführten Champions League war dies zuvor überhaupt nur Real Madrid gelungen.
Vom Star-Ensemble zum Kollektiv: Enriques Meisterwerk
Für Luis Enrique ist es der dritte Triumph in der Königsklasse als Trainer. Bereits 2015 hatte er mit dem FC Barcelona den Titel gewonnen. Vor ihm hatten nur Zinédine Zidane, Pep Guardiola und Carlo Ancelotti drei Champions-League-Erfolge als Coach gefeiert.
Der 56-jährige Spanier übernahm PSG im Juli 2023 in einer schwierigen Phase. Im selben Sommer verließen die Superstars Lionel Messi und Neymar den Klub, ein Jahr später folgte Kylian Mbappé. Enrique formte aus einem jungen Kader ein homogenes Team, das in seiner ersten Saison erst im Halbfinale knapp scheiterte, ehe es im Vorjahr den ersten Titel holte.
Schlüsselspieler wie Joao Neves, Bradley Barcola und Désiré Doué sind alle höchstens Mitte zwanzig. Achraf Hakimi, der rechtzeitig zum Finale von einer Verletzung genesen war und über 120 Minuten durchspielte, sagte nach der Partie gegenüber DAZN: 'Wir folgen ihm, wir vertrauen ihm. Wir sind nicht nur ein Team, wir sind Familie.'
Stimmen zum Triumph: 'Der beste Moment der Saison'
PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi adelte seinen Trainer mit den Worten: 'Es geht um das Projekt, und er ist der Beste für dieses Projekt.' Er bezeichnete Enrique als 'etwas ganz, ganz Besonderes – als Trainer, als Mensch, als Persönlichkeit'.
Luis Enrique selbst zeigte sich nach dem Abpfiff überwältigt. 'Es ist ein Mix aus Aufregung, Müdigkeit, allem. Aber es ist der beste Moment der Saison. Wir sind wieder Champions, zum zweiten Mal in Folge. Das ist unglaublich', sagte er. Auf die Frage, ob er im kommenden Jahr einen dritten Titel mit PSG holen werde, antwortete er lachend: 'Ich hoffe es.'
Die spanische Presse überschlug sich mit Lob. 'Mundo Deportivo' schrieb: 'Luis Enrique III. krönt sich mit PSG. Drei Champions-League-Titel bestätigen ihn als einen der größten Trainer der Geschichte und als den derzeit besten.' Die Zeitung 'Marca' sah ihn 'in den Olymp' aufsteigen, und 'Sport' forderte gar 'eine Statue in Paris'.
Zum besten Spieler des Finals wurde der portugiesische Mittelfeldstratege Vitinha gekürt. Er würdigte den Einfluss seines Trainers: 'Dieser Wille, immer mehr zu gewinnen, dafür ist Luis Enrique verantwortlich. Ich hoffe, er treibt uns an, noch mehr zu gewinnen.'
Ausschreitungen überschatten die Feiern
Während in Budapest und Paris die PSG-Fans feierten, kam es in Frankreich nach dem Abpfiff zu Ausschreitungen. Innenminister Laurent Nuñez gab bekannt, dass landesweit 416 Menschen festgenommen wurden, 283 davon im Großraum Paris. Sieben Polizisten wurden verletzt.
Zu den Vorfällen zählten Plünderungen in rund fünfzehn Städten, darunter Rennes, Straßburg, Clermont-Ferrand und Grenoble. Auf den Champs-Élysées lieferten sich vermummte Personen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, bei denen Projektile und Tränengas eingesetzt wurden.
Bereits nach dem Titelgewinn im Vorjahr war es zu schweren Krawallen mit zwei Todesopfern, fast 200 Verletzten und 559 Festnahmen gekommen. Für den Sonntagnachmittag ist in Paris ein großer öffentlicher Empfang für die Mannschaft geplant.
Ausblick: Die nächste Mission wartet bereits
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gratulierte dem Klub: 'Ein neuer Stern erstrahlt über Paris! Glückwunsch an PSG, die ganz Europa zum Träumen bringen. Frankreich ist stolz.'
Arsenals Trainer zeigte sich nach der Niederlage fair, während Kai Havertz haderte: 'Ein top Gefühl, aber trotzdem bringt es mir jetzt nicht sehr viel.' Der Stürmer hatte mit seinem frühen Tor auf einen Coup gehofft, musste sich aber letztlich der Effizienz der Pariser vom Punkt geschlagen geben.
Luis Enriques Vertrag in Paris läuft noch bis zum Sommer 2027. Angesichts der anhaltenden Erfolgsserie gilt eine vorzeitige Verlängerung als wahrscheinlich. Der Spanier selbst winkte ab, als er auf den Begriff Legende angesprochen wurde: 'Legende? Das interessiert mich nicht.'
Fragen & Antworten
Wie hat PSG das Champions-League-Finale 2026 gewonnen?
Paris Saint-Germain besiegte den FC Arsenal mit 4:3 im Elfmeterschießen, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 gestanden hatte. Den entscheidenden Fehlschuss leistete sich Arsenals Gabriel.
Welche historische Bedeutung hat der Sieg für Luis Enrique?
Luis Enrique gewann seinen dritten Champions-League-Titel als Trainer und zog damit mit Legenden wie Zinédine Zidane, Pep Guardiola und Carlo Ancelotti gleich. Zuvor hatte er den Titel 2015 mit Barcelona und 2025 mit PSG geholt.
Warum ist der Titelgewinn für PSG besonders bemerkenswert?
PSG ist das erste Team seit Real Madrid (2018), das den Champions-League-Titel verteidigen konnte. Zudem gelang der Erfolg, nachdem Superstars wie Lionel Messi, Neymar und Kylian Mbappé den Verein verlassen hatten.