DFB-Kapitän Joshua Kimmich drückt Kai Havertz vor dem Champions-League-Finale zwischen dem FC Arsenal und Paris Saint-Germain am Samstagabend in Budapest die Daumen.

„Ich hoffe, dass er natürlich mit einem Erfolgserlebnis daherkommt, dass er den Titel mitbringt und dann natürlich auch mit einer positiven Energie ins Turnier startet“, sagte Kimmich vor dem Duell des englischen Meisters gegen Paris Saint-Germain im Endspiel der Königsklasse in der Puskás Aréna.

Der 26-jährige Havertz war im Juli 2023 für eine Ablösesumme von 60 Millionen Pfund vom FC Chelsea zum FC Arsenal gewechselt. In London avancierte er schnell zum Leistungsträger und sicherte Arsenal zuletzt mit einem Kopfballtor gegen den FC Burnley die englische Meisterschaft.

Kimmich und die übrigen Nationalmannschaftskollegen werden die Partie am frühen Abend um 18:00 Uhr im Trainingsquartier in Herzogenaurach gemeinsam verfolgen. Das ZDF überträgt das Finale live.

Gemeinsames Public Viewing im Trainingslager

Havertz wird nach dem Endspiel am Dienstag direkt in die USA fliegen und in Chicago auf seine DFB-Kollegen treffen. In weniger als zwei Wochen beginnt dort die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada.

„Er ist für uns ein extrem wichtiger Spieler, der Kai“, betonte Kimmich. „Ich glaube, dass er auch bei diesem Turnier sehr wichtig für uns sein wird, weil er einfach ein super Gesamtpaket mitbringt.“

Mit 21 Toren in 57 Länderspielen weist Havertz die meisten Länderspieltreffer im aktuellen DFB-Aufgebot auf. Wegen diverser Verletzungen stand er Julian Nagelsmann von November 2024 bis zu den März-Spielen in der Schweiz und gegen Ghana lange Zeit nicht zur Verfügung.

Nagelsmanns Lob für den Allrounder

Nagelsmann selbst hatte Havertz zuvor in einer Nachricht in den sozialen Medien mit den Worten gelobt: „Du verkörperst Geschwindigkeit, Kreativität, Mannschaftsdienlichkeit, extreme defensive Verlässlichkeit, eine gute Gier in beide Richtungen.“

Der 38-jährige Bundestrainer ergänzte: „Auf dem Platz bist du unglaublich bedeutend für uns. Du hast alles, was wir brauchen, um einen Toptorjäger vorne drin zu haben.“

Havertz, der in Aachen geboren wurde, hat in seiner Karriere bereits auf mehreren Positionen gespielt – als Zehner, Flügelstürmer, falsche Neun und sogar als Linksverteidiger. In einem Testspiel gegen die Türkei vor rund zweieinhalb Jahren im Berliner Olympiastadion setzte Nagelsmann ihn auf dieser Position ein.

Vom Chelsea-Helden zum Arsenal-Leistungsträger

Damals verlor Deutschland trotz eines frühen Treffers von Havertz mit 2:3. Niclas Füllkrug spielte in jener Partie als Mittelstürmer, wurde für die anstehende WM jedoch nach schwachen Leistungen auf Vereinsebene nicht nominiert.

Die Fans des FC Arsenal begrüßten Havertz‘ Tore anfangs mit einem ironischen Sprechchor zur Melodie von Shakiras WM-Hit „Waka Waka“: „Waka, Waka, eh, eh – 60 millions down the drain – Kai Havertz scores again.“