ORF feiert Rekordquoten nach WM-Finale: Bis zu 2,293 Millionen Zuseher sahen Spanien gegen Argentinien
Wien, 20. Juli 2026
AI-generated image (z-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien bescherte ORF 1 bis zu 2,293 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und einen Marktanteil von 73 Prozent. Generaldirektorin Ingrid Thurnher sprach von „echter WM-Begeisterung“ über alle Verbreitungswege hinweg.
Das Finale der Fußballweltmeisterschaft zwischen Spanien und Argentinien hat ORF 1 am Sonntagabend bis zu 2,293 Millionen Zuseherinnen und Zuseher sowie einen Marktanteil von 73 Prozent beschert – den höchsten Wert des öffentlich-rechtlichen Senders seit der ZIB-Berichterstattung im Frühjahr 2020.
Rekordwert seit 2020
Wie der ORF am Montag in einer Aussendung mitteilte, verfolgten am Sonntagabend bis zu 2,293 Millionen Sportfans die Live-Übertragung im Fernsehen. Im Schnitt schalteten 2,247 Millionen Menschen bei einem Marktanteil von 73 Prozent ein. „Bis zu 2,293 Millionen und im Schnitt 2,247 Millionen bei 73 Prozent Marktanteil ließen sich am Sonntagabend in ORF 1 die zweite Halbzeit des Fußball-WM-Finales zwischen Spanien – Argentinien nicht entgehen“, hieß es in der Aussendung.
Damit war das Finale die meistgesehene ORF-Sendung seit der ZIB-Berichterstattung im Frühjahr 2020. Auch in der zweiten Halbzeit der Verlängerung um Mitternacht waren noch immer im Schnitt 2,142 Millionen Fans bei einem Marktanteil von 79 Prozent via ORF 1 live dabei. „In der zweiten Halbzeit der Verlängerung um Mitternacht waren noch immer im Schnitt 2,142 Millionen Fans bei 79 Prozent Marktanteil via ORF 1 live dabei“, so der ORF weiter.
Streaming und Online auf Allzeit-Hoch
Die anschließenden Siegerehrungen und WM-Feierlichkeiten bis 0:50 Uhr verfolgten durchschnittlich 1,009 Millionen Menschen, was einem Marktanteil von 69 Prozent entspricht. Der Livestream der zweiten Halbzeit erzielte mit einer Durchschnittsreichweite von 351.000 Zusehern einen neuen Allzeit-Rekord für den ORF.
Bereits am Finaltag wurden über die Streaming-Plattform ORF ON 65 Millionen Nutzungsminuten generiert. Insgesamt erreichte die Berichterstattung während des gesamten Turnierzeitraums vom 11. Juni bis 19. Juli rund 6,698 Millionen Menschen in Österreich. Das Online-Angebot sport.ORF.at verzeichnete während des Turniers insgesamt 106 Millionen Seitenaufrufe.
Aufteilung zwischen ORF und Servus TV
In Österreich teilten sich der ORF und Servus TV die TV-Rechte an der Endrunde. Beide Sender zeigten jeweils 52 Partien. Während Servus TV die Kracher zwischen Österreich und Argentinien sowie Österreich gegen Spanien mit mehr als zwei Millionen Zuseherinnen und Zusehern im Programm hatte, liefen im ORF die Vorrundenspiele Österreichs gegen Jordanien und Algerien. Diese übersprangen trotz der ungünstigen Beginnzeiten um 6.00 bzw. 4.00 Uhr früh die Millionengrenze.
Der ORF kam im Schnitt auf 453.000 Zuseher pro Match, bei Servus TV waren es 406.000. Insgesamt knackten im ORF fünf WM-Spiele die Millionengrenze. Das Aus von Österreich im Achtelfinale gegen Spanien sahen durchschnittlich 2,32 Millionen bei Servus TV.
Regionale Unterschiede bei den Marktanteilen
Bei den regionalen Marktanteilen zeigten sich deutliche Unterschiede. Die eifrigsten Zuseher der WM fanden sich in der Steiermark mit einem Marktanteil von 43 Prozent, vor jenen aus Kärnten und Oberösterreich mit je 40 Prozent Marktanteil. Bei den weiblichen Fans lag der Marktanteil bei den WM-Übertragungen des ORF bei 34 Prozent.
ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher zog am Montag eine durchwegs positive Bilanz. „Diese Fußball-WM war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich, was die Anzahl der Spiele betrifft, die Sendezeiten und vor allem die erstmalige Teilnahme Österreichs nach 28 Jahren“, sagte sie. Es sei gelungen, „echte WM-Begeisterung zu entfachen – sei es im Fernsehen, im Radio, in den Online-Angeboten, via Social Media und mittels hervorragend genutzter Public-Viewing-Events“.
Bilanz von Generaldirektorin Thurnher
Thurnher bedankte sich ausdrücklich bei ServusTV für die gelungene Kooperation. „Ich bedanke mich auch bei ServusTV für die gelungene Kooperation“, wurde sie in der Aussendung zitiert. Der ORF hatte die WM mit einem kleinen Team in den USA, das laut Sender Kultstatus erlangt habe, sowie mit „neuen, spannenden Expertinnen und Experten daheim am Mediencampus“ begleitet.
Die Zahlen verdeutlichen den Stellenwert, den Großereignisse im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Österreich weiterhin haben. Mit einer Gesamtreichweite von rund 6,7 Millionen Personen über knapp sechs Wochen Turnierdauer sowie einem Spitzenwert von über 2,29 Millionen Zusehern im Finale unterstreicht der ORF seine Rolle als zentrale Bühne für Live-Sportereignisse im Land.
Bemerkenswert ist auch die hohe Streaming-Nutzung über ORF ON, die mit 65 Millionen Nutzungsminuten allein am Finaltag einen neuen Bestwert markierte. Zusammen mit den 106 Millionen Seitenaufrufen auf sport.ORF.at zeigt sich, dass die WM-Berichterstattung längst alle Ausspielwege des Senders umfasste.
Die Quotenentwicklung während des Turniers verlief dabei dynamisch. Während die frühen Vorrundenspiele Österreichs gegen Jordanien und Algerien trotz ungünstiger Beginnzeiten um 4:00 und 6:00 Uhr früh über eine Million Zuseher erreichten, steigerten sich die Werte im Verlauf des Wettbewerbs kontinuierlich. Der ORF verbreitete insgesamt 52 WM-Partien und lag im Schnitt bei 453.000 Zusehern pro Partie.
Auch Servus TV konnte von der Kooperation profitieren: Das Duell zwischen Österreich und Argentinien in der Gruppenphase sowie das Achtelfinale gegen Spanien zählten jeweils mehr als zwei Millionen Zuseherinnen und Zuseher. Mit durchschnittlich 406.000 Zusehern pro Match lag Servus TV zwar unter dem ORF-Schnitt, erreichte mit den Österreich-Spielen jedoch einzelne Reichweiten, die mit jenen des ORF-Endspiels vergleichbar sind.
Bedeutung für die öffentlich-rechtliche Sportberichterstattung
Der Vergleich zu früheren Großereignissen fällt deutlich aus: Der höchste Marktanteil seit der Corona-Berichterstattung im Jahr 2020 unterstreicht die außergewöhnliche Bedeutung der WM-Endrunde für den ORF. In einer Zeit, in der lineares Fernsehen insgesamt unter Reichweitenverlusten leidet, verdeutlichen die Zahlen den anhaltenden Zugpferd-Charakter von Live-Sportübertragungen.
Insgesamt dokumentieren die vom ORF veröffentlichten Daten eine der erfolgreichsten WM-Berichterstattungen der Senderhistorie – gemessen an Einschaltquoten, Streaming-Reichweiten und Online-Nutzung. Die Kombination aus finalem Höhepunkt mit über 2,29 Millionen Zusehern und einer kontinuierlich hohen Turnierbegleitung über sechs Wochen hinweg spricht für die nachhaltige Anziehungskraft des Formats.
Thurnher hob hervor, dass die WM-Berichterstattung über klassisches Fernsehen hinaus auch Radio, Online-Angebote, Social Media und Public-Viewing-Events umfasste. Damit habe man die Bevölkerung in ihrer gesamten medialen Vielfalt erreicht. Der Erfolg des Formats Public Viewing, den der ORF ausdrücklich erwähnte, verweist auf das anhaltende Bedürfnis nach gemeinschaftlichen Fernseh-Erlebnissen bei Großereignissen.
Mit Blick auf die kommenden sportlichen Großereignisse dürften die aktuellen Zahlen dem ORF als Argumentationsgrundlage für die weitere Bedeutung öffentlich-rechtlicher Sportberichterstattung dienen. Die Generaldirektorin sieht den Sender in seiner Rolle als Gastgeber der Emotionen für Sportfans im Land bestätigt.
Fragen & Antworten
Wie viele Zuseherinnen und Zuseher sahen das WM-Finale auf ORF 1?
Im gesamten Turnierzeitraum vom 11. Juni bis 19. Juli erreichte die Berichterstattung rund 6,698 Millionen Menschen in Österreich; ORF ON verzeichnete am Finaltag 65 Millionen Nutzungsminuten.
ORF WM-Rekord: 2,293 Mio. Zuseher beim Finale | sportnachrichten