Das WM-Gruppenspiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Algerien hat am frühen Sonntagmorgen im ORF trotz ungewöhnlicher Anpfiffzeit ein quotenstarkes Ergebnis erzielt und die Millionenmarke nur knapp verfehlt.
Das WM-Gruppenspiel zwischen Österreich und Algerien endete trotz der frühen Anpfiffzeit um 4 Uhr mit einem Rekord-Quotenwert von 972.000 Zuseherinnen und Zusehern im ORF. Im Schnitt verfolgten 695.000 Personen die erste Halbzeit und 903.000 die zweite Hälfte, in der Saša Kalajdžić in der 5.57 Uhr den Ausgleich zum 3:3 erzielte.
Das WM-Gruppenspiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Algerien hat am frühen Sonntagmorgen im ORF trotz ungewöhnlicher Anpfiffzeit ein quotenstarkes Ergebnis erzielt und die Millionenmarke nur knapp verfehlt.
Bereits die erste Halbzeit ab vier Uhr morgens verfolgten im Schnitt 695.000 Personen auf ORF 1, was einem Marktanteil von 81 Prozent entsprach. Wie der ORF mitteilte, stieg der Zuschauerschnitt für die zweite, denkbar dramatische Halbzeit noch einmal deutlich auf 903.000 Zuseherinnen und Zuseher an. Damit war das Match gegen Algerien zwar angesichts der Uhrzeit wenig überraschend das quotenschwächste der bisherigen drei Österreich-Partien, trotzdem erreichte es Werte nahe der Millionengrenze.
Den absoluten Höchstwert gibt der ORF mit 972.000 Zuseherinnen und Zusehern an. Dieser Wert wurde in jenen Minuten gemessen, als Saša Kalajdžić um exakt 5.57 Uhr den rettenden Ausgleich zum 3:3 erzielte und ORF-Kommentator Daniel Warmuth die Beherrschung verlor. Der Stürmer sicherte dem Team damit in letzter Minute einen Punkt und hielt die Spannung in der Gruppe aufrecht.
Zum Vergleich: Die zweite Halbzeit von Österreich gegen Jordanien sahen im Schnitt 1,24 Millionen Personen auf ORF 1, der Anpfiff zu dieser Partie erfolgte am 17. Juni um 6 Uhr. Das bisher quotenstärkste Match der Gruppenphase war das Aufeinandertreffen mit Argentinien, das zu einer für ein europäisches Publikum angenehmen Uhrzeit ab 19 Uhr stattfand. Der Kracher gegen Argentinien erreichte laut ORF-Angaben deutlich höhere Werte als die Algerien-Partie.
Auch im ORF-Streaming sorgte das Algerien-Match für starke Zahlen. 145.000 Personen verfolgten die zweite Halbzeit online, nachdem es diesmal keine technischen Probleme im Streaming gab. Es handelte sich um den bisher stärksten Stream der Gruppenphase und damit gleichzeitig um einen Rekord seit Einführung der Online-Bewegtbild-Messung im Jahr 2017.
Im Schnitt waren zudem 2,1 Millionen Zuschauerinnen auf ServusTV mit dabei, wie aus den vorliegenden Daten hervorgeht. Die breite Verteilung über mehrere Sender zeigt, dass die österreichische Fanschaft trotz widriger Anstoßzeiten mit ihrer Mannschaft mitfiebert.
Das quotenschwächste Match der bisherigen drei Österreich-Partien unterstreicht zugleich, wie stark das Interesse an der diesjährigen WM insgesamt ausfällt. Selbst ein Spiel um vier Uhr morgens mobilisiert fast eine Million Menschen vor den Bildschirmen.
Weiter geht es für Österreich bereits am Donnerstag im Sechzehntelfinale gegen Spanien, Anpfiff ist um 21 Uhr. Damit kehrt die Mannschaft zurück in eine für das heimische Publikum komfortablere Sendezeit, was die Quoten weiter nach oben treiben dürfte.
Der ORF kann angesichts dieser Zahlen auf eine starke WM-Berichterstattung blicken. Schon vor dem Algerien-Spiel hatte das erste Gruppenspiel gegen Jordanien Rekordwerte im Online-Streaming erzielt. Die Kombination aus dramatischen Spielverläufen und österreichischer Beteiligung sorgt für ein anhaltend hohes Zuschauerinteresse.
Für die kommenden Tage ist daher zu erwarten, dass die Quotenwerte noch einmal deutlich nach oben gehen werden. Ein österreichisches Fußballspiel zur Hauptsendezeit um 21 Uhr gegen Spanien hat das Potenzial, erstmals in dieser WM die Millionengrenze deutlich zu überschreiten und neue Reichweitenrekorde aufzustellen.