Aktive Snowboarder des Österreichischen Skiverbands haben das geplante Comeback von Benjamin Karl öffentlich kritisiert und ihm vorgeworfen, mit seinen Wertvorstellungen nicht mehr in die Zeit zu passen.

Die Kritik richtete sich vor allem gegen Aussagen, die Karl in einem Interview im April dieses Jahres gemacht hatte. Darin hatte der Snowboarder laut dem ÖSV-Athletensprecher Alexander Payer berichtet, dass seine Frau ihn nach 20 Jahren Unterstützung für seine sportliche Karriere gebeten habe, ihr mehr Zeit einzuräumen. Karl habe darauf geantwortet, dass sein Terminplan wegen seines Einkommens Vorrang habe. Payer sagte der Kronen Zeitung, dieses Verhalten zeige Werte, die „nicht zeitgemäß“ seien.

Kritik kam auch vom früheren ÖSV-Sportkoordinator Mario Stecher. „Es ist wünschenswert, dass man gut miteinander auskommt. Es ist aber nicht gesagt, dass eine Wohlfühloase zum Erfolg führt“, sagte Stecher. Er verwies zudem auf seit Jahren bestehende Spannungen innerhalb der Snowboard-Disziplin.