Die Internationale Testagentur (ITA) hat an der Tour de France in der Nacht auf Sonntag überraschend Dopingtests bei den noch im Rennen befindlichen Fahrern durchgeführt und dafür eine richterliche Sondergenehmigung in Paris eingeholt.
Die Internationale Testagentur (ITA) hat am Ruhetag vom Montag sämtliche Fahrer kontrolliert, die sich noch im Rennen befinden. Wie die ITA am Dienstagabend mitteilte, fanden diese Entnahmen zu den reglementarisch vorgegebenen Zeiten statt (06:00 bis 23:00 Uhr). Bereits in der Nacht auf Sonntag war die deutlich ungewöhnlichere Aktion über die Bühne gegangen: Im Gegensatz zu den regulären Kontrollen ist für nächtliche Tests eine zusätzliche Genehmigung notwendig.
Ein Gericht in Paris hat eine solche gemäss der Zeitung L'Équipe auf Antrag der ITA erteilt. Nach französischem Recht darf ein Richter solche nächtlichen Tests nur dann anordnen, wenn "schwerwiegende und übereinstimmende Verdachtsmomente" für Regelverstöße vorliegen. Konkret verlangt das Gesetz, dass ein konkretes Risiko bestehen muss, dass Beweismittel vernichtet oder verloren gehen, bevor die Genehmigung erteilt wird.
