Kapfenberg Bulls: Achter Meistertitel nach 94:80 gegen | sportnachrichten
Kapfenberg Bulls krönen sich nach 0:2-Rückstand zum achten Basketball-Meister
Kapfenberg, 06 Juni 2026
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Kurzfassung
Die Kapfenberg Bulls haben am Samstag mit einem 94:80-Heimsieg über die Oberwart Gunners ihren achten Basketball-Meistertitel in der win2day Superliga perfekt gemacht. Nach einem 0:2-Serienrückstand drehten die Steirer die Best-of-Five-Finalserie noch und holten den ersten Titel seit 2019.
Kapfenberg, 06 Juni 2026
Die Kapfenberg Bulls haben am Samstag vor ausverkaufter Heimhalle das entscheidende fünfte Finalspiel der win2day Basketball Superliga gegen die Oberwart Gunners mit 94:80 (Halbzeit 47:50) gewonnen und sich damit nach einem 0:2-Serienrückstand zum achten Mal in der Vereinsgeschichte zum Basketball-Meister gekrönt.
Ausgeglichener Beginn und enger Halbzeitstand
Die Kapfenberg Bulls sind neuer Basketball-Meister in Österreich. Am Samstag gewannen die Steirer das entscheidende fünfte Finalspiel der win2day Basketball Superliga gegen die Oberwart Gunners vor eigenem Publikum mit 94:80 (47:50) und drehten eine Best-of-Five-Finalserie, die mit zwei Niederlagen für die Bulls begonnen hatte. Für Kapfenberg ist es der insgesamt achte Meistertitel, der erste seit 2019.
Die Partie in der Steiermark verlief über weite Strecken ausgeglichen. Oberwart erwischte den besseren Start und lag nach dem ersten Viertel knapp mit 26:25 voran. Auch zur Halbzeit führten die Gunners mit 50:47, ehe die Bulls vor eigenem Publikum das Spiel zunehmend in den Griff bekamen.
Nach dem dritten Viertel gingen die Hausherren um Kapitän Nemanja Krstic mit einem knappen 67:66-Vorsprung ins Schlussviertel. Krstic führte die Bulls in der entscheidenden Phase an und drehte die Partie zugunsten der Gastgeber. Ein 9:2-Lauf zu Beginn des letzten Abschnitts brachte die Vorentscheidung.
Der entscheidende Lauf zu Beginn des Schlussviertels
Oberwart konnte in den finalen Minuten nicht mehr entscheidend nachlegen. Die Steirer hielten ihren Vorsprung, bauten ihn aus und feierten vor ausverkaufter Halle den Meistertitel. Die Statistik zeigt eine deutliche Dominanz im Schlussabschnitt, nachdem die Partie zuvor über drei Viertel eng umkämpft gewesen war.
Bereits im Vorfeld der entscheidenden Begegnung hatte Bulls-Kapitän Nemanja Krstic die Bedeutung des Heimspiels hervorgehoben. „Wir haben uns den Heimvorteil erarbeitet, und diesmal werden wir bereit sein, 100 Prozent zu geben und uns den Titel zu holen“, sagte Krstic. Im Hinspiel der Best-of-Five-Serie hatten die Bulls den Weg in die Entscheidung erzwungen, nachdem sie nach einem 0:2-Rückstand mit einem 88:80-Auswärtssieg am Donnerstag den Serienstand auf 2:2 ausgeglichen hatten.
Für Oberwart endete mit der Niederlage der Traum vom dritten Meistertitel in Folge. Der fünfte Titel der Vereinsgeschichte nach 2011, 2016, 2024 und 2025 muss warten. Die Gunners hatten in der Finalserie bereits mit 2:0 geführt, konnten den Vorsprung aber nicht ins Ziel bringen. Im Cupfinale im vergangenen Jänner war den Bullen der Titel noch durch die Finger geglitten, als sie im Endspiel gegen Wels verloren hatten.
Stimmen vor dem Showdown
Trainer und Verantwortliche hatten die Brisanz des Showdowns vorab betont. „Intensives und spannendes Finale erwartet – Spiel fünf, etwas, das diesen Sport so interessant macht“, hatte es im Vorfeld geheißen. Das Spiel in der Steiermark wurde live in ORF Sport+ übertragen.
Oberwart, das die vergangenen beiden Saisons den Titel geholt hatte, wurde damit entthront. Die Gunners wollten ihre Entthronung nach zwei Titeln en suite abwehren, scheiterten aber im entscheidenden fünften Spiel. Für die Bullen ist es nach 2019 der erste Titel in der Superliga – der insgesamt achte in der Vereinsgeschichte.
Aus Sicht der Bulls war das Finale auch eine Genugtuung für die verpassten Chancen der Vorsaison. Im Jänner hatten sie das Cupfinale gegen Wels noch verloren, nun holten sie den wichtigsten Titel im heimischen Basketball. Die Bulls hatten sich im Grunddurchgang als beste Mannschaft der Regular Season für die Favoritenrolle empfohlen und waren im Play-off bis zum Finale makellos geblieben.
Parallele zu 2014: Erstmals seit zwölf Jahren wieder ein volles Best-of-Five-Finale
Die Finalserie zwischen den beiden Klubs hatte das gehalten, was die Verantwortlichen vorab versprochen hatten. „Es wird schwierig, aber wir wollen vor unseren Fans einfach alles geben und am Ende feiern“, hatte ein Sprecher der Oberwarter vor dem fünften Spiel formuliert. Auf der anderen Seite erklärte Gunners-Coach Horst Leitner – wohlgemerkt auf Seiten Oberwarts: „Nach einer intensiven Serie über fünf Spiele haben wir jetzt in Kapfenberg die Chance, uns für die gesamte Saison zu belohnen und unseren Fans das zu geben, was sie sich verdient haben.“ Allerdings, so Leitner weiter: „Uns ist aber auch bewusst, dass das nur möglich sein wird, wenn wir über 40 Minuten an unserem Limit agieren.“
Genau diese Leistung über die volle Distanz gelang am Ende den Bulls, die damit ein Stück Basketball-Geschichte schrieben. Erstmals seit der Saison 2014 ging ein Finale der win2day Basketball Superliga wieder über die volle Distanz. Damals hatte sich Güssing nach einem 0:2-Rückstand noch gegen Kapfenberg durchgesetzt – ein Parallele, die sich nun, zwölf Jahre später, fast spiegelbildlich wiederholte, diesmal mit umgekehrten Vorzeichen zugunsten der Steirer.
Die Stimmung in der ausverkauften Kapfenberger Halle war nach dem Schlusspfiff ausgelassen. Spieler und Verantwortliche feierten gemeinsam mit den Fans den Titelgewinn, der nach einer langen und intensiven Saison insbesondere aufgrund des 0:2-Rückstands einen besonderen Stellenwert hat. Kapitän Nemanja Krstic, der das Team über die entscheidenden Spiele angeführt hatte, wurde von den Anhängern gefeiert.
Ausblick auf die nächste Saison
Mit dem achten Meistertitel in der Vereinsgeschichte festigen die Bulls ihre Stellung als eine der prägenden Mannschaften des österreichischen Basketballs. Der Abstand zu den Gunners, die es auf vier Titel bringen, ist mit dem aktuellen Triumph wieder etwas größer geworden. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich zeigen, ob die Bulls den Kader zusammenhalten und ihren Titel in der nächsten Saison verteidigen können.
Schon jetzt aber gehört der Tag in Kapfenberg zu den denkwürdigen Daten der heimischen Basketball-Geschichte. Die Bulls hatten in der entscheidenden Phase nicht nur spielerisch, sondern auch kämpferisch überzeugt und sich nach 2019 zurück auf den Thron gekämpft – mit einer Wende, die in der Endphase durch den 9:2-Lauf eingeleitet wurde.
Die Saison 2025/26 endet damit für die Bulls mit dem Maximum dessen, was in der win2day Basketball Superliga zu holen ist. Oberwart bleibt in der kommenden Spielzeit der Herausforderer, der den verloren gegangenen Thron zurückerobern will. Bis dahin aber gehört die Trophäe den Kapfenberg Bulls – und das nicht zum ersten Mal in der Vereinshistorie.
Fragen & Antworten
Wer ist Nemanja Krstic?
Nemanja Krstic ist der Kapitän der Kapfenberg Bulls und führte sein Team im entscheidenden fünften Finalspiel zur Wende und damit zum achten Meistertitel.
Wie konnte Kapfenberg die Best-of-Five-Serie nach 0:2-Rückstand noch drehen?
Nach zwei Auftaktniederlagen gewannen die Bulls die dritte und vierte Partie, darunter einen 88:80-Auswärtssieg, und entschieden das fünfte Spiel vor eigenem Publikum mit 94:80 für sich.
Wann holten die Oberwart Gunners ihre bisherigen Meistertitel?
Die Oberwart Gunners gewannen ihre bisherigen vier Basketball-Meistertitel in den Jahren 2011, 2016, 2024 und 2025; der Versuch eines fünften Titels in Folge scheiterte im Finale 2026.