Irans Kapitän Mehdi Taremi hat auf der Pressekonferenz vor dem WM-Eröffnungsspiel gegen Neuseeland von einer deutlich angespannten Stimmung rund um die iranische Nationalmannschaft gesprochen.

Taremi sagte, er spüre die Spannungen seit dem Moment, in dem das Team bei der Weltmeisterschaft in den USA angekommen sei. „Ich spüre die Spannungen seit dem ersten Moment, seit wir bei dieser WM angekommen sind", erklärte der Stürmer von Olympiacos Piräus am Tag vor dem Spiel in einem WM-Stadion südlich von Los Angeles. Die Pressekonferenz hatte sich laut Taremi um rund 15 Minuten verzögert, weil das Team Tijuana um 10:00 Uhr verlassen und erst um 15:00 Uhr abgeflogen sei: „Es war nicht unsere Schuld. Wir haben Tijuana um 10.00 Uhr verlassen und sind um 15.00 Uhr abgeflogen".

Hintergrund ist die politische Lage zwischen dem Iran und den USA. Wegen des Konflikts und der politischen Spannungen hatte der Iran sein WM-Basislager ursprünglich in Arizona geplant, letztlich aber nach Mexiko verlegt. Unter den ursprünglichen Vereinbarungen hätte die iranische Mannschaft die USA nur an Spieltagen betreten und das Land unmittelbar nach den Partien wieder verlassen sollen. Am Ende reiste die Delegation jedoch offenbar bereits am Tag vor dem ersten Gruppenspiel gemeinsam in die USA ein.