Der 1. FC Lok Leipzig hat das Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga am Donnerstagabend im heimischen Bruno-Plache-Stadion gegen die Würzburger Kickers mit 0:1 verloren.

Vor 10.787 Zuschauern erzielte Liam Omore in der 50. Minute per Kopf das Tor des Tages für die Mannschaft von Trainer Michael Schiele. Tarsis Bonga hatte den Treffer mit einer Flanke von der linken Seite mustergültig vorbereitet.

Die Gastgeber, die bereits in den Jahren 2020 gegen den SC Verl und im Vorjahr gegen den TSV Havelse in der Relegation gescheitert waren, fanden nur schwer in die Partie. Die erste nennenswerte Chance der Leipziger hatte Eren Öztürk in der 27. Minute, dessen Schuss von Würzburgs Torhüter Johann Hipper pariert wurde.

Chancenarme erste Hälfte mit Aluminium-Pech

Auf der Gegenseite war es Jermain Nischalke, der in der 23. Minute frei vor Lok-Keeper Andreas Naumann auftauchte, aber am glänzend reagierenden Schlussmann scheiterte. Kurz darauf köpfte Tarsis Bonga den Ball nach einer Ecke an die Unterkante der Latte.

Nach dem Seitenwechsel schlugen die Kickers eiskalt zu. Omore stand bei seiner Kopfball-Abnahme aus acht Metern goldrichtig und ließ Naumann keine Abwehrchance. Nur wenig später traf Nischalke mit einem Schuss erneut das Aluminium des Leipziger Tores.

Lok Leipzig bemühte sich in der Folge um den Ausgleich, blieb im Spiel nach vorne aber zu harmlos. In der 71. Minute hatte der eingewechselte Cherif Cisse die große Chance zur Vorentscheidung für Würzburg, als er nach einem freien Lauf aus der eigenen Hälfte über das Tor schoss.

Rückschlag nach der Pause und verpasste Vorentscheidung

Die Partie wurde in der 60. Minute von Schiedsrichter Lars Erbst für kurze Zeit unterbrochen, nachdem Rauch aus Pyrotechnik über das Spielfeld gezogen war. Die Begegnung konnte jedoch nach wenigen Minuten fortgesetzt werden.

Lok Leipzig muss nun im Rückspiel am Montagabend um 18:30 Uhr in Würzburg eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um das erneute Scheitern in der Relegation abzuwenden. Die Partie wird live auf MagentaSport übertragen.

Die Würzburger Kickers, die als Bayern-Vertreter in die Aufstiegsspiele gingen, waren mit Rückenwind aus einem Sieg gegen 1860 München im bayerischen Landespokal angereist. Trainer Michael Schiele musste auf den verletzten Eroll Zejnullahu verzichten.

Ausfälle und die Last der Vergangenheit

Bei den Gastgebern fehlten Malik McLemore, der sich im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, sowie die bereits zuvor ausgefallenen Stefan Maderer und Laurin von Piechowski. Für McLemore rückte Eren Öztürk in die Startelf.

Die Relegationsspiele finden im Rahmen der 'Aufstiegsreform 2025 – Meister müssen aufsteigen' statt. Für Lok Leipzig ist es bereits der dritte Anlauf, in die 3. Liga aufzusteigen.

Das Rückspiel in Würzburg wird für die Leipziger zur mentalen und spielerischen Bewährungsprobe. Ein frühes Tor könnte die Ausgangslage noch einmal grundlegend verändern.

Die Partie wurde zudem im MDR FERNSEHEN in der Sendung 'MDR aktuell' um 21:45 Uhr ausgestrahlt.