Die Füchse Berlin haben am 29. Mai 2026 das Nachholspiel des 30. Spieltags der Handball-Bundesliga beim ThSV Eisenach mit 41:38 (17:14) gewonnen und ihre Chancen auf die direkte Qualifikation für die Champions League deutlich verbessert.

Vor 2.850 Zuschauern in der ausverkauften Aßmann-Halle in Eisenach lieferten sich beide Mannschaften ein torreiches Duell. Der dänische Weltmeister Mathias Gidsel war mit zwölf Treffern der überragende Akteur auf dem Feld, sein Landsmann Lasse Andersson steuerte zehn Tore bei.

Torhüter-Tor und ein starker Gidsel

Dabei erwischte der Außenseiter aus Thüringen einen starken Start. Nach 18 Minuten führte der ThSV Eisenach, der bereits vor der Partie den Klassenerhalt gesichert hatte, mit 10:9 und hielt die Partie offen.

Die Füchse antworteten jedoch mit einem 5:1-Lauf und drehten die Begegnung. Ein kurioser Treffer von Füchse-Torhüter Dejan Milosavljev ins leere Eisenacher Tor in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit sorgte für den 17:14-Pausenstand.

Eisenach kämpfte sich im zweiten Durchgang zurück. In der 47. Minute brachte Peter Walz die Gastgeber nach einem 28:28-Ausgleich mit 29:28 in Führung. Die Halle bebte, doch die Freude währte nicht lange.

Eisenacher Führung währt nur kurz

Eine entscheidende Phase folgte, als Eisenach fünf Minuten lang ohne Torerfolg blieb. Mathias Gidsel nutzte dies eiskalt aus und traf in dieser Zeitspanne zweimal ins verwaiste Gehäuse der Thüringer, die auf eine offene Deckung setzten.

Am Ende setzte sich die individuelle Klasse des Berliner Kaders durch. Neben Gidsel und Andersson überzeugte auch Tim Freihöfer mit acht Toren. Auf Seiten Eisenachs waren Stephan Seitz (7 Tore), Oskar Joelsson (8) und Felix Aellen (8) die erfolgreichsten Werfer.

Champions League fest im Blick

Durch den Sieg bauten die Füchse Berlin unter Trainer Nicolej Krickau ihren Vorsprung auf den drittplatzierten Rivalen SG Flensburg-Handewitt auf zwei Punkte aus. Bei noch zwei ausstehenden Saisonspielen ist das Team auf bestem Wege, den zweiten Rang und damit die direkte Champions-League-Teilnahme zu sichern.

Der ThSV Eisenach, der seine dritte Erstliga-Saison in Folge bestreitet und bereits eine vierte Spielzeit in der Eliteliga zugesichert hat, zeigte trotz der Niederlage eine ansprechende Leistung. Trainer Sebastian Hinze bemängelte jedoch die vier Zeitstrafen in der ersten Halbzeit, die sein Team schwächten.

Für Eisenach war es eines der letzten beiden Heimspiele der Saison. Trotz der Niederlage gegen den Spitzenklub verabschiedeten die Fans ihre Mannschaft mit Applaus, da der Klassenerhalt bereits vor der Partie festgestanden hatte.

Die Füchse Berlin können nun aus eigener Kraft den Einzug in die Königsklasse perfekt machen. Der Druck auf Verfolger Flensburg bleibt hoch, während Berlin mit breiter Brust in die letzten Wochen der Spielzeit geht.