East Rutherford, 23 Juli 2026
Der spanische Weltmeister Gavi hat den argentinischen Spieler Leandro Paredes nach dessen Ausraster im WM-Finale gegen Argentinien in Schutz genommen. Gavi sprach sich im Podcast „El Partidazo de COPE" gegen eine Sperre für Paredes aus, räumte aber ein, dass die Szene kein gutes Bild für Kinder abgegeben habe.
East Rutherford, 23 Juli 2026
Der spanische Fußball-Weltmeister Gavi hat den argentinischen Nationalspieler Leandro Paredes nach dessen Ausraster im WM-Finale gegen Argentinien in Schutz genommen und eine Sperre durch den Weltverband FIFA als nicht notwendig erachtet.
Nach dem verlorenen Endspiel hat die FIFA ein Disziplinarverfahren gegen Leandro Paredes eröffnet. Die Disziplinarkommission des Weltverbands untersucht den Vorfall, an dem auch weitere argentinische Spieler beteiligt gewesen sein sollen, wie aus den vorliegenden Informationen hervorgeht.
Der spanische Mittelfeldspieler Gavi äußerte sich nun im Podcast „El Partidazo de COPE" zu der Angelegenheit. Dabei nahm er Paredes ausdrücklich in Schutz und verwies darauf, dass der argentinische Profi während des Spiels vom Platz hätte gestellt werden müssen. „Es wäre logisch gewesen, Paredes während eines Spiels auszuschließen", sagte Gavi, der laut Bericht 21 Jahre alt ist. Eine nachträgliche Sperre durch die FIFA hält er hingegen nicht für angebracht.
In dem WM-Endspiel, das am vorherigen Sonntag in East Rutherford stattfand, hatte Paredes nach dem Schlusspfiff eine Auseinandersetzung mit dem spanischen Innenverteidiger Eric Garcia und schlug zudem Gavi, sodass der Spieler des FC Barcelona zu Boden ging. Spanien gewann die Partie gegen Argentinien 1:0 nach Verlängerung.
Gavi zeigte in dem Interview Verständnis für die emotionale Reaktion seines Kontrahenten. „Aber wie gesagt: Ich denke, das ist alles Fußball und so muss er eben sein", erklärte er. Zugleich räumte er ein, dass die Szene nach außen hin problematisch wirkte: „Sicher sei es kein gutes Bild, das für Kinder abgegeben wurde".
Darüber hinaus verwies Gavi auf die generelle Härte im Profifußball. „Aber es gibt eine Seite am Fußball, die ein wenig physischer ist, die ein bisschen aggressiver ist", sagte er und ordnete Paredes' Verhalten in diesen Rahmen ein. Er betonte allerdings, dass die Vorfälle während des Spiels hätten geahndet werden müssen.
In der Sache selbst positionierte sich Gavi klar gegen eine nachträgliche Bestrafung: „Ich denke nicht, dass er gesperrt werden sollte." Damit stellt sich der spanische Jung-Nationalspieler offen gegen eine mögliche Sanktion durch die FIFA, deren Disziplinarkommission den Fall nun prüft.
Die FIFA hatte das Disziplinarverfahren gegen Paredes nach dem Vorfall im Anschluss an das Finale eingeleitet. Details zum Umfang der Ermittlungen oder möglichen Konsequenzen wurden bislang nicht öffentlich gemacht. Es ist offen, wann die Disziplinarkommission eine Entscheidung treffen wird.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Frage, wie der Weltfußballverband mit emotionalen Ausrastern von Profis nach verlorenen Endspielen umgeht. Während die einen auf eine klare Sanktion pochen, betonen andere – wie Gavi – die Unmittelbarkeit des Geschehens, das noch auf dem Platz hätte geahndet werden müssen.