Frankreich – Paraguay 1:0: Mbappé-Elfmeter bringt | sportnachrichten
Frankreich zieht mit 1:0 gegen Paraguay ins WM-Viertelfinale ein
Philadelphia, 05 Juli 2026
AI-generated image (z-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Frankreich hat bei der WM 2026 das Achtelfinale gegen Paraguay mit 1:0 gewonnen und steht damit zum vierten Mal in Folge im Viertelfinale. Ein von Kapitän Kylian Mbappé in der 70. Minute verwandelter Foulelfmeter entschied die hitzige Partie in Philadelphia, in der die Südamerikaner tief und kompakt verteidigten.
Philadelphia, 05 Juli 2026
Frankreich hat im WM-Achtelfinale in Philadelphia Paraguay mit 1:0 (0:0) besiegt und ist damit zum vierten Mal in Folge in das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft eingezogen.
Der entscheidende Moment: Elfmeter nach VAR-Hinweis
Vor 68.324 Zuschauern im Philadelphia-Stadion entschied ein verwandelter Foulelfmeter von Kapitän Kylian Mbappé die Partie. Schiedsrichter Ilgiz Tantashev aus Usbekistan hatte das Strafstoßgeschehen in der 67. Minute nach einem Videostudium ausgesprochen, nachdem der eingewechselte Désiré Doué rund fünf Minuten nach seiner Einwechslung von Paraguays Diego Gómez im Strafraum gefoult worden war.
Mbappé, der in diesem Turnier bereits sein siebtes Tor erzielte, verwandelte den Strafstoß mit einem flachen Schuss in die rechte untere Ecke und ließ Torhüter Orlando Gill damit ins Leere hechten. „Captain Kylian Mbappé übernahm die Verantwortung und verlud Gill mit einem Flachschuss in die rechte Ecke“, hieß es im Liveticker. „Schiedsrichter der Partie ist Ilgiz Tantashev aus Usbekistan.“
Mbappé jagt Messi-Rekord
Es war zugleich das 19. WM-Tor seiner Karriere, womit er nur noch einen Treffer hinter dem Allzeit-Rekordhalter Lionel Messi liegt. „der damit erneut nur noch ein Tor hinter Rekordhalter Lionel Messi liegt“, hieß es weiter.
Paraguays Mauern: Deep-Block gegen Dembélé und Co.
Die Franzosen, die im Turnier zuvor in jedem Spiel mindestens drei Tore erzielt hatten, taten sich gegen die defensiv eingestellten Südamerikaner schwer. Paraguay hatte bereits im Sechzehntelfinale das DFB-Team ausgeschaltet und setzte seinen Matchplan aus dem Elfmeterkrimi gegen Deutschland auch gegen die Équipe Tricolore fort. „Im Sechzehntelfinale hatte Paraguay gegen das DFB-Team einen massiven Abwehr-Riegel aufgebaut, Havertz, Wirtz und Co. fanden dagegen kaum Mittel.“
Trainer Didier Deschamps hatte im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Schweden eine Änderung vorgenommen: Für den verletzten Aurélien Tchouaméni begann Manu Koné, der in der 22. Minute mit einem Linksschuss aus 22 Metern die erste nennenswerte Chance des Spiels hatte. „Manu Koné fasst sich im Zentrum ein Herz und zieht aus 22 Metern einfach mal mit links ab. Der leicht abgefälschte Ball verfehlt das linke Eck nur knapp.“
Bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius in Philadelphia und einer vom Schiedsrichter angesetzten Trinkpause verlief die erste Hälfte ausgeglichen. Zur Pause stand es zwischen Paraguay und Frankreich noch 0:0. Frankreich kontrollierte zwar Ball und Spiel, fand aber gegen die kompakte Defensive der Albirroja nur selten ein Durchkommen. „Im Durchschnitt brachten sie weniger als einen Pass pro Minute an den Mann.“
Hitzeschlacht in Philadelphia
Mbappé selbst kam bereits in der 31. Minute nach einer Flanke von Ousmane Dembélé zu einer aussichtsreichen Gelegenheit, die er knapp vergab. „erst in der 89. Minute bot sich Mbappé die Möglichkeit, den Sack zuzumachen“, schrieb der Ticker später über eine weitere vergebene Möglichkeit.
Auch in der zweiten Hälfte änderte sich zunächst wenig: Paraguay verteidigte mitunter mit neun Feldspielern im eigenen Strafraum und wartete auf Konter. „Es war der einzige Torschuss der Paraguayer in der gesamten Partie“, lautete das nüchterne Fazit des Livetickers zur offensiven Ausbeute des Gegners.
Den entscheidenden Impuls setzte Deschamps in der 61. Minute, als er Désiré Doué für den gelbverwarnten Bradley Barcola einwechselte. „Didier Deschamps belässt es daher auch bei einem einzigen Wechsel: Für Aurélien Tchouaméni, der zunächst auf der Bank sitzt, startet heute Manu Koné.“ Wenig später foulte Diego Gómez den eingewechselten Offensivspieler im Strafraum, woraufhin der VAR eingriff.
Nach dem Führungstreffer durch Mbappé versuchte Paraguay noch einmal zu reagieren, scheiterte aber entweder an der eigenen Abschlussschwäche oder am französischen Schlussmann Mike Maignan. „Mike Maignan im Frankreich-Tor hatte beim Distanzversuch von Joker Mauricio aber keine Probleme.“
Gill als tragischer Held
In der siebenminütigen Nachspielzeit vergab Mbappé noch eine Doppelchance, die Paraguays Keeper Gill mit zwei starken Paraden entschärfte. „Orlando Gill - im Elfmeterschießen gegen Deutschland noch der gefeierte Held - muss auf dem Feld behandelt werden, kann nun aber weitermachen.“ Der Torhüter, der im Elfmeterschießen gegen Deutschland zum Helden avanciert war, konnte trotz einer Behandlung in der 54. Minute weiterspielen.
Paraguays Trainer Gustavo Alfaro hatte im Vergleich zum Elfmeterdrama gegen Deutschland auf drei Positionen gewechselt: Der angeschlagene Omar Alderete kehrte ebenso in die Startelf zurück wie Diego Gómez, der gegen die Deutschen eine Sperre absitzen musste. Neu war außerdem Gustavo Velázquez. „Dafür rotieren José Canale, Damián Bobadilla und Gabriel Ávalos auf die Bank.“ Dennoch konnte die Albirroja an den Sensationserfolg von 2010 nicht anknüpfen, als die Südamerikaner letztmals ein WM-Viertelfinale erreicht hatten.
Ausblick: Viertelfinale gegen Marokko
Frankreich trifft im Viertelfinale am Donnerstag um 22 Uhr in Boston auf Marokko, das sich im Achtelfinale mit 3:0 gegen Co-Gastgeber Kanada durchgesetzt hatte. Es ist zugleich die Neuauflage des Halbfinals von 2022, das Frankreich mit 2:0 gewonnen hatte. „Frankreich ... drei Siege, zwei Remis“ stehen in der direkten Bilanz gegen Paraguay zu Buche, die Niederlage blieb aus.
Stimmen zum Spiel
Die Statistik unterstreicht die Dominanz der Franzosen: Bis zur 49. Minute hatte Frankreich 310 Pässe gespielt, Paraguay lediglich 49. Frankreich ist damit zum vierten Mal in Folge in ein WM-Viertelfinale eingezogen und peilt den dritten Titel nach 1998 und 2018 an. „Weltmeister von 2018“ werden sie im Tickertitel genannt.
Bei Mbappé und seinen Teamkollegen überwog nach dem Schlusspfiff die Erleichterung über den Arbeitssieg gegen einen unbequemen Gegner. „Jeder kämpft mit seinen Waffen. Wir haben es auch so gemacht wie sie“, sagte der Kapitän und ergänzte: „Wenn wir uns die Hände schmutzig machen müssen, machen wir uns die Hände schmutzig.“ Auch Trainer Deschamps lobte die Einstellung seiner Mannschaft: „Sie haben mit allen Möglichkeiten gespielt, die sie hatten. Das war vielleicht nicht der Fußball, den wir alle sehen wollten. Das war aber ein guter Schritt für uns.“
Fragen & Antworten
Wer hat das einzige Tor zwischen Frankreich und Paraguay erzielt?
Kylian Mbappé verwandelte in der 70. Minute einen Foulelfmeter, den Schiedsrichter Ilgiz Tantashev nach einem VAR-Hinweis wegen eines Fouls von Diego Gómez an Désiré Doué gegeben hatte.
Wie hat sich Paraguay für das Achtelfinale gegen Frankreich qualifiziert?
Paraguay hatte im Sechzehntelfinale überraschend die deutsche Mannschaft im Elfmeterschießen mit 4:3 besiegt und war damit erstmals seit der WM 2010 wieder in ein K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft eingezogen.
Wer ist der nächste Gegner Frankreichs im WM-Turnier?
Frankreich trifft am Donnerstag um 22 Uhr in Boston im Viertelfinale auf Marokko, den afrikanischen Champion, der Kanada im Achtelfinale mit 3:0 besiegte.