Der Bauunternehmer Florentino Pérez hat die Präsidentenwahl von Real Madrid gewonnen und tritt eine neue Amtszeit bis 2030 an, nachdem er sich klar gegen den 37-jährigen Herausforderer Enrique Riquelme durchgesetzt hatte.

Die Wahl am Sitz des Vereins, dem Trainingszentrum Ciudad Real Madrid im Stadtteil Valdebebas, war die erste Präsidentenwahl beim spanischen Rekordmeister seit rund 20 Jahren. Rund 70.000 stimmberechtigte Clubmitglieder waren aufgerufen, über die Führung des Vereins zu entscheiden. Pérez erhielt nach Angaben des Senders Deutschlandfunk, der am 08.06.2026 berichtete, klar die meisten Stimmen. Sein Gegenkandidat Riquelme erkannte seine Niederlage noch vor der offiziellen Verkündung des Ergebnisses vor Journalisten an.

Riquelme, der den Wahlkampf als Generationenduell inszeniert hatte, warb mit spektakulären Transferplänen, darunter die Verpflichtung des norwegischen Stürmers Erling Haaland, und forderte eine stärkere Beteiligung der Mitglieder. Um überhaupt als Kandidat antreten zu können, musste er eine Bürgschaft in Höhe von rund 187 Millionen Euro hinterlegen, was laut Berichten etwa 15 Prozent des Gesamtbudgets von Real Madrid von knapp 1,2 Milliarden Euro entspricht.