Der Weltfußballverband FIFA hat von beteiligten Verbänden und Spielern Stellungnahmen zu Vorfällen rund um das Finale der Weltmeisterschaft in Spanien verlangt, darunter zu einem Banner argentinischer Spieler mit politischer Botschaft zum Falkland-Konflikt.

Nach dem 2:1-Sieg Argentiniens im Halbfinale gegen England hatten argentinische Spieler auf dem Platz ein Banner mit der Aufschrift "Las Malvinas son Argentinas" ("Die Falkland-Inseln sind argentinisch") gezeigt. Die FIFA bestätigte nun, dass sie in diesem Zusammenhang sowie zu weiteren Vorfällen im Turnierverlauf formelle Erklärungen eingefordert hat. Die Vorgänge ereigneten sich im Kontext der Begegnung zwischen Argentinien und England, einem Spiel mit langer sportpolitischer Vorgeschichte.

Wie aus Kreisen des Verbandes verlautete, richtet sich die Anforderung von Stellungnahmen nicht allein an den argentinischen Verband, sondern auch an einzelne Spieler. Genannt werden in den zugrundeliegenden Berichten unter anderen Thiago Almada, Nahuel Molina und Eric Garcia sowie der Mittelfeldspieler Gavi. Die FIFA prüft nach eigenen Angaben, ob durch das Zeigen des Banners gegen geltende Regularien zu politischen und diskriminierenden Äußerungen verstoßen wurde. Eine Frist für die Einreichung der Stellungnahmen wurde zunächst nicht öffentlich gemacht.