Der englische Fußballverband hat die Zwei-Spiele-Sperre des FIFA-Disziplinarwesens gegen Jarell Quansah nach dessen Platzverweis im Achtelfinale gegen Mexiko (3:2) ohne Erfolg angefochten, sodass der 23-jährige Verteidiger von Bayer Leverkusen das WM-Viertelfinale Englands gegen Norwegen am Samstag (23:00 Uhr Ortszeit, live im Fernsehen) in Miami verpassen wird.
Berufung ohne Erfolg
Die Nachricht traf die englische Mannschaft mitten in der Turnierplanung. Wie der englische Verband am Montag offiziell mitteilte, werden derzeit alle rechtlichen Möglichkeiten geprüft: „Wir prüfen derzeit unsere Optionen hinsichtlich einer möglichen Berufung nach der Roten Karte für Jarell Quansah gestern Abend in Mexiko-Stadt." Die FIFA wies die Berufung jedoch zurück. Damit steht fest, dass Quansah sowohl im Viertelfinale gegen Norwegen als auch in einem möglichen Halbfinale nicht zur Verfügung steht. Erst in einem möglichen WM-Endspiel wäre er wieder spielberechtigt, wie Bayer Leverkusens Jarell Quansah wäre erst in einem möglichen WM-Endspiel der englischen Fußball-Nationalmannschaft wieder spielberechtigt.
Hintergrund: Platzverweis nach VAR-Eingriff
Der Platzverweis gegen den Innenverteidiger war im Achtelfinalduell gegen Mexiko in Mexiko-Stadt erfolgt. Quansah hatte gegen Mexiko wegen groben Foulspiels einen Platzverweis kassiert – allerdings erst nach Eingriff des Videoschiedsrichters. Er hatte Jesús Gallardo mit offener Sohle am Bein getroffen und war daraufhin vom Platz gestellt worden. Die FIFA wertete das Foul als so schwerwiegend, dass eine Sperre von zwei Partien ausgesprochen wurde.
