Nach einem Bericht der britischen Zeitung Times hat der Vorsitzende des FIFA-Disziplinarkomitees, Mohammad al-Kamali aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Aussetzung einer Sperre gegen Stürmer Folarin Balogun offenbar im Alleingang verfügt, was weltweit Kritik ausgelöst hat.

Hintergrund: Rote Karte und ausgesetzte Sperre

Der Fall beschäftigt die FIFA seit der Weltmeisterschaft. Stürmer Folarin Balogun war im Turnier nach einer harten Aktion im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen worden. Nach den üblichen Disziplinarregeln hätte er für die folgende K.-o.-Runde gesperrt werden müssen.

Kurz vor dem Achtelfinale gegen Belgien suspendierte die FIFA diese Sperre jedoch überraschend zur Bewährung. Damit konnte Balogun im Achtelfinale eingesetzt werden. Wie die Times berichtet, soll diese Entscheidung nicht im kollegialen Verfahren, sondern durch den Vorsitzenden des Disziplinarkomitees, Mohammad al-Kamali, allein getroffen worden sein.