Austria Wien gewinnt Hinspiel in Jurmala gegen FK Liepāja mit 2:0
Wien, 24. Juli 2026
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Kurzfassung
Austria Wien hat das Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA Conference League beim FK Liepāja mit 2:0 gewonnen. Florian Wustinger und Moritz Wels erzielten die Tore für die Mannschaft von Trainer Stephan Helm.
Austria Wien hat am Donnerstag das Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA Conference League beim FK Liepāja in Jurmala (Lettland) mit 2:0 (1:0) gewonnen und sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 30. Juli in Wien erarbeitet.
Tore und Spielverlauf
Die Tore im Zweitrunden-Hinspiel in Jurmala erzielten Florian Wustinger in der 31. Minute und Moritz Wels in der 55. Minute. Damit legten die Violetten mit einem 2:0-Sieg beim FK Liepaja in Lettland den Grundstein zum Aufstieg in die 3. Qualifikationsrunde der Fußball-Conference-League. Für Wustinger war es der erste Treffer in der ersten Mannschaft der Austria.
Trainer Stephan Helm zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden, sah aber auch noch Luft nach oben: „Trotzdem gibt es positive Aspekte, die wir mitnehmen können. Es war eine solide, konzentrierte Leistung. Ich denke, dass das Spiel allgemein für uns ein Schritt in die richtige Richtung war.“ Über das Spiel verteilt habe sein Team allerdings „einen Ticken zu viel zugelassen“ und umgekehrt „auch noch ein drittes oder viertes Tor machen können“.
Stimmen nach dem Spiel
Kapitän Manfred Fischer verwies auf die noch nicht konstante Leistung über die vollen 90 Minuten: „Aber gegen diese Mannschaften ist es einfach wichtig, dass du dein Spiel 90 Minuten durchziehst. Wir haben es nicht so schlecht gemacht, aber wo wir lernen müssen, sind die letzten zehn Minuten.“ Die Mannschaft sei zudem „ein bisschen überrascht worden vom Gegner, wie sie uns Mann auf Mann angelaufen sind. In der ersten Halbzeit haben wir nicht wirklich die Lösungen gefunden.“
Das Spiel musste FK Liepāja kurzfristig vom eigenen Stadion ins Slokas Stadiona nach Jurmala verlegen, weil der heimische Rasen nach einem Rockkonzert nicht bespielbar war. Jurmala liegt rund 200 Kilometer von Liepāja entfernt. Vor Ort waren etwa 1.000 Zuschauer, darunter rund 200 mitgereiste Austria-Fans. Die Partie wurde vom isländischen Schiedsrichter Jonasson geleitet.
Spielort und Rahmenbedingungen
In der Anfangsphase taten sich die Wiener gegen das dichte Manndeckungs-System der Letten schwer. Die erste nennenswerte Chance hatte Johannes Eggestein in der 43. Minute, die er jedoch vergab. Kurz darauf ging Wustinger nach einer Drehbewegung erfolgreich ab und schloss den Ball unter die Latte – die verdiente Führung zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel brachte Helm mit Wels für Saljic und Dragovic für Lee Kang-hee zwei frische Kräfte. Wels war es, der in der 55. Minute nach einer Flanke von Vasilije Markovic und einer Kopfballverlängerung von Eggestein den Ball im linken unteren Eck versenkte. In der 74. Minute verhinderte ausgerechnet Wels auf der eigenen Torlinie einen Schuss von Schablas, ehe Ede Oloko auf der Gegenseite in der 78. Minute eine gefährliche Möglichkeit für Liepāja hatte.
In der Schlussphase brachte Helm mit Hettwer (60.), Maybach (72.) und Toifl (83.) weitere frische Akteure. Toifl feierte damit sein Pflichtspiel-Debüt für die Austria und klärte in der 89. Minute noch einen Ball auf der Linie. Verwarnt wurden auf Wiener Seite Saljic, bei den Letten Haidara und Isajevs.
Neuzugänge und Aufstellung
In der Dreierabwehrkette setzte Helm mit den Neuzugängen Ibrahim Buhari und Jonas Feddersen auf zwei neue Gesichter. Beide waren bereits im letzten Testspiel gegen Paksi (4:1) aus Ungarn eingesetzt worden. Lee Tae-seok, der erst diese Woche nach der Weltmeisterschaft zur Mannschaft gestoßen war, kam im Baltikum nicht zum Einsatz.
Wustinger ist ein 23-jähriger Eigenbau-Spieler der Austria, der nach drei Kreuzbandverletzungen im April nach eineinhalb Jahren Verletzungspause sein Comeback gegeben hatte. Sein Treffer in Jurmala war sein erstes Tor für die Profimannschaft – ein persönlicher Meilenstein, der sportlich und emotional gleichermaßen wog.
Liepāja hatte die Saison in der lettischen Jahresrangliste auf dem fünften Platz abgeschlossen und war als Außenseiter in die Partie gegangen. Die Mannschaft von Trainer Helm kontrollierte über weite Strecken Ball und Spiel, ließ aber in den letzten zehn Minuten einige Chancen zu, die Fischer explizit als Lernfeld benannte.
Ausblick: Cup und Rückspiel
Bereits am Sonntag wartet auf die Austria der Cup-Auftakt beim Wiener Sport-Club, ehe am Donnerstag, 30. Juli, um 20:30 Uhr das Rückspiel in der Generali Arena in Wien-Favoriten ansteht. Bei einem Weiterkommen würde in der dritten Qualifikationsrunde der Sieger aus dem Duell AEK Larnaka gegen Beitar Jerusalem warten.
Mit dem 2:0 hat die Austria die Pflicht erfüllt, wie es in der österreichischen Sportpresse heißt: „2:0 im Hinspiel: Austria Wien erfüllte auswärts gegen Liepaja die Pflicht“. Dennoch warnten sowohl Helm als auch Fischer davor, die Aufgabe als erledigt zu betrachten – die Auswärtstorregel und die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigten, dass ein 2:0-Vorsprung noch keine Garantie sei.
Statistisch auffällig: Die Austria brachte es über die gesamte Spielzeit auf eine Reihe klarer Chancen, nutzte aber nur zwei davon. Die Defensive um Buhari, Feddersen und den eingewechselten Dragovic stand über weite Strecken sicher, ließ aber in der Schlussphase einige Standardsituationen zu, die das Ergebnis noch einmal in Gefahr brachten.
Für die Austria geht es nun Schlag auf Schlag weiter: Nach dem Cup-Spiel am Sonntag und dem Rückspiel am Donnerstag könnte bereits in der kommenden Woche die nächste internationale Reise anstehen – vorausgesetzt, die Violetten ziehen in die dritte Qualifikationsrunde ein. Dann würde das Team von Helm auf einen deutlich namhafteren Gegner aus dem zyprischen oder israelischen Fußball treffen.
Insgesamt hinterließ die Austria in Jurmala einen soliden, wenn auch nicht überragenden Eindruck. Die Mischung aus erfahrenen Kräften wie Dragovic und jungen Spielern wie Wustinger und Toifl deutet darauf hin, dass Helm in dieser Qualifikationsphase bewusst auf Breite im Kader setzt. Das Rückspiel in Favoriten wird zeigen, ob die Wiener den Grundstein aus Jurmala in einen tatsächlichen Aufstieg ummünzen können.
Fragen & Antworten
Wer hat die Tore für Austria Wien gegen FK Liepāja geschossen?
Florian Wustinger erzielte in der 31. Minute die Führung, Moritz Wels erhöhte in der 55. Minute nach Vorarbeit von Vasilije Markovic und Johannes Eggestein auf 2:0.
Warum wurde das Spiel in Jurmala statt in Liepāja ausgetragen?
FK Liepāja musste die Partie ins Slokas Stadiona nach Jurmala verlegen, weil der heimische Rasen nach einem Rockkonzert nicht bespielbar war; Jurmala liegt rund 200 Kilometer von Liepāja entfernt.
Wie geht es für Austria Wien nach dem Hinspiel weiter?
Am Sonntag steht das Cup-Auftaktspiel beim Wiener Sport-Club an, am Donnerstag, 30. Juli um 20:30 Uhr folgt das Rückspiel in der Generali Arena in Wien-Favoriten; bei einem Weiterkommen wartet der Sieger aus AEK Larnaka gegen Beitar Jerusalem.
Austria Wien: 2:0-Sieg in Liepāja – Wustinger trifft | sportnachrichten