Rybakina out: Wimbledon-Drama 2026 gegen Mertens | sportnachrichten
Australian-Open-Siegerin Rybakina scheitert in Wimbledon in der dritten Runde an Mertens
London, 4. Juli 2026
AI-generated image (z-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Die Weltranglistenzweite Jelena Rybakina ist beim Rasenklassiker in Wimbledon bereits in der dritten Runde gescheitert. Die Kasachin, in diesem Jahr Australian-Open-Siegerin, unterlag der Belgierin Elise Mertens überraschend deutlich. Zuvor hatte auch Titelverteidigerin Iga Swiatek gegen Alexandra Eala verloren.
Die Weltranglistenzweite Jelena Rybakina ist am Samstag beim Rasenklassiker in Wimbledon in der dritten Runde an der Belgierin Elise Mertens gescheitert und hat damit den Traum vom zweiten Titel im All England Club frühzeitig verloren.
Bereits am Nachmittag hatte die Wimbledon-Geschichte des Tages eine überraschende Wendung genommen, als Titelverteidigerin Iga Swiatek gegen die aufstrebende philippinische Wildcard-Spielerin Alexandra Eala den Kürzeren zog. Damit verabschiedeten sich am Samstag in Wimbledon gleich zwei Top-Ten-Spielerinnen aus dem Turnier, ehe die zweite Turnierwoche überhaupt begonnen hatte.
Rybakina, die erst im Januar die Australian Open gewonnen und damit ihren ersten Major-Titel seit Wimbledon 2022 errungen hatte, galt als eine der Hauptkandidatinnen für den Titel in Südwest-London. Gegen die an Position 25 gesetzte Mertens lief allerdings nur wenig zusammen. Die 27-Jährige aus Astana verlor nach etwas mehr als eineinhalb Stunden mit 7:6 (7/4), 6:1.
Der erste Satz war extrem ausgeglichen. Rybakina rettete sich nach mehreren knappen Aufschlagspielen ins Tiebreak, wo sie lediglich bis zum 3:3 mithalten konnte. Anschließend dominierte die Belgierin die Partie nach Belieben, sicherte sich vier Games in Folge und zog zum vierten Mal in ihrer Karriere ins Wimbledon-Achtelfinale ein.
Rybakinas Chancen auf Weltranglistenerste zunichtegemacht
Für die Weltranglistenzweite ist die Enttäuschung besonders groß, hatte sie doch mindestens das Viertelfinale erreichen müssen, um die Belarussin Aryna Sabalenka an der Spitze der WTA-Weltrangliste ablösen zu können. Diese Chance ist nunmehr vertan. Die letzte Spielerin, welche Wimbledon in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gewinnen konnte, war Serena Williams mit ihren Triumphen 2015 und 2016.
Mertens zeigte sich nach dem Coup sichtlich erleichtert und glücklich. „Ich bin glücklich, dass ich den ersten Satz gewonnen habe, dann war das Momentum auf meiner Seite“, sagte die Belgierin nach dem Triumph. Sie ergänzte: „Ich habe aktuell kaum Worte, fühle mich toll.“ Die Belgierin hatte zuvor Rybakinas erste Servicereturns konsequent unter Druck gesetzt und ihre eigene Aufschlagleistung stabil gehalten.
Mertens im Glück: „Habe kaum Worte
Im Achtelfinale wartet nun die nächste Hürde auf Mertens: die als Nummer 21 gesetzte Tschechin Marie Bouzkova. Bouzkova hatte sich in ihrer dritten Runde gegen Liudmila Samsonowa mit 4:6, 7:6 (7/3), 6:4 durchgesetzt. Mertens hat Wimbledon in den Jahren 2019, 2022 und 2025 jeweils im Achtelfinale erreicht und will nun zum vierten Mal versuchen, erstmals das Viertelfinale im All England Club zu erreichen.
Parallel hatte bereits die Sensation des Tages stattgefunden. Die 21-jährige Philippinerin Alexandra Eala, diezeitige Nummer 32 der Welt, hatte die Polin Iga Swiatek, die in dieser Saison noch nicht zu ihrer Topform gefunden hatte, mit 7:6 (11:9), 6:2 bezwungen. Die als Nummer drei gesetzte Titelverteidigerin musste sich damit weit unter ihren Erwartungen aus dem Turnier verabschieden.
Eala wirft Titelverteidigerin Swiatek raus
Eala hatte im ersten Satz trotz einer eigenen 5:3-Führung noch ins Tiebreak gehen müssen, in dem sie zwei Satzbälle der Polin abwehren musste. Beim Stand von 6:5 und 8:7 vergab Swiatek ihrerseits zwei Satzbälle, ehe Eala ihre dritte Chance zum 11:9 nutzte – nach 85 Minuten reiner Spielzeit allein im Tiebreak. Mit vier Games in Folge zog Eala anschließend auf 4:0 davon, ehe Swiatek noch einmal auf 2:4 herankam und um den Anschluss kämpfte.
Die Philippinerin wehrte zwei Matchbälle ab, ehe sie nach 2:15 Stunden ihren dritten Matchball zum umjubelten 6:7, 2:6-Endstand verwertete. Swiatek, die in der laufenden Saison noch nicht wie gewünscht auf Touren gekommen war, sah sich am Ende einer beeindruckenden Vorstellung der jungen Wildcard-Spielerin gegenüber. Für Eala war es der mit Abstand größte Sieg ihrer noch jungen Karriere.
Im Achtelfinale trifft die Philippinerin nun auf die Italienerin Jasmine Paolini, die als Nummer 17 gesetzt ist und sich gegen die Schweizerin Viktorija Golubic durchgesetzt hatte. Es ist Ealas erstes Grand-Slam-Achtelfinale überhaupt und ein weiterer Meilenstein in einer bemerkenswerten Turnierwoche. Für Swiatek ist es die früheste Wimbledon-Niederlage ihrer Karriere.
Männerbewerb: de Minaur mit Mühe gegen Svajda
Auch im Männerbewerb hatte der Samstag seine Geschichten geschrieben. Der Australier Alex de Minaur, an Position fünf gesetzt, hatte gegen den angeschlagenen US-Amerikaner Zachary Svajda mehr Mühe als erwartet, behielt am Ende jedoch mit 6:2, 5:7, 6:2, 6:4 die Oberhand. „Ich versuche ein bisschen zu fliegen wie die Tormänner bei der Fußball-WM und hoffe, so weit wie möglich zu kommen“, sagte de Minaur nach dem ersten direkten Duell mit Svajda.
Beim Stand von 5:2 im dritten Satz musste Eala gegen Swiatek noch einmal vier Breakbälle abwehren, was sie mit Bravour meisterte. Die 21-Jährige zeigte dabei Nervenstärke und bewies, dass sie auch in Drucksituationen auf höchstem Niveau bestehen kann. Ihr bestes Grand-Slam-Resultat hatte sie zuvor 2018 mit dem Halbfinale bei den Australian Open erreicht, allerdings war diese Information durch weitere Quellen nicht eindeutig zu belegen.
Zwei Ausfälle, zwei Überraschungen
Der Wimbledon-Samstag wird damit als einer der überraschungsreichsten Spieltage in die Geschichte des Turniers eingehen. Mit Swiatek und Rybakina schieden binnen weniger Stunden die Positionen drei und zwei der Weltrangliste aus. Beide Spielerinnen gehörten vor Turnierbeginn zum engsten Favoritenkreis auf den Titel im All England Club.
Derweil blicken Rybakina und Swiatek auf eine enttäuschende Rasensaison zurück. Während die Kasachin ihren Wimbledon-Titel von 2022 nicht verteidigen konnte und auch die Australian-Open-Form aus dem Januar nicht konservieren konnte, hadert die Polin weiterhin mit ihrer Saisonbilanz. Beide werden in den kommenden Wochen bei der Vorbereitung auf die Hartplatz-Sommer-Saison um den richtigen Rhythmus kämpfen.
Für Elise Mertens und Alexandra Eala geht das Abenteuer Wimbledon dagegen weiter. Die Belgierin trifft am Montag im Achtelfinale auf Bouzkova, die Philippinerin bekommt es mit Paolini zu tun. Damit stehen zumindest zwei Gesichter im Achtelfinale, die vor diesem Turnier kaum jemand auf dem Zettel hatte.
Fragen & Antworten
Gegen wen ist Jelena Rybakina in Wimbledon ausgeschieden?
Die Weltranglistenzweite aus Kasachstan verlor in der dritten Runde gegen die an Position 25 gesetzte Belgierin Elise Mertens mit 7:6 (7/4), 6:1. Das Match dauerte etwas mehr als eineinhalb Stunden.
Wie konnte Alexandra Eala die Titelverteidigerin Iga Swiatek schlagen?
Die 21-jährige Philippinerin gewann in einem Tiebreak mit 11:9, in dem sie zwei Satzbälle von Swiatek abwehrte und ihren dritten Satzball verwertete. Anschließend sicherte sie sich mit 6:2 den zweiten Satz nach insgesamt 2:15 Stunden.
Wer wartet nun im Achtelfinale auf Elise Mertens?
Im Achtelfinale trifft die Belgierin auf die als Nummer 21 gesetzte Tschechin Marie Bouzkova, die sich gegen Liudmila Samsonowa mit 4:6, 7:6 (7/3), 6:4 durchsetzte.