Argentinische Nationalspieler haben nach ihrem 2:1-Sieg im WM-Halbfinale gegen England in Atlanta mit einem politischen Banner zur umstrittenen Falkland-Frage für Aufsehen gesorgt, das nun ein FIFA-Verfahren nach sich ziehen könnte.

Das Halbfinale zwischen Argentinien und England fand in Atlanta statt und endete mit einem 2:1-Erfolg für die argentinische Mannschaft. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff entrollten die argentinischen Spieler Lisandro Martinez und Giovani Lo Celso im Stadion ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“ – auf Deutsch: „Die Malwinen sind argentinisch“. Damit bezogen sie öffentlich Stellung in dem jahrzehntelangen Territorialstreit zwischen Argentinien und Großbritannien.

Die Aktion steht im klaren Widerspruch zu den FIFA-Regularien, die politische und religiöse Botschaften während des Turniers untersagen. Wie das ZDF berichtete, „widerspricht das dem FIFA-Reglement und dürfte ein Nachspiel haben“. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatte der Weltfußballverband noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben, doch wird mit disziplinarischen Konsequenzen gerechnet.