Argentiniens Fußballmannschaft hat ihren Halbfinalsieg gegen England bei der WM in Atlanta mit einem politischen Banner zum Falkland-Krieg gefeiert, was eine FIFA-Sanktion nach sich ziehen könnte.
Argentinien hat am Dienstag in Atlanta das WM-Halbfinale gegen England mit 2:1 gewonnen und steht damit im Endspiel. Nach dem Schlusspfiff feierten die Spieler auf dem Rasen nicht nur den sportlichen Erfolg, sondern auch mit einer politischen Botschaft: Mehrere Akteure hielten ein weißes Transparent mit der Aufschrift „Las Malvinas Son Argentinas“ in die Kameras. Unter den Bannerträgern waren den Berichten zufolge Torschütze Lisandro Martínez, Verteidiger Cristian Romero und Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso.
Die Aktion richtete sich unmittelbar auf den Falkland-Krieg von 1982, in dem Argentinien und das Vereinigte Königreich mehr als 70 Tage lang um die südatlantische Inselgruppe kämpften. Großbritannien hatte den Archipel nach eigener Darstellung 1833 unter seine Kontrolle gebracht; Argentinien sieht darin einen unrechtmäßigen kolonialen Akt und beruft sich auf eine spanische Erbschaft seit der Unabhängigkeit 1816. Die Inselbewohner hatten sich laut den vorliegenden Berichten zuvor in großer Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen.
