Frankreichs Nationaltrainer Zinédine Zidane hat am Ort seines größten Karriereerfolgs, dem Schauplatz des WM-Finals von 1998, mit einem Unentschieden gegen Italien seinen ersten Punktverlust als Trainer der Équipe Tricolore hinnehmen müssen.

Ein Ort voller Erinnerungen

Der Nationaltrainer der Franzosen erlebte im Stade de France, wo er vor fast drei Jahrzehnten mit zwei Toren im Endspiel gegen Brasilien zur Nationalfigur aufgestiegen war, eine Premiere der leiseren Art: Zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt verließ Zidane die Seitenlinie nicht als Sieger. Das Spiel endete unentschieden, womit die bis dahin makellose Bilanz des neuen Nationalcoachs einen Dämpfer erhielt.

Die Partie gegen Italien, einen der klassischen Rivalen Frankreichs, hatte bereits vor dem Anpfiff eine besondere symbolische Aufladung. Beide Mannschaften gehören zu den Schwergewichten des europäischen Fußballs, und die Begegnung wurde international mit großem Interesse verfolgt. Dass ausgerechnet am Schauplatz von Zidanes Sternstunde der erste Punktverlust seiner Amtszeit erfolgte, verleiht dem Ergebnis zusätzliches Gewicht.