Aachen, 12 August 2026
Der 27-jährige Raphael Netz hat mit einer persönlichen Bestleistung auf seinem Pferd Denoix die deutsche Dressur-Equipe bei den Weltmeisterschaften in Aachen in Führung gebracht.
Was ist neu seit dem 11. August
Update vom 12. August 2026: WM-Debütant Raphael Netz hat das deutsche Dressur-Team bei den Weltmeisterschaften in Aachen mit einer starken Vorstellung auf den ersten Platz im Mannschaftswettbewerb gebracht. Mit 27 Jahren lieferte der Reiter auf Denoix seine bisher beste Dressurprüfung ab und legte damit den Grundstein für die Führung der deutschen Equipe nach dem ersten Umlauf.
Auch Katharina Hemmer zeigte sich nach ihrer Vorstellung überzeugt. Die Reiterin sprach im Anschluss von einer persönlichen Bestleistung und zeigte sich erleichtert ob des geglückten Auftritts. Auf der Website der Reitsportanlage von Raphael Netz und Selina Söder ist die Philosophie der beiden beschrieben: „Hier möchten wir Pferden und Reiter:innen die besten Voraussetzungen bieten – von einer artgerechten Haltung bis hin zur Ausbildung auf höchstem Niveau. Uns ist wichtig, dass Leistung immer mit Freude und einem respektvollen Miteinander einhergeht.
Schwerer Verlust im Vorfeld
Im Hintergrund des deutschen Teams hatte es zuvor einen schweren Schlag gegeben: Jessica von Bredow-Werndl, eine der prägenden Reiterinnen der deutschen Dressurgeschichte, musste im Januar den Verlust ihres Pferdes Diallo hinnehmen, das als designierter Nachfolger der erfolgsverwöhnten Stute Dalera galt. Diallo war überraschend an einem Hirninfarkt gestorben. Damit steht in Aachen eine neu formierte Equipe, in der neben Netz auch Routiniers wie Isabell Werth und Frederic Wandres Verantwortung tragen.
Vervollständigt wird das Aufgebot von Reiterinnen und Reitern, die bereits bei internationalen Championaten Erfahrung gesammelt haben. Nach dem ersten Umlauf führt die deutsche Mannschaft und geht mit vielversprechenden Voraussetzungen in die abschließenden Prüfungen. Sollte der Vorsprung gehalten werden, wäre es ein weiterer großer Mannschaftserfolg im Dressurlager, das zuletzt bei Europameisterschaften mit Gold dekoriert worden war.
Der weitere Turnierverlauf
Für Netz, der als Debütant an einer Weltmeisterschaft teilnimmt, ist der Auftritt in Aachen der bisherige Höhepunkt seiner Karriere. Der 27-Jährige gehört zu den jüngeren Athleten im deutschen Kader und hat in der laufenden Saison konstant starke Leistungen gezeigt. Seine Vertrautheit mit dem Pferd Denoix war in den vergangenen Monaten immer wieder hervorgehoben worden.
Mit Blick auf den weiteren Turnierverlauf bleibt abzuwarten, ob Deutschland die Führung verteidigen kann. Die Konkurrenz, allen voran die Niederlande, Dänemark und Großbritannien, dürfte in den kommenden Runden alles daransetzen, den Rückstand aufzuholen. Für die deutsche Equipe geht es nun darum, die gezeigte Form zu bestätigen und Nervenstärke zu beweisen.
Für die heimische Dressurszene steht fest, dass der Generationswechsel bereits sichtbar stattgefunden hat. Reiter wie Netz rücken in die erste Reihe und tragen Verantwortung in entscheidenden Mannschaftsprüfungen. Die Mischung aus erfahrenen Kräften und neuen Gesichtern verleiht dem Team dabei eine besondere Spannung.
Mit den Leistungen des ersten Um Laufs hat die deutsche Mannschaft die Grundlage für eine erfolgreiche Titelvergabe gelegt. Trainer und Betreuer sprachen von einem sehr harmonischen Teamgefüge, das sich auch in den Ergebnissen widerspiegle. Sollte dieser Trend anhalten, könnte die Equipe nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre erneut ganz oben auf dem Treppchen stehen.
