Wenige Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt haben rund 14.000 Inhaber von Dauerkarten im Aztekenstadion einen jahrelangen Rechtsstreit mit der FIFA und dem Stadionbetreiber Ollamani um ihren kostenlosen Eintritt zu fünf Spielen gewonnen.
Ein Vertrag aus den 1960er-Jahren
Die Inhaber von 600 Logen- und 8.000 Einzelplätzen aus den 1960er-Jahren pochten darauf, das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sowie vier weitere Partien im Aztekenstadion ohne Bezahlung besuchen zu dürfen. Wie mehrere übereinstimmende Medienberichte zeigen, setzten sie dieses Recht über die Vereinigung AMTPP (Asociación Mexicana de Titulares de Palcos y Plateas) juristisch durch.
Der Ursprung des Konflikts liegt Jahrzehnte zurück. Als das Stadion in den 1960er-Jahren gebaut wurde, war dem damaligen Betreiber das Geld ausgegangen. Er verkaufte deshalb 600 Logenplätze und 8.000 Einzelplätze an wohlhabende Fußballfans. Im Gegenzug erhielten diese Käufer das Recht, bis zum Jahr 2065 – also für 99 Jahre – sämtliche Veranstaltungen im Stadion kostenlos zu besuchen.
