NBA-Playoffs: San Antonio Spurs eliminieren Oklahoma City | sportnachrichten
Spurs werfen Titelverteidiger Thunder raus und stehen erstmals seit 2014 im NBA-Finale
Oklahoma City, 31. Mai 2026
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Kurzfassung
Die San Antonio Spurs haben den Titelverteidiger Oklahoma City Thunder in einem dramatischen siebten Spiel der Western Conference Finals mit 111:103 besiegt. Damit treffen sie in den NBA-Finals auf die New York Knicks, die seit elf Playoff-Spielen ungeschlagen sind.
Die San Antonio Spurs haben sich am Samstagabend (Ortszeit) in Oklahoma City mit einem 111:103-Sieg gegen den amtierenden Meister Oklahoma City Thunder in Spiel 7 der Western Conference Finals durchgesetzt und stehen erstmals seit 2014 wieder im NBA-Finale.
Vor ausverkauftem Haus im Paycom Center lieferten sich beide Teams eine hochklassige Partie, die erst im Schlussviertel endgültig zugunsten der Gäste aus Texas kippte. Zur Halbzeit führten die Spurs knapp mit 56:53, doch die Thunder um den zweifachen MVP Shai Gilgeous-Alexander blieben in Schlagdistanz.
Im entscheidenden vierten Viertel gelang den Spurs dann ein furioser Start. Sie trafen bei ihren ersten sechs Ballbesitzen und bauten früh einen zweistelligen Vorsprung aus, den sie bis zur Schlusssirene nicht mehr aus der Hand gaben. Oklahoma City fand offensiv keine Antwort mehr auf die konzentrierte Verteidigung der Spurs.
Wembanyama überwältigt: „Gefühl ist so mächtig“
Victor Wembanyama war mit 22 Punkten der erfolgreichste Werfer der Spurs. Der 2,24 Meter große Franzose zeigte sich nach der Partie überwältigt. „Ich kann dieses Gefühl gar nicht beschreiben, es ist so mächtig. Wir sind aber noch fertig, wir wollen vier Siege mehr“, sagte Wembanyama.
Auch Julian Champagnie erwischte einen Sahnetag und steuerte 20 Punkte bei, darunter sechs verwandelte Dreipunktwürfe. Auf Seiten der Thunder kam der Kanadier Shai Gilgeous-Alexander, der in der abgelaufenen Hauptrunde zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt worden war, auf 35 Punkte, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.
Der deutsche Nationalspieler Isaiah Hartenstein, der für Oklahoma City aufläuft, kam auf sieben Zähler. Er wurde zu Beginn des vierten Viertels wieder eingewechselt, konnte dem Spiel aber keine entscheidende Wende mehr geben.
Erster Finaleinzug seit 2014
Mit dem Sieg beenden die Spurs die Titelhoffnungen der Thunder, die im Vorjahr die Meisterschaft gewonnen hatten. Es ist das erste Mal seit den Golden State Warriors im Jahr 2018, dass ein amtierender Champion nicht mindestens das Finale erreicht hat. Die Warriors waren damals das letzte Team, das seinen Titel erfolgreich verteidigen konnte.
Für die Spurs ist es die erste Finalteilnahme seit ihrem letzten Titelgewinn 2014. Damals hatten sie die Miami Heat um LeBron James bezwungen. Nun wartet mit den New York Knicks ein alter Bekannter: Vor 27 Jahren, 1999, standen sich beide Teams bereits im Finale gegenüber, damals mit dem besseren Ende für San Antonio.
Die Knicks gehen mit der Empfehlung von elf Playoff-Siegen in Folge in die Finalserie. Auf ihrem Weg ins Endspiel schalteten sie nacheinander die Atlanta Hawks, die Philadelphia 76ers und die Cleveland Cavaliers aus, wobei sie die beiden letztgenannten Serien jeweils ohne Niederlage für sich entschieden.
Knicks mit weißer Weste in den Finals
New York wartet seit 1973 auf den ersten Titelgewinn. Die Spurs hingegen könnten nach zwölf Jahren Durststrecke wieder die Larry O'Brien Trophy in die Höhe stemmen. Die Finalserie beginnt am Mittwoch mit Spiel 1 in San Antonio, die Texaner haben damit vier Tage Zeit zur Vorbereitung.
Bereits vor dem Anpfiff stand fest, dass die NBA 2026 einen neuen Champion krönen wird. Seit 2019 hat jedes Jahr ein anderes Team den Titel gewonnen: Toronto Raptors, Los Angeles Lakers, Milwaukee Bucks, Golden State Warriors, Denver Nuggets, Boston Celtics und zuletzt Oklahoma City Thunder. Diese bemerkenswerte Serie setzt sich nun fort.
Die Playoff-Reise beider Teams
Die Spurs hatten in der ersten Runde der Western-Conference-Playoffs die Portland Trail Blazers mit 4:1 besiegt, bevor sie sich in einer hart umkämpften Serie mit 4:3 gegen die Thunder durchsetzten. Oklahoma City war zuvor mit einem Sweep gegen die Phoenix Suns ins Halbfinale eingezogen.
In der Eastern Conference boten die Playoffs ebenfalls einige Überraschungen. So warfen die Detroit Pistons die Orlando Magic mit 4:3 aus dem Rennen, und die Philadelphia 76ers eliminierten die Boston Celtics ebenfalls in sieben Spielen. Die Knicks setzten sich gegen Atlanta durch, und die Cavaliers bezwangen Toronto.
Die Spurs-Organisation, tief in der texanischen Basketball-Tradition verwurzelt, hat mit dem jungen Kern um Wembanyama eine neue Ära eingeläutet. Der 22-Jährige gilt als das Gesicht der Franchise und hat die hohen Erwartungen in seiner zweiten Saison eindrucksvoll erfüllt.
Die Knicks hingegen setzen auf ein ausgewogenes Kollektiv und eine eiserne Defensive, die in den bisherigen Playoff-Spielen kaum zu knacken war. Das Duell der beiden Traditionsfranchises verspricht eine hochspannende Finalserie zu werden.
Fragen & Antworten
Wer ist Victor Wembanyama?
Victor Wembanyama ist ein französischer Basketballspieler, der 2,24 Meter groß ist und für die San Antonio Spurs spielt. Er war im entscheidenden siebten Spiel mit 22 Punkten der beste Werfer seines Teams.
Warum ist das Ausscheiden der Oklahoma City Thunder historisch bedeutsam?
Die Thunder sind der erste amtierende Meister seit den Golden State Warriors 2018, der seinen Titel nicht verteidigen konnte. Seit 2019 gibt es in der NBA jedes Jahr einen neuen Champion.
Wann und wo beginnt die NBA-Finalserie 2026?
Die Finalserie zwischen den San Antonio Spurs und den New York Knicks beginnt am Mittwoch mit dem ersten Spiel in San Antonio. Die Spurs haben damit vier Tage Pause zur Vorbereitung.