Belgiens Fußball-Nationalmannschaft muss im WM-Viertelfinale gegen Spanien am Freitagabend (21.00 Uhr/ZDF, MagentaTV) auf Verteidiger Zeno Debast verzichten, weil sein Verein Sporting Lissabon den Einsatz des 22-Jährigen aus medizinischen Gründen untersagt.

Der portugiesische Erstligist Sporting Lissabon stellt sich damit quer und blockt den Einsatz seines Innenverteidigers im wohl wichtigsten Spiel der belgischen Turniermission. Zeno Debast, 26-facher Nationalspieler, steht nach Angaben seines Klubs aus medizinischer Sicht nicht zur Verfügung. Das teilte Sporting am Donnerstag mit; kurz darauf reagierte der belgische Fußballverband RBFA mit einem Statement, in dem er die Einschätzung des Vereins ausdrücklich zurückwies.

Hintergrund: Streit zwischen Spieler und Klub

Die Bewertung des Klubs weiche "von der des medizinischen Stabs der 'Red Devils' sowie der medizinischen und versicherungstechnischen Stellen der FIFA ab", hieß es in dem Verbandsstatement. Der RBFA beruft sich damit auf zwei Instanzen, die Sporting und den Spieler freigeben würden. Welche Art von Verletzung oder gesundheitlichem Risiko Sporting genau anführt, wurde aus den vorliegenden Informationen nicht im Detail bekannt.