Die deutschen Schwimmerinnen Isabel Gose und Maya Werner haben bei den Europameisterschaften in Paris über 1500 Meter Freistil die Silber- und die Bronzemedaille gewonnen.
Über 1500 Meter Freistil der Frauen haben bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris Isabel Gose und Maya Werner einen deutschen Doppelerfolg gefeiert. Gose schlug nach 15:49,28 Minuten an und musste sich nur der Italienerin Simona Quadarella geschlagen geben, die in 15:47,89 Minuten ihren Titel verteidigte. Werner kam in 15:54,27 Minuten auf den dritten Platz und komplettierte das starke Ergebnis des deutschen Teams.
Für Gose, die in Magdeburg trainiert, war es nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre ein weiterer Beleg für ihre Ausdauerstärke über die lange Freistildistanz. Die 1500 Meter gelten als eine der härtesten Strecken im Schwimmsport, auf der Ausdauer, gleichmäßiges Tempo und taktisches Rennverhalten entscheidend sind. Mit ihrer Silbermedaille baute die Deutsche ihre Sammlung bei internationalen Meisterschaften weiter aus.
Goses Stärke auf der Langstrecke
Werner, die ebenfalls aus dem Magdeburger Leistungszentrum stammt, sorgte mit Bronze für ihren ersten großen Einzel-Erfolg bei einer Europameisterschaft. Die Nachwuchsathletin hatte sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich gesteigert und gehörte bereits im Vorfeld zum erweiterten Medaillenkreis der deutschen Delegation. Ihr couragierter Auftritt in Paris unterstreicht die Breite des deutschen Frauen-Freistilteams.
Die Italienerin Simona Quadarella, Ex-Weltmeisterin und amtierende Europameisterin, bestätigte mit ihrem erneuten Titel ihre Dominanz auf der längsten Freistildistanz der Frauen. Sie kontrollierte das Rennen von Beginn an und ließ sich den Sieg auch auf den letzten Metern nicht mehr nehmen. Hinter dem Spitzenduo aus Deutschland komplettierten weitere europäische Schwimmerinnen das Feld der Finalistinnen.
Quadarella verteidigt ihren Titel
Für den Deutschen Schwimm-Verband ist die Silbermedaille von Gose die vierte Medaille bei diesen Europameisterschaften. Damit hat die deutsche Mannschaft das selbst gesteckte Ziel, in Paris sichtbar vertreten zu sein, frühzeitig erreicht. Die sportliche Leitung zeigte sich erleichtert über die konstante Leistungsfähigkeit der Athletinnen und Athleten.
Vierte Medaille für den deutschen Verband
Bereits zuvor hatte Lukas Märtens mit seinen Leistungen über die Mitteldistanzen für positive Schlagzeilen gesorgt. Auch Ex-Weltmeisterin Angelina Köhler, deren Name in den Wettkampfberichten auftaucht, gehört zum Kreis der Medaillengewinnerinnen dieser EM. Die Breite des deutschen Teams, von den etablierten Stars bis zu den aufstrebenden Talenten, ist eines der Markenzeichen dieser Titelkämpfe.
Mit Blick auf die Staffelwettbewerbe und die noch ausstehenden Einzelstrecken rechnet die deutsche Delegation weiterhin mit Chancen auf weitere Medaillen. Die Ergebnisse der vergangenen Tage haben gezeigt, dass die Vorbereitung unter den neuen Trainingsstrukturen in Magdeburg und an den Bundesstützpunkten Früchte trägt.
Blick auf die weiteren Wettbewerbe
Franziska van Almsick, deren Name ebenfalls in der Berichterstattung auftaucht, gilt als eine der prägenden Figuren des deutschen Freistilschwimmens und beobachtet die aktuelle Entwicklung mit Wohlwollen. Sie hatte einst selbst über die langen Freistilstrecken für Furore gesorgt und sieht in Gose und Werner legitime Nachfolgerinnen auf dieser Traditionsstrecke.
Der Endlauf über 1500 Meter Freistil der Frauen wurde am späten Abend im Pariser Becken ausgetragen und fand unter den Augen zahlreicher Zuschauer statt. Die Stimmung im Finale spiegelte den sportlichen Wert der Entscheidung wider, denn über 30 Bahnen zählt jeder Armzug.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der deutsche Frauen-Freistil bei diesen Europameisterschaften eine starke Visitenkarte abgegeben hat. Mit einer etablierten Spitzenschwimmerin wie Gose und einer aufstrebenden Athletin wie Werner verfügt der Verband über eine Generation, die den Anschluss an die internationale Spitze gefunden hat.
