Der frühere Schweizer Skirennfahrer Walter Tresch ist im Alter von 78 Jahren gestorben, wie am Donnerstag aus seinem Umfeld bekannt wurde.

Walter Tresch gehörte zu den populärsten Athleten einer ganzen Ära des alpinen Skirennsports. Der Eidgenoss war in den 1970er-Jahren vor allem für seine überraschenden Erfolge in den Speed-Disziplinen bekannt und zählte zeitweise zur erweiterten Weltspitze im Weltcup.

Der Husarenritt von Wengen

Seinen größten sportlichen Moment feierte Tresch am 20. Januar 1973 bei der traditionsreichen Lauberhorn-Abfahrt in Wengen. Damals fuhr er auf der längsten Abfahrt des Weltcups ein nahezu fehlerfreies Rennen und setzte die bis dahin unerreichte Bestzeit, obwohl viele Beobachter den Wettkampf bereits entschieden sahen.

Wie aus Berichten hervorgeht, hatten viele Journalisten die Strecke bereits verlassen und Bernhard Russi als Sieger abgespeichert, als Tresch mit Startnummer ins Ziel kam und die Konkurrenz überraschte. Sein Triumph gilt bis heute als eine der größten Überraschungen in der Geschichte des Lauberhorn-Rennens.