Der Schiriexperte Lutz Wagner hat die Rücknahme des Kopfballtores von Jonathan Tah im WM-Achtelfinale zwischen Deutschland und Paraguay durch den Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko als Fehlentscheidung kritisiert.

Hintergrund: Der VAR-Eingriff in der 102. Minute

Deutschland ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Achtelfinale gescheitert. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann unterlag Paraguay nach 120 Minuten und anschließendem Elfmeterschießen, wobei eine strittige Schiedsrichterentscheidung die Partie prägte. In der 102. Minute hatte Jonathan Tah nach einer Ecke von Nathaniel Brown per Kopfball zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung getroffen, doch der Treffer wurde nach einem Eingriff des Videoassistenten zurückgenommen.

Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko wurde von der Videoassistentin Tatiana Guzman aus Nicaragua an den Bildschirm gerufen, nachdem diese ein vermeintliches Foulspiel von Waldemar Anton gegen Paraguays Torhüter Orlando Gill erkannt haben wollte. Nach Sichtung der Bilder entschied Jayed auf Foul und annullierte den Treffer. Jayed ist seit 2019 FIFA-Schiedsrichter und seit 2015 in der marokkanischen Profiliga aktiv. Zudem leitete er unter anderem Spiele beim Afrika-Cup und pfiff die Partie zwischen Portugal und Usbekistan (5:0). Im laufenden Turnier war es sein zweiter Einsatz mit deutscher Beteiligung, nachdem er bereits den 7:1-Erfolg gegen Curaçao geleitet hatte.