Gelsenkirchen, 18 Juli 2026

Die Mitglieder des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 haben Aufsichtsratschef Axel Hefer am Samstag mit klarer Mehrheit in seinem Amt bestätigt, nachdem auf der Mitgliederversammlung emotional über die Zukunft des Clubs diskutiert worden war.

Hefer, der 2021 erstmals für den Aufsichtsrat kandidiert hatte, erhielt nach Angaben aus dem Verein eine deutliche Zustimmung. Die Versammlung verlief laut Teilnehmern überwiegend harmonisch, wurde jedoch von einer Debatte über die Besetzung des Fanvertreterpostens im Aufsichtsrat unterbrochen. Insgesamt habe es an Hefer deutlich mehr Lob als vereinzelte Kritik gegeben.

Finanzielle Zwänge unter der Eigenkapitalregel

Neben der Personalentscheidung standen auch die finanziellen Rahmenbedingungen des Clubs im Mittelpunkt. Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers verwies auf die Eigenkapitalregel des Bundesliga e.V., wonach Schalke sein negatives Eigenkapital von knapp 100 Millionen Euro um 10 Prozent pro Saison verringern müsse. Andernfalls drohten Punktabzüge. Rühl-Hamers bezeichnete diese Vorgabe als "den größten Wettbewerbsnachteil in der Schalker Geschichte" und erklärte: "Dazu sind Transfererlöse notwendig".