Berlin, 30. März 2026 – Die Bundesregierung hat die Abschaffung der Riester-Rente beschlossen und stattdessen ein neues Altersvorsorgedepot eingeführt, das ab 2027 schrittweise das bisherige System ersetzen soll.
## Hintergrund der Reform Die Riester-Rente, die seit 2002 Bestandteil der deutschen Altersvorsorge war, wird durch das Altersvorsorgedepot abgelöst. Ab 2027 können keine neuen Riester-Verträge mehr abgeschlossen werden, während bestehende Verträge bis auf Weiteres fortgeführt werden.
Laut Experten sollten sich vor allem Personen, die noch zehn bis 15 Jahre bis zum Renteneintritt haben, über einen Wechsel Gedanken machen. Ein wichtiger Faktor dabei sind die Konditionen und die Wertentwicklung des bestehenden Riester-Vertrags.
## Kosten und Rendite im Fokus Ein zentraler Kritikpunkt an der Riester-Rente waren die hohen Gebühren. "Das klingt nach wenig, kann aber im Laufe der Zeit eine große Summe bedeuten: Wer monatlich 200 Euro bei einer jährlichen Rendite von 6 Prozent spart, zahlt nach 40 Jahren fast 65.000 Euro nur für Gebühren", heißt es in einer Analyse.
Verbraucherschützer Niels Nauhauser warnt: "Als Faustformel lässt sich sagen, dass die staatliche Förderung im Schnitt etwa einen Prozentpunkt Renditevorteil pro Jahr bringen kann. Sind die Kosten zu hoch, fressen sie diesen Vorteil aber auf."
## Staatliche Förderung und Perspektiven Die staatliche Förderung bleibt ein zentrales Element der neuen Altersvorsorge. Allerdings wird das System transparenter und soll Gebühren reduzieren. Finanzexperten raten dazu, die eigenen Verträge genau zu prüfen, da die Umstellung ab 2027 schrittweise erfolgt.
Die Reform soll langfristig mehr Sicherheit und bessere Renditen für Sparer bringen. Ob dies gelingt, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Bis dahin bleibt die Riester-Rente für bestehende Verträge weiterhin gültig, während das Altersvorsorgedepot die Zukunft der privaten Altersvorsorge prägen wird.
## Reaktionen und nächste Schritte Die Entscheidung stößt auf gemischte Reaktionen. Während einige Verbraucherschützer die geplanten Kostensenkungen begrüßen, kritisieren andere die Umsetzung. "Altersvorsorgedepot: Kostendeckel gut gemeint und wieder schlecht gemacht", kommentiert etwa das Portal finanzen.net.
Bis zum Start des neuen Systems 2027 bleibt Zeit, die eigenen Vorsorgepläne anzupassen. Experten empfehlen, sich frühzeitig zu informieren und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.
