Leipzig, 22 Juni 2026
Der frühere Bayern-Profi Martín Demichelis übernimmt den Posten des Cheftrainers beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig und folgt damit auf Timo Werner.
Was ist neu seit der letzten Meldung
RB Leipzig hat einen neuen Cheftrainer. Wie der Klub am Montag bekanntgab, wird Martín Demichelis künftig die Geschicke der Sachsen-Mannschaft auf dem Platz leiten. In der offiziellen Mitteilung des Vereins wird der Wechsel als Millionenablöse bezeichnet – ein Indiz dafür, dass Leipzig eine Ablösesumme an den abgebenden Verein überweist, um Demichelis vorzeitig aus dessen laufendem Vertrag herauszuholen.
Demichelis ist den deutschen Fußballfans vor allem aus seiner Zeit beim FC Bayern München ein Begriff. Beim Rekordmeister hatte der Argentinier zwischen 2003 und 2009 in der Bundesliga gespielt und mehrere deutsche Meisterschaften gewonnen. Anschließend war er für andere europäische Klubs aktiv, ehe er in das Trainergeschäft einstieg. In Leipzig tritt er nun die Nachfolge von Timo Werner an, der das Amt zuletzt innehatte.
Hintergrund: Demichelis' Karriere
Der Wechsel kommt für die Bundesliga-Beobachter überraschend. RB Leipzig galt in den vergangenen Wochen als einer der Klubs, die noch auf der Suche nach einer langfristigen Trainerlösung waren. Mit der Verpflichtung von Demichelis scheint der Verein nun eine schnelle Lösung gefunden zu haben, zumindest was die sportliche Leitung der Profimannschaft betrifft. Wie lange der Vertrag läuft, ist in der bisherigen Mitteilung nicht beziffert.
Für den Klub ist es in doppelter Hinsicht eine bemerkenswerte Personalentscheidung. Einerseits kehrt mit Demichelis ein Spieler in den deutschen Profifußball zurück, der hier über Jahre hinweg das defensive Mittelfeld geprägt hat. Andererseits schließt sich mit ihm ein Trainer an, der in seiner aktiven Karriere auch international auf höchstem Niveau gespielt hat – unter anderem mit der argentinischen Nationalmannschaft.
Die Vorzeichen für den Einstand sind allerdings nicht ganz einfach. In der abgelaufenen Saison hatte Leipzig den angestrebten europäischen Wettbewerb nur knapp verpasst, weshalb die Erwartungshaltung an den neuen Trainer hoch ist. Sollte Demichelis den Klub zurück in einen internationalen Wettbewerb führen, wäre das ein deutliches Signal an die Konkurrenz.
Ausblick auf die neue Saison
In der argentinischen Heimat des neuen Coaches wird die Nachricht ebenfalls aufmerksam registriert. Demichelis gilt dort als einer der prominentesten Verteidiger seiner Generation. Dass ausgerechnet ein Argentinier in Leipzig den Posten des Cheftrainers übernimmt, weckt Erinnerungen an andere lateinamerikanische Spuren im deutschen Fußball – etwa an die Ära von Nélinho oder später an die Erfolge unter verschiedenen argentinischen Assistenztrainern.
Was die Verpflichtung für den bisherigen Amtsinhaber Timo Werner bedeutet, ist noch offen. Werner war erst vor kurzem in das Traineramt gerückt, nachdem er seine aktive Karriere beendet hatte. Ein endgültiger Abschied aus dem Verein steht laut Verein bislang nicht fest. Denkbar ist, dass Werner in eine andere Funktion innerhalb des Klubs wechselt.
Auch über die genaue Zusammensetzung des künftigen Trainerteams ist bislang wenig bekannt. In den kommenden Tagen wollen die Leipziger Verantwortlichen weitere Details zur sportlichen Ausrichtung sowie zum Kader der kommenden Saison vorstellen. Die Verpflichtung von Demichelis dürfte dabei als Auftakt einer umfassenden Kaderplanung verstanden werden.
