Pressestimmen zu Mexiko gegen England: Bellingham trotzt dem Azteken-Stadion – DFB-Elf erlebt historischen WM-Abend
Mexiko-Stadt, 06. Juli 2026
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Kurzfassung
England hat im Aztekenstadion durch ein 3:2 gegen Mexiko zum ersten Mal in der Geschichte ein WM-Spiel in Mexiko-Stadt gewonnen. Jude Bellingham traf zweimal innerhalb von 98 Sekunden, Harry Kane verwandelte einen Elfmeter – und England überstand sogar eine Rote Karte. Die internationale Presse feiert das Spiel als eines der denkwürdigsten Achtelfinale der WM-Geschichte.
Mit einem 3:2 (1:2)-Sieg über Mexiko im Aztekenstadion hat England erstmals in der Geschichte ein WM-Spiel in Mexiko-Stadt gewonnen und trifft im Viertelfinale am Samstag um 23:00 Uhr MESZ in Miami auf Norwegen mit Erling Haaland.
Historischer Sieg im Herzen Mexikos
Es war die Nacht, in der das Aztekenstadion seine Unbesiegbarkeit verlor. England gewann am Sonntagabend das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen den gastgebenden Co-Ausrichter Mexiko mit 3:2 (1:2) und zog erstmals in das Viertelfinale eines Turniers in Mexiko-Stadt ein. Die Treffer für die "Three Lions" erzielten Jude Bellingham (36., 38. Minute) und Harry Kane (60./Elfmeter); für Mexiko trafen Julián Quiñones (42.) und Raúl Jiménez (69./Elfmeter). 80.824 Zuschauerinnen und Zuschauer – fast ausschließlich mexikanische – sahen ein Spiel, das laut internationaler Presse in die WM-Geschichte eingeht.
Dabei hatte die Partie denkbar ungünstig für England begonnen. Der Anpfiff wurde durch ein Unwetter um eine Stunde verschoben. Auf dem Platz entwickelte sich eine Partie, die Thomas Tuchel, der Teamchef der englischen Nationalmannschaft, rückblickend als Endspiel empfand: "Das fühlte sich nicht wie ein Achtelfinale an, sondern wie ein Finale." Die englischen Spieler kämpften nicht nur gegen die Höhenlage des Stadions – das Aztekenstadion liegt auf etwa 2.440 Metern und gilt als das höchstgelegene WM-Stadion des Turniers –, sondern auch gegen eine hitzige Atmosphäre.
Bellinghams Doppelschlag und die Wende
Die Wende leitete Jude Bellingham ein. In der 36. und 38. Minute traf der 23-jährige Mittelfeldspieler und brachte England mit 2:0 in Führung – ein Doppelschlag innerhalb von nur 98 Sekunden. "Sí, se puede!" schallte es am Sonntagabend immer wieder durch die legendäre Arena, doch die englischen Profis hielten dem Druck stand. Mexiko kam durch Julián Quiñones in der 42. Minute auf 1:2 heran, nur vier Minuten nach dem zweiten englischen Treffer.
Nach dem Seitenwechsel verschärfte sich die Lage für England. In der 54. Minute zeigte Schiedsrichter Alireza Faghani nach einem Videobeweis, den der Video-Assistent empfohlen hatte, dem englischen Rechtsverteidiger Jarell Quansah die Rote Karte. Quansah hatte Jesús Gallardo mit offenem Schienbein am Unterschenkel getroffen. England musste mehr als 45 Minuten in Unterzahl spielen.
Rote Karte und taktischer Umbau
Tuchel reagierte auf den Platzverweis mit einem taktischen Wechsel: Aus einer 4-4-2-Formation wurde eine 4-3-2 und später eine 5-3-1-Grundordnung. In der 60. Minute verwandelte Harry Kane, Kapitän der englischen Mannschaft, einen Elfmeter zum 3:1 – sein sechstes Turniertor. Der Stürmer von Bayern München schoss damit das entscheidende Tor. "Sorry, meine Stimme ist weg, ich habe die ganze Zeit gesungen, ich kann nicht wirklich reden. Dieser Erfolg sei „unglaublich. Ein verrücktes Spiel. Mein Gott, wir haben so gekämpft. Unglaublich, die Mannschaft, alles, das ist so unglaublich."
Mexiko gab sich nicht auf. In der 69. Minute erzielte Raúl Jiménez per Foulelfmeter das 2:3 und brachte das Aztekenstadion noch einmal zum Beben. Die Nachspielzeit betrug elf Minuten. Am Ende stand der historische Sieg für England. "Drei Löwen, 26 Helden. So viel Drama sollte niemand jemals um vier Uhr morgens erleben. Es ist eines der größten Ergebnisse in Englands WM-Geschichte", schrieb die BBC. The Guardian sprach von einem "legendären Sieg" ("legendären Sieg").
Tuchel würdigte nach dem Schlusspfiff die Willensleistung seiner Mannschaft und fand versöhnliche Worte für den Gegner: "Ich habe fast das Gefühl, zu sagen, dass es mir leidtut, dass Mexiko ausgeschieden ist" ("Ich habe fast das Gefühl, zu sagen, dass es mir leidtut, dass Mexiko ausgeschieden ist"). Zugleich betonte er: "Dieses Team gibt alles. Wenn es schwierig wird, geben sie nicht auf, glauben weiter an sich. Es war ein verrücktes Spiel. Wir müssen das jetzt erst einmal verarbeiten. Und dann geht es mit Volldampf weiter." England habe nun "Frieden geschlossen" ("England habe nun «Frieden geschlossen»"), sagte Tuchel mit Blick auf das Trauma von 1986, als Diego Maradona im Viertelfinale im Aztekenstadion mit der "Hand Gottes" und dem "Jahrhunderttor" zwei unvergessliche Tore erzielt hatte und Argentinien England 1:2 besiegte.
Abschied von Aguirre und der Azteken-Serie
Für Mexiko endete eine Ära. Das Team litt unter seiner ersten Heimniederlage bei einer WM im Aztekenstadion überhaupt. Elf ungeschlagene Partien in Folge bei dem Turnier an diesem Ort – darunter Spiele bei den Weltmeisterschaften 1970, 1986 und 2026 – wurden beendet. Trainer Javier Aguirre, der das Amt vor zwei Jahren übernommen hatte, erklärte unmittelbar nach der Niederlage seinen Rücktritt. "Es ist sehr schmerzhaft, wenn du so viel Hoffnung hattest und dann auf diese Weise ausscheidest" ("Es ist sehr schmerzhaft, wenn du so viel Hoffnung hattest und dann auf diese Weise ausscheidest"). Seine Mannschaft habe "mit dem Herzen von Mexiko" ("mit dem Herzen von Mexiko") gespielt. Sein Nachfolger soll laut Berichten Rafael Márquez werden, der als Spieler 147 Länderspiele für Mexiko bestritt.
Die Reaktionen im Land fielen getröstet aus, aber auch politisch aufgeladen. Claudia Sheinbaum, Präsidentin Mexikos, ließ sich Sheinbaum nicht einmal im Stadion blicken. Auch am Sonntag verfolgte sie das Spiel bei einem Fanfest. Ihr Ticket für das erste Spiel hat sie einem fußballbegeisterten Mädchen aus Veracruz geschenkt. In der Hauptstadt hatten die Behörden 36 Riesenbildschirme entlang des Paseo de la Reforma aufgebaut, wo die Fanzone im Stadtzentrum ihre Kapazität erreicht hatte ("Drei Stunden vor Anpfiff hatte die Fanzone im Stadtzentrum ihre Kapazität erreicht"). Die Hupkonzerte der Autos fingen schon morgens an ("Die Hupkonzerte der Autos fingen schon morgens an"). Nach dem Schlusspfiff sangen die englischen Profis gemeinsam mit ihren Anhängerinnen und Anhängern "Wonderwall".
Verletzung von Henderson trübt den Triumph
Nicht alle Reaktionen fielen friedlich aus. Eine Woche zuvor waren vier Menschen bei den Feierlichkeiten nach dem Sieg gegen Ecuador in einem Gedränge ums Leben gekommen ("Eine Woche zuvor waren vier Menschen bei den Feierlichkeiten nach dem Sieg gegen Ecuador in einem Gedränge ums Leben gekommen"). Für England verlief die Nacht sportlich triumphal, wurde aber von einer Verletzung überschattet: Der eingewechselte Jordan Henderson riss sich beim Sprung über eine Werbebande die Bandbänder am Handgelenk auf und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Tuchel sprach von einer "ziemlich schwere Verletzung" und ergänzte: "Es ist eine ziemlich schwere Verletzung und es passt einfach nicht zu diesem Abend, dass Jordan jetzt nicht bei uns ist."
Nun richtet sich der Blick Englands nach Miami. Im Viertelfinale wartet am Samstag um 23:00 Uhr MESZ Norwegen mit Erling Haaland – England peilt seinen ersten WM-Titel seit 1966 an. Die Stimmung beim Team ist enthusiastisch, aber auch nachdenklich. "nach 90 pulsierenden Minuten, zwei Elfmetern, einer Roten Karte und fünf Toren musste sich Mexiko geschlagen geben" – dieses Resümee aus den Pressestimmen fasst eine Partie zusammen, die für England sportlich, historisch und emotional bedeutsam war. Kurz nach 21 Uhr donnerte es ein allerletztes Mal im Aztekenstadion ("Kurz nach 21 Uhr donnerte es ein allerletztes Mal im Aztekenstadion") – und diesmal stand das Happy End für die englischen Fans geschrieben.
Fragen & Antworten
Wie hat England das Achtelfinale gegen Mexiko gewonnen?
England setzte sich mit 3:2 (1:2) gegen Mexiko durch, wobei Jude Bellingham in der 36. und 38. Minute sowie Harry Kane per Elfmeter in der 60. Minute trafen; Mexiko kam durch Tore von Julián Quiñones (42.) und Raúl Jiménez (69./Elfmeter) nur auf 2:3 heran.
Wer tritt im Viertelfinale gegen England an?
England trifft im WM-Viertelfinale am Samstag um 23:00 Uhr MESZ in Miami auf Norwegen, dessen Mannschaft Stürmer Erling Haaland angehört.
Warum war dieser Sieg für England historisch?
Es war der erste WM-Sieg einer englischen Mannschaft im Aztekenstadion überhaupt; zuvor hatte Mexiko dort elf WM-Spiele in Serie nicht verloren, darunter Partien 1970, 1986 und 2026.
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