Beim Auftakt der Qualifikation für das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon haben die österreichischen Tennisprofis am Montag gemischte Resultate erzielt: Während Jurij Rodionov die erste Runde gewann, schied Lukas Neumayer aus, und Joel Schwärzler wartet auf sein Duell.

Rodionov mit klarem Auftaktsieg

Die ÖTV-Herren sind am Montag mit unterschiedlichen Vorzeichen in die Qualifikation des dritten Grand-Slam-Turniers des Jahres gestartet. Während Jurij Rodionov in der ersten Runde einen klaren Sieg feiern konnte, musste Lukas Neumayer die Segel streichen. Joel Schwärzler steht unterdessen vor einem schweren Erstrundenmatch.

Der 27-jährige Rodionov, in der ATP-Rangliste auf Platz 139 geführt, besiegte den britischen Qualifikanten Oliver Crawford (ATP 232) mit 6:4, 6:4. Die Partie dauerte nach Angaben der Veranstalter 1 Stunde und 20 Minuten. Der Niederösterreicher trifft in der zweiten Qualifikationsrunde auf den Sieger des Duells zwischen Christopher O'Connell und einem noch zu bestimmenden Gegner.

Neumayer verliert gegen Lajovic

Für Lukas Neumayer, den 23-jährigen Salzburger auf ATP-Rang 170, endete der Wimbledon-Auftakt dagegen enttäuschend. Er unterlag dem serbischen Routinier Dusan Lajovic (ATP 153) in zwei Sätzen mit 4:6, 4:6. Das Match dauerte 1 Stunde und 22 Minuten. Damit verpasst Neumayer den Einzug in die zweite Qualifikationsrunde und scheidet vorzeitig aus dem Turnier aus.

Komplettiert wird das österreichische Trio durch Joel Schwärzler. Der 19-Jährige war am Montag in der ersten Qualifikationsrunde noch nicht im Einsatz. Sein Auftaktmatch gegen den Australier Christopher O'Connell steht aus. Schwärzler braucht in dieser Partie einen Sieg, um überhaupt in die zweite Runde der Qualifikation einzuziehen.

Schwärzler vor schwieriger Aufgabe

Insgesamt nehmen 128 Spielerinnen und Spieler an der Qualifikation für das Hauptfeld von Wimbledon teil. Nur wer alle Qualifikationsrunden übersteht, darf im Hauptfeld des traditionsreichsten Tennisturniers der Welt aufschlagen. Die Qualifikation erstreckt sich über drei Runden, ehe am Montag kommender Woche das Hauptfeld startet.

Für die österreichischen Spieler ist der Weg ins Hauptfeld von Wimbledon traditionell steinig. In den vergangenen Jahren hatte es das ÖTV-Trio stets schwer, die Qualifikation zu überstehen. Rodionovs Sieg gegen Crawford gibt dem österreichischen Lager jedoch Hoffnung, dass zumindest ein ÖTV-Spieler den Sprung in das Hauptfeld schaffen kann.

Ausblick auf die kommenden Tage

Neben den Herren ist auch Julia Grabher bei den Damen im Einsatz. Sie war nach ihrer Niederlage beim French Open und dem verletzungsbedingten Aus bei den ITF-Turnieren zuletzt mit der Weltrangliste und ihrer Form hadernd. Ob sie den Sprung ins Hauptfeld schafft, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden.

Die Wetterbedingungen am Montag in Wimbledon waren für die Partien auf den Außenplätzen herausfordernd. Der Rasen war nach ergiebigen Regenfällen in der Vorwoche noch weich und an einigen Stellen uneben. Beide österreichischen Spiele konnten dennoch planmäßig über die Bühne gebracht werden.

Insgesamt zeigt sich aus österreichischer Sicht ein durchwachsenes Bild nach dem ersten Qualifikationstag. Mit Rodionov ist noch ein Spieler im Rennen, Schwärzler kann mit einem Sieg am Dienstag nachziehen, während Neumayer bereits die Heimreise antreten muss. Die Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf aus ÖTV-Sicht bleibt damit offen.