Springreiter Christian Kukuk aus Riesenbeck rückt nach dem Rückzug von André Thieme als Reservepaar in das deutsche Aufgebot für die Weltmeisterschaften im Springreiten in Aachen nach und tritt dort mit seinem Olympiagold-Hengst Checker an.
Die deutsche Equipe für die Heim-WM in Aachen nimmt Konturen an – und hat durch den Ausfall von André Thieme nochmals eine überraschende Wendung genommen. Wie der Deutsche Reiterbund (Pferdesport Deutschland) mitteilte, zieht der 51-Jährige mit seiner Stute Chakaria die Konsequenzen aus Unsicherheiten am Wasserhindernis, die sich zuletzt im Nationenpreis von Falsterbo in Schweden gezeigt hatten. Thieme entschied sich daher, im August in Aachen nicht an den Start zu gehen.
Thieme zieht Konsequenzen aus Falsterbo
"Im Interesse meines Pferdes und der Mannschaft habe ich entschieden, auf einen Start zu verzichten. Wir wollen kein Risiko eingehen", begründete Thieme, der in Plau am See beheimatet ist, seinen Schritt. Damit öffnete sich für Christian Kukuk die Tür, den er zuvor selbst nicht im Aufgebot gesehen hatte. Der in Riesenbeck ansässige Reiter hatte seine Nichtberücksichtigung noch wenige Tage zuvor als unerwartet bezeichnet und nach Angaben von Pferdesport Deutschland keine Begründung von Bundestrainer Otto Becker erhalten.
Kukuk bringt für die Nachnominierung einiges an Renommee mit: Mit dem Hengst Checker hatte er olympisches Gold im Springreiten gewonnen. Das Paar rückt als Reserve in das deutsche Team nach und wird in Aachen mindestens im ersten Aufwärmspringen an den Start gehen. In den Mitteilungen des Verbands heißt es, Kukuk und Checker nähmen den frei gewordenen Platz ein und stünden zugleich für den Fall bereit, dass eine der vier fest nominierten Paarungen ausfalle.
