Der österreichische Fußball-Nationalspieler Michael Svoboda wechselt vom italienischen Serie-B-Meister Venezia FC zum Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030.
Brighton & Hove Albion hat die Verpflichtung des 27-jährigen Innenverteidigers am Donnerstag offiziell bestätigt. Dem Vernehmen nach zahlt der Klub fünf Millionen Euro an Venezia, die aufgrund einer Ausstiegsklausel im Vertrag des Österreichers fällig werden. Der Wechsel ist nach Angaben des Vereins auf vier Jahre bis zum Sommer 2030 angelegt.
Cheftrainer Fabian Hürzeler bezeichnete den Transfer in einer offiziellen Stellungnahme als wichtigen Baustein für die kommende Saison. „Michael hat eine fantastische Saison bei Venezia hinter sich und führte die Mannschaft als Kapitän zum Meistertitel“, sagte Hürzeler. Zudem erklärte er: „Er verfügt über eine Reihe von Eigenschaften, von denen wir glauben, dass er sich damit gut an unsere Spielweise anpassen wird, sowohl im Ballbesitz als auch ohne Ball.“
Hürzeler lobt Führungsqualitäten und Vielseitigkeit
Hürzeler verwies außerdem auf das breite Interesse an Svoboda: „Er sorgt zudem für mehr Konkurrenz in einem Bereich, den wir verstärken wollen, und da sich in diesem Sommer eine Reihe von Vereinen um ihn bemüht haben, bin ich sehr froh, dass er sich entschieden hat, nach Brighton zu kommen.“ Zuvor hatte laut Medienberichten auch der Hamburger SV den Defensivspieler auf dem Zettel gehabt.
Svoboda war seit 2020 für Venezia aktiv und bestritt in diesem Zeitraum 138 Pflichtspiele, in denen er fünf Tore erzielte. Als Kapitän führte er den Verein in der abgelaufenen Saison zum Titel in der Serie B und damit zum Aufstieg in die Serie A. Im Februar des Vorjahres hatte er seinen Vertrag beim italienischen Klub bis zum Ende der Saison 2029 verlängert, wobei für den Sommer eine Ausstiegsklausel vereinbart worden war.
Abschied nach fünf Jahren in Venedig
Mit seinem Abschied aus Venedig geht für Venezia ein Rekordsommer einher. Die Einnahmen des Klubs aus Transfers stiegen durch den Svoboda-Deal auf insgesamt 31,5 Millionen Euro – so viel wie nie zuvor in einem einzigen Jahr. Svoboda ist gleichzeitig der siebtnächste teuerste Abgang der Vereinsgeschichte.
Für die österreichische Nationalmannschaft bestritt der Verteidiger bislang vier Länderspiele. Sein Debüt im ÖFB-Team gab er im Oktober 2024, anschließend gehörte er zum österreichischen Aufgebot bei einer Weltmeisterschaft. Mit dem Wechsel nach Brighton spielt Svoboda künftig unter einem deutschen Cheftrainer: Fabian Hürzeler steht seit der vergangenen Saison an der Seitenlinie der „Seagulls“.
Brightons Kaderplanung für die neue Saison
Brighton & Hove Albion hatte die Premier-League-Spielzeit zuvor auf dem achten Tabellenplatz beendet. Der Kader des Klubs umfasst 37 Spieler mit einem Gesamtmarktwert von 643,20 Millionen Euro. Mit der Verpflichtung des Österreichers reagieren die Verantwortlichen auf den angekündigten Abgang von Luka Vuskovic, der für eine Ablöse von bis zu 58 Millionen Euro von Tottenham Hotspur verpflichtet werden soll. Der Marktwert von Svoboda wird aktuell mit 3,50 Millionen Euro ausgewiesen.
Bereits zuvor hatte Brighton in diesem Sommer den 22-jährigen Issa Doumbia für eine vereinsinterne Rekordablöse von 20,5 Millionen Euro von Venezia verpflichtet. Hürzeler hatte in seiner Stellungnahme zudem betont, dass mehrere Klubs um Svoboda bemüht gewesen seien und er deshalb froh sei, dass sich der Spieler für Brighton entschieden habe. Der österreichische Innenverteidiger soll in der kommenden Saison zusätzliche Konkurrenz in der Defensive bringen.
