Der 19-jährige Engländer Luke Littler hat das Endspiel des World Matchplay in Blackpool mit 18:9 gegen den Waliser Gerwyn Price gewonnen und damit seinen Triumph aus dem Vorjahr wiederholt.
Luke Littler hat das Endspiel des World Matchplay in Blackpool mit 18:9 gegen Gerwyn Price gewonnen und damit seinen Titel aus dem Vorjahr souverän verteidigt. Der 19-Jährige führt die Weltrangliste nun mit einem Vorsprung von mehr als zwei Millionen Pfund an.
Der 19-jährige Engländer Luke Littler hat das Endspiel des World Matchplay in Blackpool mit 18:9 gegen den Waliser Gerwyn Price gewonnen und damit seinen Triumph aus dem Vorjahr wiederholt.
Littler dominierte das Finale am späten Abend von Beginn an und geriet zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Im Halbfinale hatte er den Niederländer Dirk van Duijvenbode mit 17:5 abgefertigt, im Viertelfinale den nordirischen Youngster Josh Rock mit 16:7. Der Endspielsieg mit 18:9 gegen den früheren Weltmeister Price war die Krönung einer Woche, in der der Teenager kaum einen Satz abgab.
Seinen Auftritt im Finale begleitete der TV-Experte und Ex-Profi Wayne Mardle live. Als Littler ein Finish von 167 Punkten gelang, entfuhr es Mardle: „Oh, du böser junger Mann“. Der Ausspruch fiel mitten in einer Partie, die Littler souverän und ohne Nervosität herunterspielte, als hätte er die Bühne schon sein Leben lang betreten.
Price hatte sich vor dem Endspiel noch zuversichtlich gezeigt. „Wenn ich meine Bestform zeige, werde ich gewinnen“, hatte er gesagt. Im Spiel konnte der Waliser seine Bestform jedoch nicht abrufen. Littler nutzte jede Unsicherheit seines Gegners und baute seinen Vorsprung von Satz zu Satz aus. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter Sieg.
Mit dem erneuten Triumph in Blackpool ist Littlers Trophäensammlung im Alter von 19 Jahren nahezu komplett. In der Weltrangliste führt er nun mit einem Vorsprung von mehr als zwei Millionen Pfund auf die Konkurrenz. Kaum ein anderes Turnier im Darts-Kalender endet derzeit ohne einen Titel des Engländers, der die Szene seit seinem Durchbruch vor knapp zwei Jahren dominiert.
Price, der im kommenden Januar mit 41 Jahren bereits Großvater wird und altersmäßig Littlers Vater sein könnte, hatte im Verlauf des Turniers durchaus starke Auftritte gezeigt, fand aber im Finale kein Mittel gegen die Präzision des jungen Engländers. Für den Waliser bleibt die Erinnerung an einen Halbfinal-Einzug und an den Respekt, den er sich mit seiner Leistung in den vorherigen Runden verdient hatte.
In der Darts-Szene sorgt Littlers Sieg für ein déjà vu: Wie schon im Vorjahr entschied er das World Matchplay klar für sich. Die Frage, wer ihn in den großen Finals herausfordern kann, bleibt offen. Bislang hat sich in den wichtigsten Partien des Jahres kein Spieler als ernsthafter Rivale erwiesen.
Die Live-Übertragung begleitete Wayne Mardle als Co-Kommentator, der die Leistung des Titelverteidigers immer wieder mit Ausrufen wie „Oh, du böser junger Mann“ würzte. Solche Szenen zeigen, wie sehr Littler die Erwartungen der Experten übertrifft und dabei auch vor den Mikrofonen für Unterhaltung sorgt.
Mit Blick auf die kommenden Monate dürfte Littler als Favorit in alle großen Turniere gehen. Sein Vorsprung in der Weltrangliste, seine Konstanz und seine Fähigkeit, auch unter Druck höchste Scores zu spielen, machen ihn zum Maßstab der Szene. Price und die übrigen Verfolger werden reagieren müssen, wenn sie den Anschluss nicht verlieren wollen.