Turin, 01 Juli 2026
Juventus Turin hat den 19-jährigen italienischen Mittelstürmer Jeff Ekhator vom Genoa CFC verpflichtet und im Gegenzug den österreichischen U21-Nationalspieler David Puczka für rund fünf Millionen Euro zum CFC Genua abgegeben.
Ekhators Profil und bisherige Laufbahn
Finanzielle Struktur des Deals
Puczkas Rolle und Statistik
Perspektiven für beide Klubs
Ekhator, geboren am 11. November 2006 in Genua und ausgebildet bei den Grifoni, wechselt mit einem Vertrag bis 30. Juni 2031 zu den Bianconeri. „Der 19 Jahre alte Neu-Nationalspieler (ein Einsatz) hat bei den Bianconeri einen Vertrag bis 2031 unterschrieben." Juventus Turin sichert sich damit eines der größten italienischen Sturmtalente, dessen Marktwert sich über die Spielzeit 2025/26 auf 18 Millionen Euro gesteigert hatte.
Der 1,88 Meter große Rechtsfuß hatte im August 2024 im Alter von 17 Jahren sein Debüt in der Serie A gegeben und seither 53 weitere Einsätze im italienischen Oberhaus verbucht (vier Tore/eine Vorlage). Insgesamt kommt der Mittelstürmer auf 54 Serie-A-Spiele, ein Einsatz steht in der A-Nationalmannschaft Italiens zu Buche. Die Ekhator-Verpflichtung ist Teil des Kaderumbaus der Alten Dame unter Luciano Spalletti, dessen Kader derzeit 28 Spieler umfasst.
Die Basisablöse für Ekhator beträgt 16 Millionen Euro. „Diese ist in drei Geschäftsjahren zu bezahlen", wie aus dem italienischen Bericht hervorgeht. Damit Juventus Turin den Deal finanzieren kann, wird David Puczka Teil des Pakets. „In Italien heißt es, dass Juventus sich eine Rückkaufoption für das Eigengewächs von Admira Wacker sichere", berichtet die Quelle. Der Linksverteidiger, Jahrgang 2005, soll dem Vernehmen nach für rund fünf Millionen Euro zum CFC Genua wechseln – dorthin, wo einst Ekhators fußballerische Laufbahn begann.
Für Juventus bedeutet der Transfer einen doppelten Effekt: Mit Ekhator verpflichtet der Verein einen jungen italienischen Stürmer mit Erstliga-Erfahrung und Nationalmannschafts-Perspektive, gleichzeitig wird mit Puczka ein Eigengewächs in einem florierenden Markt gewinnbringend veräußert. Puczka, dessen Marktwert mit 2,50 Millionen Euro gelistet ist und dessen Vertrag noch bis 30. Juni 2027 lief, hatte zuletzt für die zweite Mannschaft des Rekordmeisters in der Serie C gespielt. Juventus Next Gen, das Team, in dem Puczka eingesetzt wurde, nimmt künftig unter Trainer Massimo Brambilla mit einem 51-köpfigen Kader am Spielbetrieb der Serie C Girone A teil.
Ekhators Rolle in der Offensive soll die kommende Spielzeit unter Spalletti klar definiert werden. Der Mittelstürmer bringt körperliche Präsenz, ein gutes Timing im Strafraum und Erfahrung aus 54 Erstligapartien mit – Eigenschaften, die Juventus nach einer durchwachsenen Vorsaison bei der Besetzung der vordersten Position fehlten. Sein neuer Marktwert von 18 Millionen Euro unterstreicht den Wert, den der Klub in ihn investiert sieht. „Der in Genua geborene und bei den Grifoni ausgebildete Mittelstürmer" kehrt damit faktisch in seine Heimatregion zurück, denn Turin und das Piemont liegen zwar nicht in Ligurien, die fußballerischen Wurzeln des Teenagers bleiben jedoch mit dem CFC verbunden.
Beim CFC Genua, der unter Daniele De Rossi mit einem 29-köpfigen Kader in die Serie A geht, soll Puczka den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Der Österreicher war zuletzt „eingesetzt auf der linken Schiene in der Fünferkette" und lieferte dort „zehn Tore in 31 Spielen. Zudem bereitete er vier weitere Treffer vor". Seine neuen Aufgaben in der höchsten italienischen Spielklasse werden mit Spannung erwartet, zumal Genua gegen den Abstieg spielen dürfte und jede defensive Stabilisierung wertvoll ist.
Die Vertragsstruktur enthält zudem bewegliche Elemente: Die Gesamtsumme der Ekhator-Ablöse „kann sich durch ein sportliche Parameter geknüpfte Boni um 2 weitere Millionen erhöhen". Damit liegt die theoretische Obergrenze des Gesamtgeschäfts bei 18 Millionen Euro für den Stürmer – exakt sein zuletzt notierter Marktwert. Die Rückkaufoption für Puczka, die Juventus sich Berichten zufolge sichert, gibt dem Rekordmeister zudem die Möglichkeit, den österreichischen Linksverteidiger bei passender sportlicher Entwicklung zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuholen.
Mit dieser Doppelbewegung verfolgt Juventus Turin das Modell, junge, entwicklungsfähige Spieler aus den eigenen Reihen – oder zumindest aus dem weiteren italienischen Markt – gewinnbringend weiterzuverkaufen und zugleich in offensive Schlüsselpositionen zu investieren. Der 19-jährige Ekhator ist eines der prominentesten Beispiele für ein solches Profil, der 21-jährige Puczka ein Paradebeispiel für den Verkauf eines Eigengewächs mit eingebauter Rückholklausel.
Für Österreichs U21-Nationalmannschaft bedeutet der Schritt von Puczka zum CFC Genua einen Sprung von der dritten Liga Italiens in die Serie A. „Der 21 Jahre alte Linksverteidiger" bringt zudem Erfahrung aus dem österreichischen Nachwuchs und eine starke Saisonstatistik mit – beste Voraussetzungen, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Juventus wiederum erhält mit Ekhator einen Angreifer, dessen Marktwert über die vergangene Spielzeit deutlich gestiegen ist und der das Prädikat „Neu-Nationalspieler" bereits trägt.
Insgesamt betrachtet zeigt das Transferpaket das Bestreben der Turiner Verantwortlichen, finanzielle Stabilität und sportliche Verstärkung in Einklang zu bringen. Ekhator bringt Physis, Torgefahr und nationale Perspektive mit, Puczka verlässt Turin mit gestiegenem Marktwert und dem Versprechen, dass Juventus über eine Rückkaufoption die Kontrolle über seine weitere Entwicklung behält.
