Johan Manzambi wechselt für bis zu 70 Millionen Euro vom SC Freiburg zu Aston Villa
Freiburg, 17 Juli 2026
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Kurzfassung
Der 20-jährige Schweizer Mittelfeldspieler Johan Manzambi verlässt den SC Freiburg und wechselt zum Europa-League-Sieger Aston Villa. Die Ablöse kann laut Medienberichten bis zu 70 Millionen Euro betragen und wäre damit der teuerste Verkauf der Freiburger Vereinsgeschichte sowie der höchste Schweizer Transfer aller Zeiten.
Freiburg, 17 Juli 2026
Der 20-jährige Schweizer Mittelfeldspieler Johan Manzambi wechselt vom SC Freiburg zum englischen Erstligisten Aston Villa; Medienberichten zufolge kann die Ablöse einschließlich Boni bis zu 70 Millionen Euro betragen.
Rekordtransfer mit Folgen
Damit wäre der Wechsel des Genfers sowohl der teuerste Verkauf der Freiburger Vereinsgeschichte als auch der höchste Schweizer Transfer aller Zeiten. Nach Informationen des Fachblatts „Kicker" und des TV-Senders „Sky" soll das Gesamtpaket aus Basisablöse und möglichen Boni bis zu 70 Millionen Euro betragen. Andere Quellen sprechen von einer kolportierten Ablöse von rund 60 Millionen Euro, was nach derzeitigem Wechselkurs mehr als 50 Millionen Pfund entspricht.
Bislang hatten Kevin Schade und Merlin Röhl mit jeweils rund 25 Millionen Euro als teuerste Verkäufe der Freiburger Klubhistorie gegolten. Schade war zu Brentford gewechselt, Röhl zu Everton. Mit dem Manzambi-Deal wird dieser Wert nunmehr deutlich übertroffen. Auch für den SC Freiburg insgesamt ist es der mit Abstand teuerste Transfer der Vereinsgeschichte.
Schweizer Rekordablöse
Auf Seiten der Schweizer Nationalspieler hatte bislang Granit Xhaka die Liste angeführt, der 2016 für 45 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zu Arsenal gewechselt war. Hinter Xhaka folgten Dan Ndoye, der 2025 für 42 Millionen Euro von Bologna nach Nottingham ging, und Ardon Jashari, der für 36 Millionen Euro vom FC Brügge zur AC Milan wechselte. Breel Embolo war 2016 für 26,5 Millionen Euro von Basel zu Schalke gegangen. Mit dem Manzambi-Transfer wird Xhaka nun abgelöst.
Zunächst galt Newcastle United als Favorit auf eine Verpflichtung des 20-Jährigen. Doch am Ende machte der Europa-League-Sieger Aston Villa aus Birmingham das Rennen – just jener Klub, der sich im europäischen Finale mit 3:0 gegen den nun abgebenden SC Freiburg durchgesetzt hatte. Der Schweizer kennt seinen neuen Arbeitgeber also bereits als Gegner.
Vom U19-Spieler zum Leistungsträger
Manzambi war im Januar 2023 als 17-jähriger Jugendspieler von Servette Genf an die Dreisam gewechselt. Nach einem halben Jahr in der Freiburger U19 sammelte er in der Drittliga- und Regionalligamannschaft des Sport-Clubs früh Spielpraxis im körperbetonten Männerfußball. Es folgte eine „Schnupperphase" mit elf Spielen in der Saison 2024/25 unter dem neuen Trainer Julian Schuster, ehe er in der vergangenen Saison den Sprung zum Stammspieler und gegen Ende der Runde zum Leistungsträger im kreativen Mittelfeld schaffte.
Insgesamt kommt Manzambi auf 38 Bundesliga- und 15 Europapokalspiele mit 18 Scorerpunkten für den SC Freiburg. Auch in der Europa League, in der Freiburg erst im Finale in Istanbul von Aston Villa mit 0:3 gestoppt wurde, war er eine zentrale Figur. Großgewachsen, beweglich und unheimlich dynamisch, entwickelte sich der Mittelfeldspieler in der Bundesliga-Rückrunde zu einem der Unterschiedsspieler des Breisgau-Klubs.
Bei der WM in Nordamerika hatte Manzambi mit drei Toren und zwei Assists für Furore gesorgt, ehe er von einer Verletzung ausgebremst wurde. Erst im Sommer 2025 debütierte er im Nationalteam, nachdem er zuvor erst seit Frühling 2025 in Freiburg zum Stammpersonal gehört hatte. Auch beim 2:0-Sechzehntelfinal-Erfolg der Schweiz über Algerien war der Shootingstar ein Vorlagengeber.
Stimmen zum Abschied
In einem Spiel gegen Bosnien-Herzegowina, als es für die Schweiz nicht gut aussah, kam er nach 72 Minuten auf den Platz. Am Ende stand es 4:1 für die Schweiz. „Als ich zum Beispiel fünf Jahre alt war, habe ich mit Jungs gespielt, die 13 oder 14 Jahre alt waren", erzählte Manzambi einmal gegenüber SWR Sport. „Ich denke, das hat mir schon geholfen."
Freiburgs Vorstand Jochen Saier äußerte sich zum Abschied des Eigengewächses: „Nach wirklich intensiven Gesprächen und Verhandlungen in den vergangenen Wochen profitieren beide Seiten von der gefundenen Lösung." Der Verein verwies zudem auf den gemeinsamen Weg von der U19 bis ins Europa-League-Finale, der „sowohl für Johan als auch für uns besonders" gewesen sei.
Engelhardt als möglicher Nachfolger
Als Ersatz für Manzambi haben die Freiburger den ehemaligen deutschen Junioren-Nationalspieler Yannik Engelhardt ins Visier genommen, der zwischen 2021 und 2023 für die zweite Mannschaft des SC auflief. Derzeit steht Engelhardt noch bei Como 1907 in Italien unter Vertrag; in der vergangenen Saison war er an Borussia Mönchengladbach ausgeliehen.
Manzambi selbst hatte in einem Interview einmal gesagt: „Als ich Kind war, habe ich immer auf diesem Platz gespielt - ohne Rasen." Der Weg vom bolzenden Kind in Genf zum Schweizer Rekordtransfer ist eng mit der konsequenten Förderpolitik des SC Freiburg verknüpft, der zu Recht als Top-Talentschmiede gerühmt wird. Der Klub hatte einmal mehr den richtigen Riecher, als er den hochtalentierten 17-Jährigen im Januar 2023 von Servette an die Dreisam holte.
Mit dem Wechsel nach Birmingham schlägt Manzambi nun sein eigenes Tempo an, das hat er in seiner jungen Karriere schon öfter demonstriert. Er wird ein Fußballer sein, um dessen Hals ein Preisschild von 70 Millionen Euro hängt – und an der Seite von Trainer Unai Emery in der Premier League sowie in der Champions League eine neue Herausforderung suchen.
Ausblick auf die Premier League
Die Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Der SC Freiburg verliert damit einen Spieler, der in den vergangenen anderthalb Jahren sportlich wie finanziell zum wertvollsten Aktivposten der Mannschaft avanciert war. Der Verein hatte den Youngster nicht nur sportlich, sondern auch vertraglich langfristig gebunden, ehe nun der lukrative Verkauf realisiert wurde.
Für Aston Villa ist Manzambi nach dem Europa-League-Triumph gegen Freiburg der erste große Transfercoup der neuen Saison. Der Klub aus Birmingham, der sich im europäischen Finale gegen die Breisgauer mit 3:0 durchgesetzt hatte, sichert sich damit ein Ausnahmetalent, das in der Bundesliga und im Europapokal seine Qualität bereits unter Beweis gestellt hat. Der Wechsel unterstreicht die wachsende Attraktivität der Premier League für junge europäische Top-Talente.
Insgesamt zeigt der Transfer, wie stark sich die wirtschaftlichen Verhältnisse im europäischen Spitzenfußball verschoben haben. Wo vor zehn Jahren noch Summen um die 25 Millionen Euro als Rekordmarken galten, bewegen sich heutige Toptransfers junger Spieler schnell in Regionen, die einst für Weltstars reserviert schienen. Freiburg partizipiert an dieser Entwicklung – und kann den Erlös in neue Spieler wie Engelhardt reinvestieren.
Fragen & Antworten
Wie viel Ablöse zahlt Aston Villa für Johan Manzambi?
Laut „Kicker" und „Sky" kann das Gesamtpaket aus Basisablöse und Boni bis zu 70 Millionen Euro betragen; andere Quellen nennen rund 60 Millionen Euro, was mehr als 50 Millionen Pfund entspricht.
Warum ist der Wechsel für den SC Freiburg ein Rekord?
Bislang galten Kevin Schade und Merlin Röhl mit jeweils rund 25 Millionen Euro als teuerste Verkäufe der Freiburger Vereinsgeschichte; der Manzambi-Deal übertrifft diesen Wert deutlich.
Wer könnte Manzambi in Freiburg ersetzen?
Die Freiburger haben den früheren deutschen Junioren-Nationalspieler Yannik Engelhardt ins Visier genommen, der zwischen 2021 und 2023 für die zweite Mannschaft des SC auflief und aktuell bei Como 1907 unter Vertrag steht.
Manzambi zu Aston Villa: Freiburger Rekordtransfer bis 70 | sportnachrichten