FIS-Präsident Eliasch braucht armenischen Pass Johan Eliasch, seit 2021 Präsident des Internationalen Skiverbands (FIS), benötigt einen armenischen Pass, um bei der anstehenden Wahl im Juni erneut kandidieren zu können.

Hintergrund der Wahl

Johan Eliasch, der sowohl die britische als auch die schwedische Staatsbürgerschaft besitzt, steht vor einem ungewöhnlichen Hindernis für seine Wiederwahl. Weder Großbritannien noch Schweden unterstützen seine erneute Kandidatur für das FIS-Präsidentenamt. Dies hat Eliasch dazu veranlasst, sich um einen armenischen Pass zu bemühen, da Armenien ihn offiziell für die Präsidentschaft nominiert hat.

Die FIS-Kongress, der am 10. und 11. Juni in Belgrad stattfinden wird, entscheidet über die Besetzung des Präsidentenamtes. Eliasch, der auch als Geschäftsmann tätig ist und Anteile an der Skifirma Head hält, wurde 2021 mit Unterstützung von Peter Schröcksnadel zum FIS-Präsidenten gewählt. Schröcksnadel, eine einflussreiche Figur im Skisport, spielte eine Schlüsselrolle bei Eliaschs erstmaliger Wahl.

Politische und rechtliche Herausforderungen

Die Notwendigkeit eines armenischen Passes wirft Fragen über die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der FIS-Wahlen auf. Eliasch, der bereits als dualer Staatsbürger (UK und Schweden) registriert ist, sieht sich mit mangelnder Unterstützung seiner Heimatländer konfrontiert. Armenien hingegen hat sich bereit erklärt, ihn als Kandidaten zu nominieren, was ihm die Möglichkeit gibt, überhaupt zur Wahl anzutreten.

Die Situation erinnert an ähnliche Fälle in anderen Sportverbänden, wo Staatsbürgerschaften strategisch genutzt wurden, um Wahlhürden zu umgehen. Eliaschs Fall unterstreicht die komplexen politischen Dynamiken, die hinter den Kulissen internationaler Sportorganisationen wirken.