Hamilton Ungarn GP: Transformation vom Ferrari-Frust zum | sportnachrichten
Hamilton vor Ungarn-GP: Vom Tiefpunkt zur Hoffnung auf den achten Hungaroring-Triumph
Budapest, 24 Juli 2026
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Kurzfassung
Lewis Hamilton reist als WM-Zweiter zum Großen Preis von Ungarn und will seine Rekordserie am Hungaroring ausbauen. Zwölf Monate nach seinem Tiefpunkt in Budapest sieht der Brite sich und sein Team auf einem klaren Aufwärtstrend.
Budapest, 24 Juli 2026
Lewis Hamilton reist zwölf Monate nach seinem Tiefpunkt am Hungaroring als WM-Zweiter zum Großen Preis von Ungarn und träumt vor der Formel-1-Sommerpause noch vom achten Triumph auf seiner Lieblingsstrecke.
Der Hungaroring galt für Lewis Hamilton lange als sein zweites Wohnzimmer. Mit acht Siegen und neun Pole Positions auf dem 4,381 Kilometer langen Kurs ist der Brite der unangefochtene König der Puszta. Auch 487 Führungsrunden hat Hamilton auf keiner anderen Strecke des Rennkalenders gesammelt – eine Bestmarke, an die kein anderer Pilot herankommt. Diese Bilanz macht den Großen Preis von Ungarn für den Rekordweltmeister weit mehr als ein gewöhnliches Rennen.
Der König der Puszta kehrt zurück
Vor genau einem Jahr allerdings erlebte Hamilton am Hungaroring ein Wochenende zum Vergessen. Nach einem zwölften Platz in der Qualifikation fällte der siebenmalige Weltmeister ein vernichtendes Urteil über sich selbst: "Ich bin nutzlos, absolut nutzlos", sagte er frustriert. Die Bilanz war so deprimierend, dass Hamilton sogar einen personellen Wechsel ins Spiel brachte: "Vielleicht müssen sie den Fahrer austauschen", meinte der Brite desillusioniert. Die Scuderia ist heilfroh, dass sie den Worten ihres zutiefst enttäuschten Superstars keine Taten hat folgen lassen.
Tiefpunkt 2025: Die Stunde der Selbstgeisselung
Heute an gleicher Stelle am Rande des Grand Prix von Ungarn ist der mittlerweile 41-Jährige wie verwandelt. Hamilton hat seine Anlaufschwierigkeiten bei der Scuderia endgültig abgelegt, feierte in Barcelona seinen ersten Rennsieg für Ferrari und reist als starker WM-Zweiter nach Mogyorod. "Das Team hat ja kein Problem, der Wagen steht auf der Pole", sagt Hamilton über die Wende. Der Engländer betont: "Ich bin stolz auf alle im Team und ich bin auch stolz auf mich selbst, dass ich mich aus der Situation wieder herausgekämpft habe."
Dass der Hungaroring Hamilton besonders liegt, weiß der Routinier selbst: "Jetzt bin ich aber meilenweit von damals entfernt." Der 4,381 Kilometer lange Kurs liegt Hamilton, seinem Ferrari sollte er auch liegen. Die Erinnerungen an 2025 haben den Briten aber noch nicht ganz losgelassen. "Selbst zu Beginn dieser Woche habe ich noch viel von der Woche damals gespürt", erzählte er.
Die Wende: Barcelona als Befreiungsschlag
Hamilton verriet zudem, dass das Ungarn-Wochenende von 2025 Eingang in sein filmisches Vermächtnis finden wird. "Eines Tages, wenn ich meine Dokumentation drehe, werde ich alles über dieses Wochenende erzählen und darüber, was dazu geführt hat." Die Episode steht sinnbildlich für eine Phase, in der Hamilton 2025 als Ferrari-Neuling heftig mit dem neuen Dienstwagen zu kämpfen hatte und von Rückschlag zu Rückschlag fuhr.
Sportlich hat sich die Lage für den Briten grundlegend verändert. Vor der anstehenden Sommerpause liegt Hamilton in der WM-Wertung 45 Punkte hinter Mercedes-Shootingstar Kimi Antonelli auf Rang zwei, fokussiert sich vor dem Rennsonntag aber voll auf die nächste Aufgabe im Motorsport-Mekka. An die Weltmeisterschaft denke er nicht, meinte Hamilton: "Ich konzentriere mich nur auf dieses Wochenende, ein Rennen nach dem anderen."
Rückstand auf Antonelli: 45 Punkte vor der Sommerpause
Die Aussicht auf Schadensbegrenzung ist dennoch real. Vielleicht kann der Engländer vor der Sommerpause sogar noch den Rückstand von 45 Punkten auf WM-Spitzenreiter Antonelli verkürzen. Ein Sieg am Hungaroring wäre nicht nur ein weiterer Rekord, sondern auch ein Statement im Duell mit der jungen Mercedes-Generation.
Der Traum vom historischen achten Triumph, der spätestens im vergangenen Jahr in Budapest endgültig geplatzt schien, und vom ersten Ferrari-Titel seit Kimi Räikkönen 2007 lebt damit wieder. Hamilton hat bewiesen, dass er sich aus tiefen Formkrisen zurückkämpfen kann. Die Scuderia setzt auf den alten und neuen Hungaroring-König, um vor der Pause noch ein Ausrufezeichen zu setzen.
Der Plan: Mit Achter-Triumph in die Pause
Das Programm in Ungarn beginnt am Freitag mit dem zweiten Training um 16:50 Uhr, am Samstag stehen das dritte Training (12:40 Uhr), die F1-News (15:40 Uhr) und das Qualifying (15:55 Uhr) auf ORF1 auf dem Plan. Der Rennsonntag startet mit den F1-News um 13:40 Uhr, ehe um 15:00 Uhr der Große Preis live auf ORF 1, bei Sky und im Sport24-Liveticker beginnt.
Für Hamilton zählt nur das nächste Rennen. Die Vergangenheit am Hungaroring kennt zwei Gesichter: das einer wahren Dominanz und das eines erschreckenden Einbruchs. Welche Erinnerung das Wochenende 2026 hinterlassen wird, hängt am Samstag im Qualifying und am Sonntag im Rennen. Hamilton gibt sich gelassen, fokussiert und zuversichtlich – ganz so, als habe er die Lektion aus dem Vorjahr verinnerlicht.
Teamchef Frédéric Vasseur sprach im Vorfeld von einer "neuen Energie" im Lager der Scuderia und betonte, dass Hamiltons Barcelona-Sieg dem gesamten Team Rückenwind gegeben habe. Die Mechaniker arbeiten am Hungaroring mit einem niedrigeren Abtriebssetup, das Hamilton historisch entgegenkommt und in der Vergangenheit oft den Unterschied zwischen Rang eins und den Verfolgern ausmachte.
TV-Programm und Streckenprofil
Strategisch sehen die Ferrari-Ingenie Chancen auf einen Undercut gegen Mercedes, falls Antonelli im Verkehr stecken bleibt. Hamiltons eigene Erfahrung mit dem Reifenmanagement auf der heißen Asphaltschlinge gilt als Trumpf. Der Brite erklärte, er habe in den vergangenen Wochen gezielt an seiner Longrun-Pace gearbeitet und fühle sich physisch in Topform.
Die Stimmung im Fahrerlager wird auch davon geprägt, dass McLaren und Red Bull am Hungaroring traditionell Boden verlieren. Beide Teams hadern seit Saisonbeginn mit der Abstimmung ihrer Boliden auf langsamen, kurvigen Strecken. Sollte es Hamilton gelingen, die Lücke zu Antonelli weiter zu verkürzen, würde die Sommerpause in Maranello deutlich entspannter beginnen als noch vor zwölf Monaten.
Hamilton selbst bleibt äußerlich ruhig. "Ich nehme jedes Wochenende so, wie es kommt", sagte er beim Mediengespräch am Donnerstag. Wer den 41-Jährigen in diesen Tagen beobachtet, sieht einen Fahrer, der seine Leidenschaft für den Hungaroring wiederentdeckt hat – und der weiß, dass in Mogyorod ein Stück seiner persönlichen Formel-1-Geschichte geschrieben werden kann.
Fragen & Antworten
Wie oft hat Lewis Hamilton den Großen Preis von Ungarn gewonnen?
Hamilton hat den Hungaroring achtmal gewonnen und steht damit vor allen anderen Formel-1-Piloten. Hinzu kommen neun Pole Positions auf dem 4,381 Kilometer langen Kurs.
Was war Hamiltons Tiefpunkt am Hungaroring im Vorjahr?
Nach einem zwölften Platz in der Qualifikation bezeichnete sich Hamilton selbst als "nutzlos, absolut nutzlos" und brachte sogar einen Fahrerwechsel ins Gespräch.
Welche Chance hat Hamilton vor der Sommerpause noch auf die WM?
Vor dem Ungarn-Wochenende liegt Hamilton 45 Punkte hinter WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli auf Rang zwei und könnte mit einem Sieg den Rückstand vor der Pause verkürzen.