Hamburg, 22 Juli 2026

Der Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat am Mittwochmorgen den Wechsel von Stürmer Patson Daka vom englischen Club Leicester City bekannt gegeben und damit seinen vierten externen Neuzugang für die neue Saison perfekt gemacht.

Patson Daka wechselt ablösefrei an die Elbe. Wie der Verein am Mittwochmorgen bekannt gab, hat der 27-jährige Angreifer einen Einjahresvertrag beim HSV unterzeichnet, nachdem sein Vertrag beim englischen Erstligisten Leicester City ausgelaufen war. Zuvor hatte Daka den Medizincheck in Hamburg erfolgreich absolviert und ist bereits zum Trainingslager des HSV in Österreich weitergereist.

Daka steht seit 2021 bei Leicester City unter Vertrag und war 2021 für eine Ablösesumme von rund 30 Millionen Euro von RB Salzburg nach England gewechselt. In der Premier League kam er in 76 Spielen für Leicester zum Einsatz, musste den Club aber zwei Mal aus dem Oberhaus in die Championship begleiten. Zuletzt stieg Leicester erneut in die zweite englische Liga ab, woraufhin Dakas Vertrag endete und der Wechsel nach Hamburg möglich wurde.

Karriereweg und Stationen

„Er bringt sowohl mit als auch gegen den Ball eine hohe Leistungsbereitschaft mit und stellt sich als Teamplayer konsequent in den Dienst der Mannschaft. Gleichzeitig verfügt er über viel Erfahrung auf internationalem Niveau“, sagte HSV-Sportvorständin Kathleen Krüger zur Verpflichtung. Daka ist nach Angaben des Vereins 47-facher Nationalspieler Sambias.

Umbruch im Hamburger Angriff

Der Transfer ist Teil einer umfassenden Kaderplanung im Hamburger Angriff. Nach dem Ende der vergangenen Saison hatten die Hanseaten mit Ransford Königsdörffer (zu 1. FSV Mainz 05), Robert Glatzel (zu VfL Wolfsburg) und Damion Downs (zum FC Southampton, nach vorheriger Leihe) gleich drei Mittelstürmer abgegeben. Daka ist nach Kofi Amoako (von Dynamo Dresden), Albert Grönbaek (von Stade Rennes, zuvor ausgeliehen) und Martin Adeline (von Troyes) der vierte externe Neuzugang der Hamburger.

Daka gilt als erfahrener Stürmer mit Stationen in Österreich und England und soll in der Hamburger Offensive für Torgefahr sorgen. Der HSV sucht für die kommende Saison mindestens einen weiteren Angreifer, um den aufgegebenen Kader zu kompensieren. „In Fabio Baldé soll ein weiterer Linksaußen dem Vernehmen nach ebenfalls mit dem Abschied aus Hamburg liebäugeln“, hieß es zuletzt in Berichten über mögliche weitere Veränderungen im Kader.

Kaderplanung noch nicht abgeschlossen

Neben den externen Neuzugängen kehrte auch der zuvor ausgeliehene Philip Otele zu seinem Stammverein FC Basel zurück. Die Personalplanungen des HSV laufen damit weiterhin auf Hochtouren, zumal mit Baldé ein weiterer Offensivspieler vor dem Abschied stehen könnte.

Für Daka ist Hamburg nach Salzburg und Leicester die dritte Station im europäischen Ausland. In Österreich hatte er mit RB Salzburg mehrere nationale Titel gewonnen und sich als treffsicherer Stürmer in der Bundesliga etabliert, bevor ihn Leicester 2021 für eine damals beachtliche Ablöse verpflichtete. Mit Leicester feierte er zudem im Jahr seines Wechsels den Gewinn des englischen FA-Cups.

Leicester-Kapitel mit Rückschlägen

In Leicester erlebte Daka sportlich schwierige Jahre. Nach dem Titel in der Premier League 2016 hatte der Club mit großen personellen und sportlichen Problemen zu kämpfen. Daka konnte die Wende nicht mitgestalten und wurde zweimal mit dem Verein aus der Premier League in die Championship relegiert. Nach dem erneuten Abstieg und dem Vertragsende bot sich für ihn die Möglichkeit, in Hamburg neu anzugreifen.

Der HSV bereitet sich derzeit im Trainingslager in Österreich auf die neue Saison vor, wo Daka auf seine neuen Mitspieler und das Trainerteam treffen wird. Wann der sambische Nationalspieler sein Pflichtspiel-Debüt im Trikot der Hanseaten geben wird, ist noch offen.

Mit Blick auf die sportlichen Ziele erhofft sich der HSV von Daka nicht nur Tore, sondern auch die Erfahrung, die er auf internationalem Niveau gesammelt hat. Krüger hob hervor, dass der Neuzugang „viel Erfahrung auf internationalem Niveau“ mitbringe und sich als Teamplayer verstehe, der sich konsequent in den Dienst der Mannschaft stelle.