Die EU-Kommission hat den Kauf von Sky Deutschland durch die RTL Group ohne Auflagen genehmigt.

Finanzielle Details der Übernahme

Die RTL Group übernimmt Sky Deutschland für einen festen Kaufpreis von rund 150 Millionen Euro in bar. Zusätzlich sieht die Vereinbarung eine variable Komponente vor, die von der Entwicklung des RTL-Aktienkurses abhängt. Diese könnte zu einer weiteren Zahlung von bis zu 377 Millionen Euro führen.

Mit dem Kauf will die RTL Group ihr Abo-Geschäft ausbauen. Sky Deutschland erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von etwa 2 Milliarden Euro, während die RTL Group auf rund 6 Milliarden Euro kam. Die Transaktion stärkt damit die Marktposition des Medienkonzerns im umkämpften Pay-TV-Segment.

Keine Wettbewerbsbedenken

Die EU-Kommission prüfte die geplante Übernahme intensiv und kam zu dem Schluss, dass sie den Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum nicht spürbar verringern würde.

EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera betonte die Bedeutung der Transaktion für die europäische Medienlandschaft: „Die Transaktion ermöglicht es etablierten europäischen Mediengruppen, ihre Position in einer Zeit des Branchenwandels zu festigen, in der sie zunehmend unter Druck von globalen Streaming-Plattformen stehen.“

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der traditionelle TV-Anbieter wie RTL und Sky mit den wachsenden Marktanteilen internationaler Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video konkurrieren müssen. Die Konsolidierung soll es den europäischen Playern ermöglichen, im globalen Wettbewerb besser bestehen zu können.