Englands Mittelfeldspieler Henderson nach Sturz bei WM-Feier am Unterarm operiert
Mexiko-Stadt, 09 Juli 2026
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Kurzfassung
Englands Nationalspieler Jordan Henderson ist nach einem Sturz über eine Bande bei den Feierlichkeiten zum 3:2-Achtelfinalsieg gegen Mexiko am Unterarm operiert worden. Sein Vater sprach von einem völlig zertrümmerten Unterarm; Henderson bereitet sich dennoch auf das Viertelfinale gegen Norwegen vor.
Mexiko-Stadt, 09 Juli 2026
Der englische Nationalspieler Jordan Henderson ist nach einem Sturz bei den Feierlichkeiten zum WM-Achtelfinalsieg gegen Mexiko am Unterarm operiert worden und bereitet sich nun auf das Viertelfinale der Three Lions gegen Norwegen vor.
Sturz und Operation
Der Mittelfeldspieler war am Montag im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt über eine Bande gestürzt, nachdem England die Achtelfinalpartie gegen Mexiko mit 3:2 gewonnen hatte. Anschließend wurde er auf einer Trage in die Katakomben gebracht und musste sich einer Operation unterziehen.
Sein Vater schilderte der „Daily Mail" den Umfang der Verletzung. Der Unterarm des Mittelfeldspielers sei „völlig zertrümmert" gewesen, sagte er. Die Schwere der Blessur stand zunächst im Widerspruch zu einer ersten Einschätzung Hendersons selbst, der sich öffentlich zuversichtlich zeigte.
Auf Instagram wandte sich der 36-Jährige an seine Anhänger. „Jetzt bereiten wir uns auf den großen Samstag vor", schrieb er zu einem Foto und bedankte sich bei den Ärzten im Krankenhaus. Der englische Fußballverband äußerte sich zunächst nicht im Detail zu Dauer und Folgen der Verletzung.
Viertelfinale gegen Norwegen
Unterdessen bereitet sich das Team von Trainer Thomas Tuchel auf das WM-Viertelfinale vor. Die Three Lions treffen am Samstag (23.00 Uhr/MagentaTV) in Miami auf Norwegen. Damit rückt nicht nur die sportliche, sondern auch die personelle Frage in den Vordergrund, ob Henderson rechtzeitig wieder einsatzfähig sein wird.
Aus dem englischen Lager hieß es, man wolle die weitere Entwicklung in den kommenden Tagen abwarten. „Mal schauen, was sich jetzt die nächsten ein, zwei Tage ergibt", hieß es in Stellungnahmen vor dem Viertelfinale. Eine genauere Diagnose wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Royale Unterstützung fehlt
Prinz William, Präsident des englischen Fußballverbands FA, wird den Engländern beim Viertelfinale in den USA nicht zur Seite stehen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Palastkreisen erfuhr, reist der Thronfolger nicht zum Duell am Samstag (23 Uhr) in die USA.
Die Weltmeisterschaft wird in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen. 38 Tage lang rollt der Ball, erstmals gibt es zwölf Vorrundengruppen mit 48 Teams. Der Spielplan führt die englische Mannschaft nun nach Miami, wo es am Samstagabend gegen Norwegen geht.
Verletzungssorgen bei anderen Teams
Auch abseits des englischen Lagers beschäftigen Verletzungen die WM-Teilnehmer. Marokko darf im Viertelfinale voraussichtlich auf Offensivspieler Ismael Saibari zurückgreifen, der sich Hoffnungen auf einen Einsatz nach leichter Muskelzerrung macht. Bayern Münchens Neuzugang war beim 3:0 gegen Kanada nach 22 Minuten ausgewechselt worden.
Bei der Schweiz, die sich im Elfmeterkrimi gegen Kolumbien durchsetzte, bleibt die personelle Lage angespannt. Nationaltrainer Murat Yakin muss wohl auch im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Argentinien auf Jungstar Johan Manzambi verzichten. Welche Verletzung der 20-Jährige vom SC Freiburg genau hat, sei nicht klar zu sehen, sagte Yakin.
Manuel Akanji atmete nach dem Schweizer Sieg durch. Der Ex-BVB-Profi, nun für Inter Mailand aktiv, hatte bereits bei vergangenen Europameisterschaften im Elfmeterschießen vom Punkt vergeben. „Ich habe Muri gesagt, dass das der letzte Elfmeter war, den ich geschossen habe", erklärte er im Anschluss.
Frankreich blickt unterdessen auf das eigene Viertelfinale gegen Marokko. Trainer Didier Deschamps sagte, man habe am Morgen eine entsprechende Mitteilung der FIFA erhalten. Ersatztorwart Robin Risser zeigte sich gelassen: „Wir dürfen nicht paranoid werden."
Schiedsrichter-Diskussion in Frankreich
Die Personalie Schiedsrichter sorgt für Gesprächsstoff. Dass ein argentinischer Schiedsrichter das WM-Viertelfinale von Frankreich pfeift, wird im Lager von Didier Deschamps entspannt gesehen. „Wenn diese Schiedsrichter dabei sind, dann weil sie dem Niveau des Wettbewerbs gewachsen sind", hieß es. Umgekehrt hatte der Franzose François Letexier das Achtelfinale Argentinien–Ägypten geleitet.
Frankreich kann erst im Finale oder im Spiel um Platz drei auf Argentinien treffen. 2022 gewann Argentinien das WM-Finale gegen die Équipe Tricolore im Elfmeterschießen, vier Jahre zuvor hatte Frankreich die Südamerikaner im Achtelfinale mit 4:3 ausgeschaltet. Das Viertelfinale gegen Argentinien findet am Sonntag (3 Uhr) in Kansas City statt.
Politisch sorgt FIFA-Präsident Gianni Infantino für Diskussionen. EU-Parlamentarier um Niels Fuglsang fordern in einem von 72 Abgeordneten unterzeichneten Brief eine Untersuchung. „Fußball sollte Menschen zusammenbringen und nicht als eine Plattform für politische Begünstigung dienen", heißt es darin. Zudem war Folarin Balogun trotz Roter Karte wieder spielberechtigt.
Politische Debatte um Infantino
In Argentinien selbst kam es nach dem dramatischen 3:2 gegen Ägypten zu spontanen Jubelfeiern, bei denen ein Mann ums Leben kam. „Er hat zum Glück keine Schmerzen", wird Lokalmedien zitiert. Die Polizei nahm im Bereich des Obelisken 19 Menschen fest.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler sprach derweil über die Zukunft des deutschen Fußballs. Er wünscht sich mehrere 2014er-Weltmeister in entscheidender Rolle beim DFB. Thomas Müller sieht bei einer Verpflichtung von Jürgen Klopp große Chancen. „Worum es mir geht, ist, dass wir Strukturen aufbauen", sagte Müller.
Jürgen Klopp selbst hat sich noch nicht öffentlich zur möglichen Rolle geäußert. Matthäus fordert unterdessen Geduld: „Ich hoffe, dass sie ihm beim DFB alle Zeit und alle Befugnisse geben, die er für echte Verbesserungen braucht."
Fragen & Antworten
Wie schwer ist Jordan Henderson verletzt?
Sein Vater beschrieb den Unterarm gegenüber der „Daily Mail" als „völlig zertrümmert". Henderson selbst zeigte sich auf Instagram jedoch zuversichtlich und kündigte an, sich auf das Viertelfinale vorzubereiten.
Gegen wen spielt England im Viertelfinale?
England trifft am Samstag (23.00 Uhr/MagentaTV) in Miami auf Norwegen. Das Team wird von Bundestrainer Thomas Tuchel betreut.
Reist Prinz William zum Viertelfinale?
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Palastkreisen reist der Thronfolger und FA-Präsident nicht zum Duell in die USA.
Henderson operiert: Sturz bei Englands WM-Feier in Mexiko | sportnachrichten