England hat das Spiel um den dritten Platz der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Miami gegen Frankreich mit 6:4 (4:0) gewonnen, wobei Bukayo Saka einen Hattrick erzielte und Kylian Mbappé mit zwei Toren an Lionel Messi in der ewigen WM-Torschützenliste vorbeizog.

Erste Hälfte: Englands Blitzstart

Bereits nach 134 Sekunden eröffnete Declan Rice die Torreigen des Abends. Der englische Kapitän fing einen fehlerhaften Querpass von Désiré Doué ab, dribbelte ungestört nach vorne und schloss aus rund 18 Metern ins rechte Toreck ab. Mike Maignan im französischen Tor war chancenlos. „Der englische Kapitän dribbelte los, wurde von keinem französischen Spieler angegriffen und schloss aus 18 Metern ab. Der Ball landete im rechten Toreck, Mike Maignan war chancenlos (3.)."

In der 18. Minute baute Ezri Konsa die Führung per Kopfball aus. Nach einer Ecke von Declan Rice setzte sich Konsa im Kopfballduell gegen Adrien Rabiot durch. „Dort setzte sich Ezri Konsa im Kopfballduell gegen Adrien Rabiot durch und köpfte den Ball platziert zum 2:0 für England ein (18.)." Der Treffer war gleichzeitig das erste WM-Tor des Verteidigers im Turnier.

England blieb dominant und legte vor der Pause noch zweimal nach. In der 37. Minute schlug die Stunde von Marcus Rashford, der den Ball nach einer unübersichtlichen Sequenz im Strafraum auf Bukayo Saka ablegte. „Dann kam Rashford nochmal zum Zug, legte auf Saka ab, der schließlich nach dieser undurchsichtigen Sequenz im Sechzehner zum 3:0 verwandelte (37.)." In der Nachspielzeit der ersten Hälfte krönte Saka seine starke Leistung mit dem 4:0. „der schloss aus zentraler Position mit dem ersten Kontakt ab und brachte den Ball aus rund 16 Metern Entfernung im rechten Toreck zum 4:0 unter (45.+1)."

Frankreichs Aufholjagd nach der Pause

Frankreichs Trainer Didier Deschamps reagierte zur Pause mit vier Wechseln und brachte unter anderem Ousmane Dembélé, Bradley Barcola und Dayot Upamecano. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Bereits in der 48. Minute verkürzte Kylian Mbappé. „Mbappe traf in der 48. Minute zum 1:4. Der eingewechselte Dayot Upamecano eroberte den Ball und spielte auf Olise, dieser leitete auf Mbappe weiter." Es war der Beginn einer bemerkenswerten Aufholjagd.

In der 54. Minute legte Bradley Barcola nach. „Bradley Barcola, der nach der Pause eingewechselt wurde, traf nach einem Steilpass von Mbappe zum 2:4 (54.)." Nur zwölf Minuten später vollendete Mbappé seinen Doppelpack nach einer Doppelpass-Kombination mit Michael Olise. „am Ende veredelte Mbappe einen Doppelpass mit Olise per Abschluss ins rechte Eck (66.)." Mit diesem Treffer stellte Mbappé einen historischen Rekord auf: 22 WM-Tore bedeuteten den alleinigen Platz an der Spitze der ewigen Torschützenliste, einen Treffer vor Lionel Messi.

Frankreich hatte den Anschluss geschafft und drängte auf den Ausgleich. Das Spiel kippte jedoch in der 85. Minute, als Schiedsrichter Jesús Valenzuela aus Venezuela nach einem Foul von Malo Gusto an Djed Spence im Strafraum auf Elfmeter entschied. „Malo Gusto foulte Djed Spence im Strafraum, Saka erzielte sein drittes Tor per Elfmeter und traf zum 5:3 (87.)." Mit diesem verwandelten Strafstoß hatte Saka seinen Hattrick komplettiert und England scheinbar die Entscheidung beschert.

Sakas Hattrick und Bellinghams Schlusspunkt

Doch Frankreich gab nicht auf. In der sechsten Minute der Nachspielzeit traf Ousmane Dembélé zum 4:5. „In der sechsten Minute der Nachspielzeit traf Dembele noch zum 4:5 aus französischer Sicht (90.+6)." Die Partie schien in eine hektische Schlussphase zu kippen – bis Jude Bellingham in der achten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzte. „Bellingham entschied am Ende die Partie und traf zum 6:4-Endstand (90.+8)." Der Treffer beseitigte die letzten Zweifel und machte den Endstand perfekt.

Mit insgesamt zehn Treffern war die Partie das torreichste Spiel der WM 2026. Zum Vergleich: Der Allzeit-Rekord liegt laut Statistik beim 7:5 zwischen Österreich und der Schweiz aus dem Viertelfinale der WM 1954. „Zehn Tore" – so fasste es die Gazzetta dello Sport zusammen, die Sakas Hattrick und einen „alles andere als würdigen" Abschied von Didier Deschamps konstatierte: „Sakas Hattrick besiegelte den Sieg. Didier Deschamps' Abschied war alles andere als würdig."

Deschamps verabschiedet sich nach 14 Jahren

Das Spiel war auch das letzte von Didier Deschamps als Trainer der französischen Nationalmannschaft. „In seinem 185. und letzten Spiel als Trainer der französischen Nationalmannschaft erlebte er die mit Abstand schlechteste Halbzeit seiner Karriere", schrieb L'Équipe. Deschamps hatte das Amt seit 2012 inne und in dieser Zeit die WM 2018 gewonnen, das Finale 2022 erreicht und bei der EM 2016 im Finale gestanden. Sein Nachfolger soll Zinedine Zidane werden. Deschamps selbst hatte vor dem Spiel gesagt: „Ich bin sehr glücklich und stolz auf alles, was wir mit der Mannschaft erreicht haben."

England hingegen feierte den größten WM-Erfolg seit dem Titel 1966. Zwar hatten die Three Lions bereits 1990 und 2018 jeweils den vierten Platz belegt, doch der Sprung aufs Podest hatte seither gefehlt. „Es ist nicht sicher, was das alles zu bedeuten hat, außer dass England eine Bronzemedaille holt", schrieb die Times süffisant. The Guardian wählte einen anderen Ton: „Das Spiel, das bedeutungslos ist, zählte zu den Höhepunkten des Turniers, in dem Rekorde purzelten."

Ausgangslage: Zwei Enttäuschungen vor dem Spiel

Die Ausgangslage vor dem Spiel war für beide Mannschaften schwierig. England hatte im Halbfinale 1:2 gegen Argentinien verloren, Frankreich 0:2 gegen Spanien. Beide Trainer, Thomas Tuchel auf englischer und Didier Deschamps auf französischer Seite, nahmen jeweils sieben Wechsel an ihrer Startformation vor. Bei England saßen unter anderem Harry Kane, Jude Bellingham und Torhüter Jordan Pickford zunächst nur auf der Bank. „Tuchel wurde vor dem Anpfiff von wütenden englischen Fans ausgebuht, weil seine Mannschaft gegen Argentinien in der Schlussphase kläglich versagt hatte", berichtete der Daily Star.

Tuchel hatte vor der Partie deutlich gemacht, dass die Begegnung für niemanden ein Wunschtermin war: „Niemand von uns oder den Franzosen will dieses Match spielen. Wir wollten ins Finale." Auch Deschamps betonte die Verantwortung seiner Mannschaft trotz der Enttäuschung: „Wir haben die Verpflichtung, alles zu geben und das letzte Ziel zu erreichen. Wir müssen das Spiel respektieren. Es ist eine WM." Die erste Hälfte sei „katastrophal" gewesen, urteilte der Franzose später: „katastrophal. Gegen einen Gegner, der das Spiel ernst nimmt, bestreiten wir ein Freundschaftsspiel."

Mbappé zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch: „In der ersten Halbzeit haben wir dem französischen Trikot keine Ehre gemacht. Die zweite Hälfte haben wir gewonnen, aber es ist nicht das Ergebnis, das wir haben wollten." Saka fand versöhnlichere Worte: „Es war ein verrücktes Spiel. Nach wie vor sind wir enttäuscht, dass wir nicht das Finale erreicht haben. Aber wir haben einen guten Abschluss erzielt - für uns und für unser Land." Tuchel lobte die Einstellung seiner Mannschaft: „massives Kompliment für die Mentalität. Das war absolut brillant."

Die Partie endete mit einer versöhnlichen Geste: „Es endete mit einer herzlichen Umarmung zwischen Thomas Tuchel und Didier Deschamps", berichtete The Guardian. RMC Sport wählte drastischere Worte und verglich die französische Niederlage mit dem Untergang der Titanic: „Ein Schiffbruch wie die Titanic. Die französische Mannschaft geht im Spiel um Platz drei gegen England unter."

Ausblick auf das Finale

Das Finale der WM 2026 zwischen Spanien und Argentinien findet am Sonntag um 21:00 Uhr MESZ im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey statt. „Dann trifft der amtierende Europameister Spanien auf den amtierenden Weltmeister Argentinien." In der Halbzeitpause des Endspiels sind Auftritte von Musikern geplant, darunter Shakira, Justin Bieber und die K-Pop-Band BTS. Mehr als 80.000 Zuschauer werden im Stadion erwartet, darunter der US-Präsident Donald Trump sowie die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum und der kanadische Premierminister Mark Carney.