Eintracht Frankfurt startet mit Adi Hütter in die neue Saison
Frankfurt, 13 Juli 2026
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Kurzfassung
Adi Hütter ist nach fünf Jahren als Trainer zu Eintracht Frankfurt zurückgekehrt und hat am Montag die erste Trainingseinheit der neuen Saison geleitet. Rund 2.000 Fans begrüßten den Österreicher und 30 Spieler auf dem Trainingsgelände im Frankfurter Stadtwald.
Frankfurt, 13 Juli 2026
Trainer Adi Hütter hat am Montag mit 30 Spielern die Vorbereitung von Eintracht Frankfurt auf die neue Saison der Fußball-Bundesliga aufgenommen.
Hintergrund: Hütters zweite Amtszeit
Fünf Jahre nach dem Ende seiner ersten Amtszeit ist Adi Hütter nach eigenen Worten mit „Gänsehaut" zum Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt zurückgekehrt. Am Montagvormittag begrüßte der Österreicher um 10.30 Uhr 30 Spieler auf dem Trainingsplatz im Frankfurter Stadtwald und leitete die erste offizielle Einheit der Spielzeit 2026/27. Rund 2.000 Anhänger verfolgten das öffentliche Training und feierten Hütter teils mit „Adi, Adi"-Rufen, wie es in einer dpa-Meldung hieß.
Eintracht Frankfurt: Hütters Rückkehr und der | sportnachrichten
Hütter tritt die Nachfolge des umstrittenen Spaniers Albert Riera an, dessen Trennung in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen gesorgt hatte. „Wir müssen auch wieder versuchen, das Stadion, das ja eine unheimliche Wucht hat, mitzunehmen", sagte Hütter laut dpa. Auch der Ur-Frankfurter Timothy Chandler wurde von den Fans mit „Timmy, Timmy"-Sprechchören empfangen.
Zum Auftakt zählten 25 Profis sowie fünf Nachwuchsspieler zum Kader. Als bisher einziger Neuzugang gilt Malik Pimpong. Noch nicht dabei waren WM-Teilnehmer wie der Japaner Ritsu Doan. „Wir wissen natürlich alle, dass das immer Wunschdenken ist auch des Trainers, dass wenn Trainingsstart ist, dass alle Spieler schon an Bord sind", erklärte Hütter.
Kaderplanung: Offene Personalien
Mit Blick auf die Kaderplanung deutete der Coach an, dass sich möglicherweise noch in dieser Woche etwas tun werde. „Aber umso schneller die Schlüsselspieler auf den Schlüsselpositionen da sind, umso besser ist es." Nicht nur Zugänge, auch Abgänge werden bei der Eintracht erwartet.
Bei den erwarteten Abgängen steht unter anderem Ellyes Skhiri im Fokus. Nach Informationen des „Kicker" hat die Eintracht ihr Interesse an einer Rückkehr des defensiven Mittelfeldspielers zum 1. FC Köln bekundet. Der 31-Jährige war 2023 aus Köln nach Frankfurt gewechselt. Auch der 20-jährige Rechtsverteidiger Elias Baum, der in der abgelaufenen Saison nur auf fünf Kurzeinsätze kam, soll einem Bericht zufolge nicht abgeneigt sein, den Verein zu wechseln. Sein Name wurde zuletzt mit Galatasaray in Verbindung gebracht.
Sportvorstand Markus Krösche arbeitet zudem an einer Verpflichtung von Noel Aseko. Nach Informationen von „Sport1" soll der Mittelfeldspieler vom FC Bayern München nach Frankfurt wechseln. Aseko war in der vergangenen Saison von den Bayern an den Zweitligisten Hannover 96 ausgeliehen. Auch der 23-jährige Aurele Amenda steht vor einem Wechsel; die Ablösesumme für den Verteidiger, der mit der Schweiz das WM-Viertelfinale erreichte, soll bei rund 20 Millionen Euro liegen. Ein Bericht sieht den Deal kurz vor dem Abschluss.
Nach der Trennung von Albert Riera
Neben Aseko beschäftigt die Frankfurter Kaderplanung auch die Personalie Can Uzun. Die Hessen sollen laut „Bild" rund 60 Millionen Euro für den Offensivspieler fordern. Auch ein Transfer von Robert Andrich aus Leverkusen wird diskutiert; Andrichs Zukunft in Leverkusen gilt als offen.
Im Hintergrund der sportlichen Vorbereitung sorgt der abrupte Abgang von Albert Riera weiter für Diskussionen. Hellmann hatte im „FAZ"-Interview betont, dass „Böller werfen oder Raketen abfeuern, das war schon immer kriminell" sei und Pyrotechnik grundsätzlich infrage gestellt werden müsse. Riera hatte seinerseits die sportliche Führung scharf attackiert und von Feiglingen gesprochen, die hinter dem Rücken reden.
Klubführung verteidigt Krösche
Die Klubführung wies die Vorwürfe zurück. „Markus Krösche genießt das Vertrauen des Aufsichtsrates", heißt es in einem Schreiben des Vereins. „Wir haben in den letzten fünf Jahren kumuliert einen Gewinn gemacht, bei gleichzeitiger viermaliger Qualifikation für europäische Wettbewerbe", wurde Hellmann in der „FAZ" zitiert. „Das zeigt doch, dass unser Modell wirtschaftlich und sportlich funktioniert."
Auch die Frage nach dem künftigen Kapitän ist offen. „Ich habe mich noch nicht entschieden. Aber damit habe ich mich jetzt noch gar nicht beschäftigt", sagte Hütter, der den Spielführer selbst bestimmen will. Unter den Anwärtern gelten Routiniers wie Mario Götze, der beim Trainingsauftakt ebenso dabei war wie Angreifer Jonathan Burkardt.
Sportlich blickt die Eintracht auf einen frühen Pflichtspielstart. Die Pflichtspiel-Saison beginnt für die Hessen am 21. Juli; am darauffolgenden Wochenende steht der Bundesliga-Auftakt beim 1. [Gegner] an. Bis dahin will Hütter vor allem die Integration der Spieler vorantreiben, die nach ihren Länderspiel-Reisen noch fehlen.
Blick auf den Pflichtspielstart
Beim Trainingsauftakt fehlten neben WM-Teilnehmern aus Asien auch Akteure, die mit ihren Nationalteams noch im Turnier sind. Eintracht-Profi Arthur Theate verlor mit Belgien am Freitagabend das WM-Viertelfinale gegen Spanien mit 1:2. Aurele Amenda hatte mit der Schweiz durch ein 4:3 im Elfmeterschießen gegen Kolumbien das WM-Viertelfinale erreicht, musste aber lange in Unterzahl spielen, nachdem Breel Embolo in der 67. Minute des Platzes verwiesen worden war.
Hoffnung auf einen späten WM-Einsatz hegt Ayoube Amaimouni-Echghouyab, Spitzname „Jupp". Der Offensivspieler, der im Winter von der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim zur Eintracht gekommen war und es auf Anhieb auf 17 Bundesliga-Einsätze brachte, hofft am Donnerstagabend auf einen Einsatz für Marokko im WM-Viertelfinale gegen Frankreich. Im Achtelfinale hatte Marokko gegen Argentinien noch 1:3 nach Verlängerung verloren.
Parallel zur sportlichen Vorbereitung beschäftigen die Eintracht auch juristische Fragen. Krösches Anwalt versicherte der „Bild": „Der Erwerb der Immobilie auf Dugi Otok stand in keinem Zusammenhang mit irgendwelchen Spielertransfers." Damit reagierte er auf Spekulationen, wonach ein Immobiliengeschäft des Sportvorstands mit früheren Transferentscheidungen verknüpft gewesen sein könnte.
Ausblick: Richtungsweisende Wochen
In der Gesamtschau steht die Eintracht damit vor einer Saison mit vielen Baustellen: Der neue Coach muss die Mannschaft formen, der Kader wird sich noch deutlich verändern, und die juristischen wie medialen Nachwehen der Riera-Trennung sind noch nicht vollständig aufgearbeitet. Die kommenden Wochen bis zum Pflichtspielstart am 21. Juli gelten als richtungsweisend.
Mit Hütters Rückkehr verbindet der Klub auch die Erinnerung an dessen erste Amtszeit, in der die Frankfurter 2018 den DFB-Pokal gewonnen hatten. In 93 Spielen an der Seitenlinie der Hessen erreichte der Österreicher einen Punkteschnitt von 1,77. Vor seinem Engagement bei der AS Monaco (2023 bis 2025) hatte er unter anderem Borussia Mönchengladbach trainiert, das ihm den Wechsel nach Frankfurt ermöglicht hatte.
Fragen & Antworten
Wer ist Adi Hütter und warum ist seine Rückkehr bemerkenswert?
Adi Hütter ist ein österreichischer Fußballtrainer, der bereits von 2018 bis 2021 Eintracht Frankfurt trainierte und mit dem Klub 2018 den DFB-Pokal gewann. Nach Stationen bei Borussia Mönchengladbach und der AS Monaco kehrte er fünf Jahre nach seinem Abschied als Nachfolger von Albert Riera nach Frankfurt zurück.
Welche Zu- und Abgänge werden bei Eintracht Frankfurt erwartet?
Als einziger bisheriger Neuzugang gilt Malik Pimpong, zudem steht Mittelfeldspieler Noel Aseko vom FC Bayern München vor einem Wechsel. Bei den Abgängen werden unter anderem Ellyes Skhiri (Interesse aus Köln) und Elias Baum (Wechselwunsch) gehandelt; für Aurele Amenda und Can Uzun werden hohe Ablösesummen erwartet.
Warum wurde Trainer Albert Riera bei Eintracht Frankfurt entlassen?
Der Klub trennte sich nach sportlich enttäuschenden Ergebnissen und kommunikativen Konflikten von Riera. Nachfolgend standen Vorwürfe Rieras gegen die Klubführung im Raum, die der Verein unter Verweis auf das Vertrauen in Sportvorstand Markus Krösche zurückwies.