Salzburg, 17 Juni 2026
Der Deutsche Danny Röhl wird neuer Cheftrainer des österreichischen Fußballmeisters FC Red Bull Salzburg und tritt dort einen Vertrag bis Sommer 2029 an.
Der Wechsel wurde am Mittwoch offiziell bekannt gegeben. Röhl kommt von den Glasgow Rangers, wo er zuletzt als Cheftrainer tätig war, und kehrt damit in den RB-Kosmos zurück. Laut übereinstimmenden Medienberichten ist für den Transfer eine Ablösesumme von rund zwei Millionen Euro fällig.
„Ich weiß, welche Möglichkeiten hier vorhanden sind und welche ambitionierten Ziele verfolgt werden“, sagte Röhl anlässlich seiner Vorstellung. „Genau das hat mich gereizt.“ Damit übernimmt der 37-Jährige die Nachfolge des bisherigen Trainers der Salzburger, der den Klub zuvor verlassen hatte.
Hintergrund: Röhls Weg vom Spieler zum Trainer
Sport-Geschäftsführer Marcus Mann bezeichnete Röhl als „Wunschtrainer der Salzburger“. Der Klub hatte den Deutsch-Sachsen dem Vernehmen nach seit geraumer Zeit auf dem Zettel und sich gegen weitere Kandidaten durchgesetzt. Mann verwies auf Röhls bisherige Stationen im internationalen Fußball.
Röhl musste seine eigene Spielerkarriere verletzungsbedingt bereits im Alter von 20 Jahren beim FC Eilenburg beenden. Schon früh wandte er sich der Trainerseite zu. Im Jahr 2018 wurde er zum Co-Trainer von Ralph Hasenhüttl bei einem Bundesligisten befördert, ehe er eigene Stationen als Cheftrainer übernahm.
Bereits beim FC Eilenburg, später unter anderem bei Zwickau, und auch bei seinen weiteren Stationen in Deutschland und England blieb Röhl seinen Ex-Vereinen eng verbunden. In einem Interview beim Magazin „11 Freunde“ verriet er, dass er seine früheren Klubs intensiv weiterverfolge. So sah er im Mai das Sachsenpokal-Finale des FSV Zwickau gegen Aue (0:2) live im Stadion.
Aufgabe in Salzburg: Titel und Königsklasse
Die Aufgabe in Salzburg gilt als sportlich anspruchsvoll. Nach dem Abgang des vorherigen Cheftrainers soll Röhl die österreichische Meisterschaft, die der Klub in den vergangenen Jahren mehrfach gewonnen hatte, zurückerobern und gleichzeitig international in der Champions League für Akzente sorgen. Salzburg verfügt über eine der höchsten Stadionauslastungen der Bundesliga und über eine klar strukturierte Scouting-Abteilung.
Mit Röhl verpflichtet Red Bull Salzburg einen Trainer, der sowohl Erfahrung im deutschen Profifußball als auch im britischen Spitzenfußball mitbringt. Sein bisheriger Weg führte ihn über Stationen als Co-Trainer in der deutschen Bundesliga bis hin zum Cheftrainerposten in Glasgow. In Salzburg trifft er auf einen Klub, der für hohe Erwartungen und schnelle Ergebnisse bekannt ist.
Vertrag bis 2029 und Kaderplanung
Der Vertrag des 37-Jährigen läuft bis Sommer 2029 und gibt beiden Seiten Planungssicherheit. Für Röhl ist die Aufgabe in Österreich die erste Station als Cheftrainer im deutschsprachigen Spitzenfußball. Salzburg setzt damit auf Kontinuität im RB-Netzwerk, in dem Trainer zwischen Leipzig, Salzburg und weiteren Standorten häufiger wechseln.
In den kommenden Wochen steht für Röhl die Saisonvorbereitung mit dem Kader an, das in weiten Teilen zusammenbleiben soll. Sportchef Mann kündigte an, den Kader gezielt zu verstärken, um die Titelambitionen zu untermauern. Die offizielle Präsentation des neuen Cheftrainers ist für die kommenden Tage geplant.
Mit dem Engagement in Salzburg schließt sich für Röhl ein Kreis: Von Sachsen ausgehend, über die Bundesliga-Stationen bis in die schottische Premier League, kehrt er nun in den zentralen RB-Verbund zurück. Salzburg erhofft sich von ihm frische taktische Impulse und die Rückkehr zu alter Meisterschaftsstärke.
