Der österreichische Erstliga-Aufsteiger Austria Lustenau hat Mittelfeldspieler Mame Wade nach nur einer Saison an den belgischen Erstligisten RAAL La Louvière abgegeben.
Der Wechsel wurde am Donnerstag vom Verein bestätigt. Wie der Admiral Bundesligist mitteilte, wechselt Mittelfeldspieler Mame Wade nach nur einer Saison in Vorarlberg zum belgischen Erstligisten RAAL La Louvière. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.
Für Austria Lustenau ist der Abgang ein herber Verlust. Der 23-jährige Senegalese war erst im Sommer 2025 vom FC Wacker Innsbruck in die Bodensee-Region gekommen und hatte mit sieben Treffern und fünf Assists maßgeblichen Anteil am Zweitligameistertitel. Damit zählte er zu den auffälligsten Akteuren im Aufstiegskampf des Vereins.
Verlust für die Offensive
In der abgelaufenen Bundesliga-Saison gehörte Wade zur Stammformation. Als Aufsteiger Austria Lustenau sich in der höchsten österreichischen Spielklasse behauptete, steuerte er regelmäßig Tore und Vorlagen bei. Sein Abschied kommt für viele Beobachter überraschend, da erst eine Spielzeit in Vorarlberg absolviert war.
Der neue Verein RAAL La Louvière spielt in der ersten Division Belgiens, der höchsten Spielklasse des Landes. Damit wechselt der Mittelfeldspieler in ein anderes europäisches Spitzenteam, das regelmäßig um die europäischen Plätze mitspielt. Der Transfer markiert den nächsten Karriereschritt für den jungen Senegalese.
Austria Lustenau hatte den Verein erst vor kurzem in die Bundesliga zurückgeführt. Der Aufstieg aus der zweiten Liga war eng mit Wades Leistungen verknüpft. Sein Weggang noch vor einer weiteren Saison in der höchsten Spielklasse unterstreicht die Herausforderung, mit der Aufsteiger im finanziellen Wettbewerb mit ausländischen Klubs konfrontiert sind.
Belgien als Karriereschritt
Der Transfer reiht sich in eine Reihe von Wechseln österreichischer Talente ins benachbarte Ausland ein. Belgische und niederländische Klubs haben sich in den vergangenen Jahren wiederholt als attraktive Zwischenstation für Spieler aus der österreichischen Bundesliga erwiesen, da sie häufig höhere Gehälter und eine stärkere mediale Plattform bieten können.
Mit dem Abgang verliert Austria Lustenau einen Leistungsträger, der mit seinen Offensivaktionen ein wichtiger Faktor für die Torproduktion war. Die Vorarlberger müssen die Lücke im Kader nun kurzfristig schließen, da die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison bereits angelaufen ist.
Offene Frage nach dem Ersatz
Offen ist, wie der Verein die frei werdende Position im Mittelfeld nachbesetzen will. Sportliche Leitung und Trainerstab stehen vor der Aufgabe, einen Ersatz zu finden, der die Rolle von Wade ausfüllen kann. Bis zum Saisonstart in der Admiral Bundesliga bleibt dafür nur ein knappes Zeitfenster.
Für Wade selbst bedeutet der Wechsel eine Rückkehr in eine stärkere Liga mit höherer Wettbewerbsdichte. In Belgien wird er sich gegen eine Vielzahl internationaler Mitspieler behaupten müssen. Der 23-Jährige hat damit nach Stationen bei Wacker Innsbruck und Austria Lustenau seine dritte Profistation erreicht.
