Nach dem Gewinn der Champions League durch Paris Saint-Germain im Finale gegen den FC Arsenal in Budapest ist es am Samstagabend in mehreren französischen Städten, vor allem aber in Paris, zu massiven Ausschreitungen mit 416 Festnahmen und sieben verletzten Polizisten gekommen.
Wie das französische Innenministerium mitteilte, wurden landesweit 416 Menschen festgenommen, der Großteil davon in der Hauptstadt. Innenminister Laurent Nuñez bestätigte, dass bei den Zusammenstößen sieben Polizeibeamte verletzt wurden. Zudem seien sechs Fahrzeuge und zwei Geschäfte beschädigt worden.
Eskalation auf den Champs-Élysées
Rund 20.000 Menschen hatten sich nach dem Abpfiff auf der Avenue des Champs-Élysées versammelt, um den zweiten Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte zu feiern. Die Stimmung kippte, als vermummte Personen und Sicherheitskräfte wiederholt aneinandergerieten. Dabei wurden Projektile geworfen und Tränengas eingesetzt.
Allein in Paris wurden nach Polizeiangaben etwa 80 Menschen festgenommen, 45 von ihnen kamen in Polizeigewahrsam. Auch eine Bushaltestelle wurde beschädigt. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort: Frankreichweit waren am Samstag rund 22.000 Polizisten im Einsatz, davon 8.000 in Paris.
Das Finale und die Vorgeschichte
Das Finale selbst war live aus Budapest auf einer Public-Viewing-Veranstaltung im heimischen Parc des Princes übertragen worden. Das Stadion war mit rund 40.000 bis 48.000 Zuschauern nahezu vollständig gefüllt. PSG setzte sich im Elfmeterschießen mit 4:3 gegen den FC Arsenal durch und verteidigte damit den Titel aus dem Vorjahr.
